46

Wechselbäder

Das Wechselbad ist laut Wikipedia „eine physikalische Therapieform, bei der durch den Wechsel von kaltem und warmen Bädern Spannungszustände des vegetativen Nervensystems aufgehoben und das Herz- und Kreislaufsystem trainiert werden sollen.“

Wenn das auch im übertragenen Sinne stimmt, dann habe ich eine sehr gesunde Woche hinter mir: Angenehme aber auch anstrengende Mitarbeiter*innen-Gespräche am Montag (= warm/kalt im schnellen Wechsel) , offene Redaktionssitzung des jugendhilfe-bewegt-berlin-Blogs mit Schülerinnen und Schüler eines Zehlendorfer Gymnasiums  – Pubertät ist, wenn die Sozialarbeiter anstrengend werden 😉 – am Dienstag vormittag (= warm) . Nachmittags dann Meeting im Rathaus Zehlendorf, in dessen Rahmen uns verkündet wurde, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft kein Geld mehr hat, um die von uns in diesem Schuljahr an der 10.ISS erbrachten Leistungen zu bezahlen (= eiskalt) . Drumherum viele kleine und große Termine, mehr oder weniger wichtige Besprechungen (in deren lauwarmen Verlauf manchmal Wechselbad-Gefühle im 10-Minuten Takt kommen und gehen…).

Absoluter Höhepunkt war – neben dem Auftritt bei „Baumann & Friends“ ( = sehr sehr warm) am Freitag Abend im Grüezi – natürlich die Präsentation des eBooks „Das Prinzip .garage“ (= kochend heiss) , das ich zusammen mit Jeannette Hagen geschrieben habe und das am Freitag im Rahmen der .garage-Gründerwoche offiziell vorgestellt wurde. In dem Buch stellen wir 11 Gründungsgeschichten vor. Darunter einige Gründerinnen und Gründer aus den .garagen in Berlin, Dortmund und Hamburg. Aber auch Gründungen, die – ohne Unterstützung des Gründungs- und Unternehmerzentrums .garage – ihren Weg gemacht haben und als Beispiel,  Mutmacher  und Inspiration für andere dienen können und sollen.

Präsentation "Das Prinzip .garage"

Präsentation „Das Prinzip .garage“

Dr. Andreas Lutz („Mr. Gründungszuschuss“) hat hierfür hervorragende, weil treffende, Worte in seinem Vorwort zu unserem Buch gefunden: „Die große Mehrzahl der in Deutschland gegründeten Unternehmen sind keine Internet-Startups, beschäftigen nicht nach wenigen Monaten schon eine große Zahl von Mitarbeitern und erfordern auch gar keine gewaltigen Investitionen. Zum allergrößten Teil sind es Einzelunternehmer und kleine Teams, die zunächst einmal einen Arbeitsplatz für sich selbst schaffen wollen und dann im weiteren Verlauf, vielleicht, für weitere Mitarbeiter. Es geht hier also nicht um vom Glück begünstigte Unternehmer, die ihren in diesem Ausmaß mehr oder minder zufälligen Erfolg nachträglich durch ihre Persönlichkeitseigenschaften oder einzelne riskante Entscheidungen zu erklären versuchen. Von solchen success stories kann man in Wahrheit wenig lernen. Sehr viel mehr lernen kann man von ganz normalen Menschen. Von denen, die den Unternehmer in sich – oft während einer Phase der Arbeitslosigkeit – erst entdecken, die ihre zunächst nicht selten recht blauäugigen Geschäftsideen in Gesprächen mit Beratern und potenziellen Kunden zurecht schleifen, die sich die Finanzierung durch einen Kredit erst erkämpfen oder ihre Aversion gegen die für Unternehmer alltägliche Bürokratie überwinden müssen. Auch wenn die Selbständigkeit nicht in allen Fällen erfolgreich ist – die allermeisten Gründer entdecken im Verlauf dieses Prozesses ungeahnte Kräfte in sich, entwickeln ein ganz neues Selbstbewusstsein, Fachwissen und Vertrauen in die eigene Urteilskraft.“

Ich hoffe sehr, dass Ihr von diesem Buch genau so begeistert sein werdet, wie die, die schon mal reingucken durften oder die bei der Lesung dabei waren. Ab nächste Woche ist das eBook im Book-Store Eures Vertrauens käuflich zu erwerben ( = heiss)

Am Samstag  heisst es nun, sich von dieser teils niederschmetternden (= eiskalten) und euphorisierenden ( = kochend heissen) Wechselbadwoche zu erholen. Zu jeder guten Therapie gehört schliesslich auch eine angemessene Regenerationsphase. Und die werde ich nutzen – bevor es am Sonntag dann weiter geht mit Siegen und Niederlagen und ganz persönlichen Triumphen bei der „Berliner Marathon Staffel“ auf dem Tempelhofer Feld und bei dem ich mit der Startnummer 939 das Staffel-Team des Stadtteilzentrum Steglitz auf eine harte Geduldsprobe stellen werde 😉

schreib einen Kommentar.....

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s