47: „die perfekte Organisation“

Die zurückliegende 47. Woche war zweigeteilt: Montag bis Mittwoch Mitarbeitergespräche, Sitzungen, Planungstreffen, Papierkram. Und eine erfreuliche Nachricht: Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat ihre Aussenstände für die Ganztagsbetreuung an der 10.ISS fast vollständig bezahlt. Jetzt fehlen nur noch 16.000.- Euro. Die kriegen wir auch noch rein. Genau wie die rund 20.000.-, die aufgelaufen sind für die Hortbetreuung an Grundschulen, an denn wir für die EFöB (ergänzende Förderung und Betreuung) zuständig sind. Ich bin absolut optimistisch, dass das alles bald glatt gezogen ist 😉
Von Donnerstag bis Samstag dann Klausurtagung mit den Projektleiterinnen und Projektleitern des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. in Rangsdorf. Mir qualmt jetzt noch der Kopf. Aber dafür ist mein Jahreszielplan 2014 fertig – und auch  die Planungen der Projektleiter*innen sind soweit vorangeschritten, dass wir schon in die konkrete Planung der projektübergreifenden Aktionen und Projekte in den jeweiligen Regionen, in denen wir tätig sind, einsteigen konnten.

Am Freitag Abend habe ich meine Kolleginnen und Kollegen mit einer Idee und einem Vorschlag zur spontanen Umsetzung „überrannt“:  Ich bat die 19 Projektleiter und Projektleiterinnen, mal ganz spontan und ohne lange nachzudenken, Merkmale für eine „perfekte Organisation“ zu benennen. Auslöser für diese Idee war ein Satz, den mir der Geschäftsführer eines befreundeten Jugendhilfe-Trägers mal eingepflanzt hat: Auf die Frage, was sein wichtigstes bzw. größtes Ziel als Geschäftsführer seines Unternehmens sei, antwortete er: „Ich will die perfekte Organisation schaffen.“ Als geübter Sozialpädagoge tat ich mich natürlich erstmal schwer mit dem Begriff „perfekt“. Perfektion scheint ein nicht zu erreichender Zustand zu sein. Die meisten Menschen, die ich kenne, halten es nicht mal für besonders erstrebenswert perfekt zu sein. Perfektionismus gilt eher als Krankheitssymptom – weniger als Synonym für  zielorientierte Handlungsstrategien…..
Ich war nun natürlich sehr gespannt, was meine Leute zum Thema „perfekte Organisation“ zu sagen hätten. Das Ergebnis war überraschend. Aber auch wieder typisch für das Stadtteilzentrum. Nur ganz kurz Klärung der Begrifflichkeit. Dann Verständigung bzw. Konsens zur Grundhaltung: Wenn wir Leitungsverantwortung und die Möglichkeit zur Gestaltung unseres Arbeits- und Wirkungsbereiches haben – dann ist es richtig und plausibel, unter den vorhandenen (und nicht-veränderbaren) Rahmenbedingungen das best-mögliche aller denkbaren ( = perfekte) Ergebnis erreichen zu wollen und sein Handeln danach auszurichten.

In einer 45-minütigen Session haben die KollegInnen sich dann auf sieben Merkmale verständigt, die aus ihrer Sicht eine perfekte Organisation auszeichnen  und sie haben auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (voll und ganz gegeben) angegeben, wo sie das Stadtteilzentrum derzeit gerade sehen.

Die sieben Merkmale sind:

> Effektivität
> gelebtes Qualitätsmanagement
> 100%-ige Kundenorientierung extern
> 100%-ige Kundenorientierung intern
> Nachhaltigkeit
> Mission, Vision, Ideale, Aufträge und Ziele der Organisation sind klar
> die Organisation muss  Spass machen.

Beim Ranking gab es erwartungsgemäß ein sehr differenziertes Bild… … Fazit: Wir sind auf einem guten Weg, in einzelnen Bereichen aber noch ganz schön weit entfernt davon, perfekt zu sein. Aber die Organisation macht auf jeden Fall Spass. 🙂

Wir werden die Kriterien jetzt jedes Jahr wieder rausholen und bei der PL-Klausur ranken lassen….. Wenn wir die richtigen Dinge richtig machen, müssten wir uns unserem herausfordernden Ziel eigentlich in mehr oder weniger großen Schritte – aber kontinuierlich –  nähern……

Was denkt Ihr: ist das Ziel (perfekte Organisation) sinnvoll, richtig und wichtig? Bitte nehmt teil an dieser kleinen Umfrage – ich bin neugierig und gespannt auf die Feedbacks.

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