Wie wir Älteren #fridaysforfuture unterstützen können

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Wir Älteren haben wesentlichen Anteil daran, dass das Klima unseres Planeten in eine dramatische  Krise geraten ist. Der Klimawandel ist zu einer existentiellen Angelegenheit für alle nachfolgenden Generationen geworden. Aus diesem Grund gehen Schülerinnnen und Schüler auf die Straße. Jeden Freitag. Überall auf der Welt. Eine große kleine Schwedin hat angefangen, heute demonstrieren zigtausende in Europa, Neuseeland, Hawai….. global. Weltumspannend. Das berührt mich, macht mir Mut, fordert mich heraus!

Vielen Beamten und Politikern fällt nichts anderes ein, als (manchmal sogar noch „freundlich“ und das Engagement „anerkennend“ verpackt) diesen jungen Menschen mit Strafen und Sanktionen zu drohen. Denn Schule schwänzen wird als schlimmes Vergehen in diesem Land gewertet. (In einem Land, das seit Jahren das Thema Unterrichtsausfall und Bildungsnotstand nicht in den Griff bekommt übrigens…..) Ich denke, da ist unsere Solidarität gefragt und ich möchte uns alle auffordern, zu überlegen, wie wir diese guten jungen Leute  unterstützen können.

Einige Ideen von mir – Ihr habt sicher noch viel mehr:

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gleiches Geld für gleiche Arbeit?

wpid-img_20140119_113526.jpgDie Tarifverhandlungen für die Angestellten des öffentlichen Dienstes waren aus Sicht von verdi sehr erfolgreich. Vor allem Erzieher*innen profitieren von z.T. erheblichen Gehaltssteigerungen. Ein wichtiger Aspekt dabei: die Berliner Angestellten im Öffentlichen Dienst werden demnächst nicht mehr nach dem TVL Berlin bezahlt, sondern nach dem (besseren) TVDÖ.  

Die Kostensätze zur Finanzierung der freien Träger orientierten sich bislang an Durchschnittssätzen nach TVL (wir bekommen also keine Realkostenfinanzierung unserer Mitarbeitenden sondern lediglich einen fiktiven Durchschnittssatz) – somit waren sie bislang ohnehin schon schlechter gestellt als vergleichbare Angestellte in staatlichen Betrieben.

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Kunst für Demokratie

Der eine oder die andere hat es sicher schon mitbekommen. Zusammen mit Jeannette Hagen habe ich die gemeinnützige Organisation „Kunst für Demokratie gUG“ gegründet. Jeannette steuert die Geschicke des Projekts als Geschäftsführerin. Mit Kunst für Demokratie (KfD) wollen wir uns einmischen in einen politischen Diskurs zur Stärkung unserer Demokratie, die wir aktuell durch demokratiefeindliche Bewegungen und Parteien gefährdet sehen. Kunst für Demokratie führt selbst Veranstaltungen duch und sammelt Geld für Projekte, die sich für eine demokratische und offene Gesellschaft engagieren. Dabei arbeitet KfD über drei Säulen: Zum einen veranstalten wir Aktionen, Workshops und Projekte, um indirekt Einfluss auf politische Prozesse zu nehmen. Wir möchten, dass Demokratie und Politik wieder greifbar werden und Menschen das Gefühl haben, Mitgestalter zu sein und Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Prozessen zu haben. Bei der zweiten Säule werden mittels Auktionen und Veranstaltungen Gelder akquiriert, die anderen Hilfsorganisationen zugute kommen. Mit der dritten Säule organisiert KfD Ausstellungen und Veranstaltungen, um geflüchteten oder verfolgten Künstlern mehr Sichtbarkeit zu ermöglichen.

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Kita und Hort nur mit Impfung?

