Netzwerk-Irrsinn – es reicht!

Heute habe ich mich mal richtig gefreut über einen Blogbeitrag von Marcus Bartelt. In seinem Blog „makketing“ schreibt er heute über das Thema Netzwerk-Irrsinn. „Kontakte schaden nur dem, der sie hat“. So die provozierende Überschrift des lesenswerten Beitrags. „Es ist an der Zeit, mit dieser großen Netzwerk-Lüge abzurechnen, die uns ständig um die Ohren gehauen wird: Kontakte schaden nur dem, der sie nicht hat. Ist Blödsinn. Denn in Wirklichkeit schadet einem diese Art von Kontakten nur. Denn wehe, man hat diesen Aasgeiern der Netzwerkszene aus Versehen seine Karte ausgehändigt: Ab sofort wird man mit mails, Mailings, Anrufen zugeschüttet, die meist unter dem einen oder anderen Vorwand eigentlich nur eins wollen: verkaufen.“ Und Bartelt geht sogar noch weiter: „Das gleiche gilt übrigens ebenso für Netzwerk-Portale wie XING: Auch diese sind mittlerweile verseucht von windigen Anbietern, die “5 Neukunden am Tag – garantiert ohne Kaltakquise!”, “Umsatzsteigerungen jetzt realisieren” oder “Ständig und immer Erfolg. Für jeden. Tag und Nacht” versprechen. Im Grunde sind diese nichts anderes als eine moderne Form der Quacksalber auf den alten Märkten, die mit Wundertinkturen und allerlei Hokuspokus versuchten, ihre Mitmenschen über’s Ohr zu hauen.“ Seine Schlussfolgerung und Empfehlung an uns alle klingt plausibel und hochgradig symphatisch: „Spart euch diese Zeit. Bleibt zuhause. Lest ein gutes Buch. Oder ein Fachmagazin. Das ist allemal eine bessere Verwendung der Lebenszeit als der Besuch einer Netzwerkparty (abgesehen davon: Party geht auch irgendwie anders). Es ist Unfug zu glauben, dass man möglichst viele Kontakte haben muss, denn Quantität zeugt höchstens von Aufdringlichkeit und selten von Substanz. Es ist die Qualität der Kontakte, die man hat, und nicht die pure Menge, die den Erfolg ausmacht.“

Mir hat dieser Blogbeitrag wirklich aus der Seele gesprochen, denn schon seit langem kam mir diese irre Zwang, sich zu jedem Thema mit Gott und der Welt zu „vernetzen“  sehr fragwürdig vor. Ich fühle mich unwohl in diesen Runden, mache mir „Sorgen“, weil mir dieses stumpfsinnige „smalltalken“ nicht so leicht über die Lippen geht und freue mich, wenn ich irgendeinen Vorwand finde, mich schnellstmöglich wieder aus dem Staub zu machen – oder erst gar nicht hinzugehen……

Lasst uns diesen Artikel als Aufruf verstehen: Lasst uns aufhören, Kontakte zu sammeln wie Muscheln am Strand. Lasst uns beginnen, wahrhaftige, tragfähige, vertrauensvolle, wertschätzende, belastbare – also qualitativ hochwertige (Arbeits-) Beziehungen aufzubauen. Es geht immer um Qualität. Und dann dürfen es gern auch viel weniger Kontakte sein….. Ich jedenfalls werde nicht mehr zu solchen Veranstaltungen gehen. Schluss mit dem Netzwerk-Irrsinn.

Den ganzen Artikel von Marcus Bartelt gibt es hier (Link folgen…..)!

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