„Soziale Verantwortung“? – 140 Zeichen reichen nicht…..

© Stauke - Fotolia.com

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Vor ein paar Tagen haben die Kollegen von responti auf Twitter die Frage gestellt, was für uns „soziale Verantwortung“ bedeuten würde. Ich habe geantwortet: „meinen bestmöglichen Beitrag für eine gerechte und solidarische Gesellschaft zu leisten…“  Twitter lässt nur Nachrichten mit 140 Zeichen zu – es versteht sich daher von selbst, dass die Beiträge dort eher oberflächlich und schlagwortartig daher kommen….. Aber zum Glück, kann ich meine Gedanken ja in meinem eigenen kleinen Blog etwas ausführlicher erläutern 😉

Was bedeutet „Soziale Verantwortung“  für mich konkret?

  • Ich engagiere mich für Menschen, die schlechtere Startbedingungen haben als andere, damit auch sie die Chance haben, das Beste aus ihren Talenten, Ressourcen und Möglichkeiten zu machen.
  • Wenn es Menschen schlecht geht und sie Mangel leiden, frage ich nie, woher sie kommen und wohin sie wollen. Auch die „Schuldfrage“ stellt sich nicht. Wer Hilfe und Solidarität braucht, muss Hilfe und Solidarität bekommen.
  • Ich streite politisch gegen Ungerechtigkeit und Armut. Ich bin Mitglied der SPD – für mich (!) die richtige Heimat für Menschen, die sich für eine solidarische und gerechte Gesellschaft engagieren möchten. Ich habe aber auch hohen Respekt vor (fast) allen anderen Meinungen und vor Menschen, die sich in ehrenwerter Absicht für eine bessere Welt engagieren  – auch und gerade wenn sie dies in einer anderen (demokratischen) Partei oder Initiative tun. Viele Wege führen zum Ziel. Wir brauchen eine „Koalition der guten Leute“. Manche der fortschrittlichsten und engagiertesten Mitmenschen, die ich kenne, sind in der CDU. Das finde ich gut.

  • Ich versuche dort, wo ich direkten Einfluss habe (als Geschäftsführer des Stadtteilzentrum Steglitz oder der .garage berlin ) gute und gerechte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung sicherzustellen und dauerhaft zu garantieren. Ich möchte, dass unsere Mitarbeitenden das (für sie) Bestmögliche aus ihrem Leben machen können – bezogen auf das Arbeitsumfeld möchte ich, dass sie sich darin gefördert und wertgeschätzt fühlen.
  • In den beiden Unternehmen / Organisationen, die ich leite, stehen Projekte und Angebote im Mittelpunkt, die direkt und/oder indirekt zu beitragen, dass sich die Lebenssituation der Menschen mit denen wir arbeiten nachhaltig verbessert. In der garage berlin entwicklen wir aktuell einen inhaltlichen Schwerpunkt „Social Entrepreneurship / Soziales Unternehmertum“. Wir glauben, dass soziale und gesellschaftliche Probleme auch mit unternehmerischen Mitteln gelöst werden können.
  • Bei allem, was ich tue, versuche ich möglichst  wenig Schaden für die kommenden Generationen anzurichten…… Ich über mich im „enkeltauglichen wirtschaften“….

Was bedeutet „Soziale Verantwortung“ für Euch? 

2 Gedanken zu “„Soziale Verantwortung“? – 140 Zeichen reichen nicht…..

  1. „Enkeltaugliches Wirtschaften…“ – großartiger Begriff! 🙂

    Was bedeutet soziale Verantwortung für mich…?

    Zum Beispiel, dass ich voriges Wochenende mit zwei Mitbewohnerinnen in der Gemeinschaft, in der ich lebe, eine hausinterne Klausurtagung geleitet habe, in der wir uns mit Konsum/Nutzung/Verbrauch und unserem jeweiligen Verhalten in dieser Hinsicht befasst haben. Spannende Projekte sind entstanden!
    Anzuerkennen, dass an Harald Welzers Aussage „Die Party ist vorbei“, auf Wachstum bezogen, etwas dran sein könnte…

    Für mich bedeutet soziale Verantwortung auch, sozialverträgliche Kommunikation zu pflegen und zu schulen (https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2015/01/10/das-desaster-der-kommunikation/) und beruflich als Coach Menschen auch dann in ihren Klärungsprozessen zu begleiten, wenn sie sich das nicht leisten können, mein Honorar erheblich zu kürzen bzw. mit Geringstverdienern honorarfrei zu arbeiten.

    Und manchmal ist soziale Verantwortung für mich auch, die eigenen Schwächen gut akzeptieren zu können und nicht zu streng mit mir und den eigenen Ansprüchen zu sein…

    Stimmt, 140 Zeichen reichen nicht. 😉
    Lieber Thomas Mampel, Danke für diese Inspiration.

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  2. Was Du da beschreibst kann ich zu 100%unterstützen.
    Wir alle können aktuell zeigen das wir zu den Helfern gehören,und zwar in der Nachbarschaft,im Kiez,in der Familie ja Oma und Opa diese Hilfe wird gebraucht und wir machen es gern aus Überzeugung weil wir Helfer sind. Aber geht es den so weiter ? Was ist jetzt mit den vielen Menschen die zu uns stoßen,in unser Land kommen ,und ja Sie kommen bis vor unsere Haustür.
    Man nennt Sie die Flüchtlingen,die Asylanten,und ja manche sagen auch die Schmarotzer. Das alles ist aber gar nicht so neu ,eswar eigentlich immer irgendwie ein kommen und gehen jedenfalls aus meiner Sicht.
    Wir sagen zum Glück die meisten von uns Jawort wollen Flüchtlingen zeigen durch unser Angagemong sei willkommen,ich selbst war dabei als Sie in Sporthallen untergebracht wurden.Hunderte von Betten wurden gestellt eine Feldküche eingerichtet,eben das Nötigste.
    Wir bekamen so viele Spenden für alle Menschen dieser Welt,wir können alle einkleiden mit den besten Schuhen und Jacken wir geben Duschgeel Zahnpflegemittel und Spielzeug für die Kinder regelmäßig aus mit vielen Helfern. Ein Augenblick tauchen wir,aber auch nur wer sich traut ein ,in einen Raum der so Menschenunwürdig ist ,das ein Pandabär aussterben würde wen er dort nur 1Woche Leben müßte,aber keine Angst das wird bei uns nicht passieren,weil wir wissen was ein Pandabär braucht. Was Menschen brauchen das sollte uns interessieren,und deshalb Helfen wir und werden laut ja die die sich trauen in die stinkenden Hallen zu gehen.
    Diese Helfer sehen jeden Tag,das ist nicht in Ordnung wenn man sagt seit willkommen.Ist das was wir zu bieten haben große Hallen mit einer Belegung von 250 Menschen Essenzeiten werden vorgegeben ja auch die Mengen. Ich könnte jetzt Stundenlang weiterschreiben, wollte eigentlich nur darauf aufmerksam machen das es wichtig ist zu Helfen für wen auch immer. Auch wenn euch ein Gefühl von Machtlosigkeit überkommt,ja dann brauchen wir Menschen die den Mund aufmachen und es in die Welt schreien oder mit dem Finger in die Wunde hallten.Ich mach das ,macht Ihr es auch.
    Wir können uns treffen am 23.12015 in KiJuNa
    Scheelestraße 145,12209 um 18Uhr zum Helfertreffen.
    Ein Helfer!!!!!!! Mit Herz und ohne Mundschutz.

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