Eine Kita in Essen hat entschieden, nur noch Kinder aufzunehmen, die geimpft sind. Diese Entscheidung sorgt für Aufsehen. Sogar der Spiegel berichtet darüber ( > zum Artikel < ).  Im Artikel wird Jutta Behrwind vom Kita-Betreiber zitiert: „Die Resonanz auf die Maßnahme sei durchweg positiv, so Behrwind. Viele Eltern begrüßten, dass nun Infektionen mit Krankheiten besser vorgebeugt werde. Während der laufenden Anmeldegespräche habe bislang nur ein einzelner Vater Kritik an der neuen Regelung geübt. Impfgegner fürchten Risiken von Impfungen oder bezweifeln deren Wirksamkeit. Diese Positionen werden aber von der Fachwelt fast einhellig als unzutreffend und unwissenschaftlich abgelehnt.“

Impfschutz als „Pluspunkt“ bei Bewerbung um Kitaplatz beim Stadtteilzentrum Steglitz ?

Auch im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. wird das Thema besprochen. Erstmals hatten wir nun auch eine Bewerbung um einen Platz in einer unserer Kitas, in der explizit damit geworben wurde, dass das Kind allumfassend geimpft ist.

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Ethikbasiertes Management sozialer Organisationen

Ich bin heute und morgen in Freiburg und treffe mich mit Hendrik Epe um über  „Reinventing Organizations“ zu diskutieren. Denn: das   Thema ist gerade im Stadtteilzentrum Steglitz e.V.  auf der Tagesordnung – wir arbeiten da an ein paar Ideen. Mehr darüber in den nächsten Wochen und Monaten auf diesem Blog.  Es trifft sich gut, dass Mitarbeitende des Stadtteilzentrum Steglitz sich unabhängig voneinander und oft ohne voneinander zu wissen, mit dem Thema beschäftigt und auseinandergesetzt haben. Einer von Ihnen ist Jonas Volpers, der seine Masterarbeit zum Thema „Ethikbsasierte Organisationsgestaltung in der Sozialen Arbeit“ geschrieben hat. Jonas leitet das Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum „KiJuNa“ unseres Vereins in Lichterfelde-Süd.  Eine Kurzfassung der wichtigsten Thesen hat Jonas in dem Artikel „Ethikbasiertes Management sozialer Organsiationen“ knackig zusammengefasst hat. Mit seiner freundlichen Genehmigung wird dieser lesenswerte Beitrag auch auf diesem Blog zur Verfügung gestellt. (Der Beitrag ist vorher u.a. auch bei Ideequadrat   veröffentlicht und besprochen worden…)

Ethikbasiertes Management sozialer Organisationen 

von Jonas Volpers

Die Beschäftigung mit den ethischen Grundlagen des eigenen Handelns ist und bleibt für alle sozialen Organisationen eine zentrale Aufgabe. Ausgehend von der Feststellung, dass zugleich betriebswirtschaftliche Anforderungen verstärkt zu einem zentralen Thema im sozialarbeiterischen Diskurs werden, stellt dieser Beitrag die Frage, wie das Management sozialer Organisationen von ihrem professionsethischen Fundament her gedacht werden kann. Hierbei werden die Beispiele zweier sozialer Träger herangezogen, die in Deutschland vorwiegend im Bereich der Jugendhilfe tätig sind.

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der erste Monat ist rum… dumdidum…. #geschäftsführertagebuch

Der Januar ist vorbei. Wahnsinn. Gerade eben noch habe ich Weihnachten und Silvester gefeiert – und nun ist einer von zwölf Monaten des neuen Jahres schon wieder Geschichte.

Es gab viel Arbeit – wie immer. Und die Entwicklungen zum Anfang des Jahres lassen erahnen, dass das Jahr 2019 noch ziemlich viel weitere Jobs  und interessante Prozesse im Gepäck hat.

Mal eben kurz zusammengefasst, wie sich die Situation zu Beginn des Jahres darstellt:

  • „unser kleiner BER“ ist fertig. Nach mehrjährigem Vorlauf (Planung, Genehmigungsverfahren, Pannen, Bau) ist unsere Kita „Marienfelder Kiezhopser“ fertig geworden. Am 7. Januar haben  die ersten Kinder das Haus in Beschlag genommen. Es kümmert sie wenig, dass das Bauprojekt  rund 1.77 Millionen Euro verschlungen hat. Sie nehmen sich das Haus  einfach. Und das ist gut so!

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Entwicklung einer Digitalstrategie für soziale Organisationen

Seminar mit Hendrik Epe am 25.1. in Berlin – noch Anmeldungen möglich !

Die Digitalisierung“ verkommt zunehmend zu einem Buzzword. Einerseits reden alle darüber, andererseits ist oftmals völlig unklar, was genau darunter zu verstehen und vor allem: wie damit umzugehen ist: Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung? In welcher Weise sind soziale Organisationen konkret von der Digitalisierung betroffen?

Und: Welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich für unsere Organisation?

Um diese Fragestellungen strukturiert zu bearbeiten und Lösungen zu entwickeln, bedarf es in der Organisation einer Strategie, die langfristig angelegt ist und gleichzeitig die enorme Dy-namik der Digitalisierung berücksichtigen kann.

Wie es gelingen kann, Struktur und Dynamik in einer Digitalstrategie zu vereinen, erfahren Sie im Seminar Entwicklung einer Digitalstrategie für soziale Organisationen.

Inhalte

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Sozialräumliche Kooperation zwischen Öffentlichen und Freien Trägern

Foto: Uwe Lamm, contact gGmbH

Uwe Lamm (contact –  Jugendhilfe und Bildung gGmbH)  im Gespräch mit Prof. Hinte und Reinhard Hoffmann

Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe hat sich als fachlicher Standard bundesweit (bzw. im deutschsprachigen Raum) durchgesetzt. Denn es macht Sinn, den Menschen ganzheitlich in seiner Lebenswelt (den Sozialraum) zu betrachten statt seine Biographie in die Logik jugendamtlichen Abteilungsdenkens zu zwingen. Prof. Wolfgang Hinte (Mitglied des Bundesvorstandes des vska – Fachverband für Nachbarschaftsarbeit) gilt als einer der Vordenker der Sozialraumorientierung und hat auch der Entwicklung in Berlin wichtige Impulse gegeben. Unter anderem hat er das Modellprojekt „Sozialräumliche Leistungen“ im Bezirk Steglitz-Zehlendorf (ein Kooperationsprojekt von Stadtteilzentrum Steglitz e.V. , Mittelhof e.V. und der FSD-Famos gGmbH ) fachlich begleitet. Das Projekt wurde am 31.12.2018  beendet und trotz beeindruckender Erfolge nicht in die Regelfinanzierung übernommen. Reinhard Hoffmann scheidet nach 25 Jahren Dienstzeit Ende 2018 aus dem Amt. Als Jugendhilfeplaner des Bezirks Steglitz-Zehlendorf hat er maßgeblich dazu beigetragen, die bezirkliche Jugendhilfe zu modernisieren und zu professionalisieren. Uwe Lamm, Geschäftsführer der contact – Jugendhilfe und Bildung gGmbH bespricht im Interview mit beiden die Gelingensbedingungen und Fallstricke sozialräumlicher Arbeitsweisen und Kooperationen zwischen dem öffentlichen Träger und frei-gemeinnützigen Träger der Jugendhilfe.

auf ein Neues

Mein Jahr war herausfordernd, anstrengend. Ein heftiges auf und ab mit Veränderungen in allen Lebensbereichen. Und am Ende des Jahres stelle ich fest: Es ist gut geworden, so wie es ist. Niemand hat gesagt, dass es leicht sein muss, wenn es gut werden soll. Ohne Unterstützung, Hilfe und Zuneigung anderer Menschen hätte das Jahr auch einen ganz anderen Verlauf und einen anderen Abschluss finden können.

Jetzt blicke ich zurück. Bin voller Glück, Zuversicht und Zufriedenheit. Und voller Demut und Dankbarkeit. Mit diesem Gefühl werde ich ins Jahr 2019 starten und ich werde aus diesem Grundgefühl heraus mehr denn je versuchen, die richtigen Dinge richtig zu tun.

Blogtechnisch gesehen war dieses Jahr eher eine Null-Nummer. Der letzte Beitrag ist am 6. Mai erschienen. Andere Dinge waren dringender, viele sogar wichtiger. Und im letzten Quartal hat meine Blog-Motivation nochmal einen gehörigen Dämpfer bekommen, als ich miterleben musste, dass Rechtsextremisten aus der AFD in alten Blogtexten von mir rumgewühlt haben um Material für Aktionen gegen das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. zu finden.

Nun sind die Dinge neu sortiert. Meine Säge ist geschärft. Mein Fokus richtet sich neu aus und ich bin voller Tatendrang und Energie. Ich fühle mich ein bisschen wie Rocky Belboa im 3. Teil als er – sich all seiner Ängste und Stärken bewusst – beschliesst, wieder in den Ring zu steigen um seinen Angstgegner zu besiegen und seinen Titel zurück zu holen. (Mit dem Unterschied, dass es bei mir zum Glück nicht um Titel geht…… aber einen Angstgegner hat glaube ich jeder 😉 )

Ich werde hier wieder öfters schreiben und Euch teilhaben lassen, an dem, was mir auf meinem Weg durch 2019 so alles begegnet. Facebook dagegen werde ich noch weiter einschränken – ich fühle mich in diesem Netzwerk zunehmend unwohl. Folgt mir gern bei Twitter (@TMampel) – dorthin wird sich der Schwerpunkt meiner Social-Media-Aktivitäten weiter verschieben.

Ich freue mich auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit Euch im Jahr 2019. Lasst uns die Welt ein bisschen besser machen. Zusammen. Jede/r auf seinem / ihren Platz. Jeden Tag. Überall….. auf ein Neues!

Guten Rutsch und „Happy New Year“

2019 – mit dem Auge des Tigers

(Link zu youtube)

Allein sein

szs_mittelpunkt_1-2018_Cover-722x1024Das Magazin „Im Mittelpunkt“ des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. hat sich diesmal dem Schwerpunktthema „Allein sein“ gewidmet. Hier mein Vorwort zu dieser Ausgabe:

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Alleinsein“ ist das Thema dieser Ausgabe unseres Magazins „Im Mittelpunkt“.

Ein schwieriges Thema. Allein sein ist eine ambivalente Angelegenheit: Auf der einen Seite braucht jeder Mensch Zeiten, in der nur an sich denken und nur für sich sein kann, um zu sich und zur Ruhe kommen. Wenn ich allein bin, ordnen sich meine Gedanken, ich kann mich gehen lassen und komme so allmählich bei mir an. Und dann bin ich wieder fit für Gemeinschaft, Austausch und Kommunikation mit anderen. Bereit für die Arbeit mit Menschen.

Problematisch wird die Sache, wenn man unfreiwillig allein ist. Dann fühlen sich Menschen oft einsam und verlassen. So geht es vielen Menschen, die ihren Partner verloren haben. So geht es sehr vielen alten Menschen, die keinen Zugang mehr zu gesellschaftlichem und kulturellem Leben finden. So geht es vielen armen Menschen, für die es finanziell nicht möglich ist abends mit Freunden, was essen oder trinken oder mal ins Kino zu gehen und Einladungen zu solchen Verabredungen immer ablehnen müssen. Viele Menschen, die aus Krieg und Not zu uns geflüchtet sind, leiden unter Einsamkeit, weil sie ihre Familien zurücklassen mussten und nun nicht nachholen dürfen.

Einsamkeit ist bitter. Einsamkeit macht bitter. Aber: Einsamkeit kann überwunden werden. Wir können aktiv die Gesellschaft anderer Menschen suchen. Auch wenn wir kein Geld haben, auch wenn wir in unserer Mobilität eingeschränkt sind, auch wenn wir hier in dieser Stadt kaum jemanden kennen.

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