Was macht Euch stark?

Jeder kennt es: Auf gute und erfolgreiche Phasen folgen fast regelmäßig zähe und weniger erfolgreiche Phasen….. Über alles, was gut läuft, lesen wir viel bei Facebook, Twitter und Co.! Wenn es schlecht läuft, schreiben wir eher weniger dazu….. Verständlich irgendwie, aber eigentlich schade. Denn gerade auch in den schwierigen Phasen lernen wir viel für alle anderen Aufgaben (und Zeiten)…

soundcloudIn einem kurzen Podcast habe ich Euch gebeten, mir zu verraten, was Euch stärkt und motiviert, wenn es mal nicht so gut läuft… Wie richtet Ihr Euch auf, wenn Euch der Alltag niederringt, was hilft Euch, tatkräftig die Ärmel hochzukrempeln, wenn alle anderen frustriert das Handtuch werfen…..?

Hier mein Podcast ( K L I C K E N  – und weiter zu Soundcloud)

Ich freue mich auf Eure Kommentare – und auf den Artikel, der daraus entsteht…….

12 Gedanken zu “Was macht Euch stark?

  1. Lieber Thomas,

    danke für den Podcast. Und die Frage, wie ich mich motiviere, um wieder raus aus meinen immer wieder auftauchenden Löchern zu kommen?

    Hm, gar nicht leicht zu beantworten. Meine Ma hat vor kurzem einmal gesagt, dass wir (meine Familie und ich) „Gottvertrauen“ haben sollten. Anfangs war ich etwas skeptisch: meine Zeit als Messdiener liegt schon lange hinter mir, meine Kirchenbesuche wurden mit der Anzahl der Jahre entsprechend weniger. Aber nach und nach, im Gespräch, vor allem mit meiner Frau, wurde uns bewusst, dass sie nicht unrecht hat.

    Gottvertrauen:

    Vertraue in etwas, dass alles andere als greifbar ist, das nicht sichtbar, nicht anwesend und auch nicht wirklich „denkbar“ und vor allem nicht beeinflussbar ist.

    In der heutigen Zeit, in der es Waagen mit WLAN-Verbindung, Uhren mit Verbindung zum Telefon und die permanenten Versprechungen gibt, dass alles „machbar“, alles „steuerbar“, alles und jeder „optimierbar“ ist und die Realität doch eine völlig andere zu sein scheint, ein eigentlich schöner Gedanke.

    Es ist nicht alles steuerbar, aber nimm dir die Zeit, warte ab, es wird schon. Zu diesem Zustand versuche ich mehr und mehr hinzukommen.

    Weil: Was ist wirklich wichtig? Meine nächste Beförderung? Mein nächstes erfolgreiches Projekt? Mehr Geld? Mehr von irgendwas?

    Eigentlich nicht. Wichtig sind meist Dinge, die wenig beeinflussbar sind, wie bspw. die Gesundheit meiner Kinder.

    Und der Gedanke daran motiviert mich, auch wieder weiter zu machen. In der Hoffnung, dass es schon werden wird.

    Etwas konkreter?

    Sport, Bier und Listen abarbeiten… 😉

    Jetzt aber genug und Grüße aus Magdeburg…

    Hendrik

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  2. Hat dies auf Wünschen. Wollen. Tun. rebloggt und kommentierte:
    Ein anregender Blogpost vonThomas Mampel.
    Ich find’s ganz gut, Bloggedanken auch zu hören, allerdings hat mich die Tonqualität etwas angestrengt. Vielleicht lag es an SoundCloud, vielleicht am Stream.

    Mir gefällt aber der Beitrag inhaltlich sehr.
    Allein schon das Erinnern an die Ressourcen ist eine Ressource selbst, die ich mit Klienten/Klientinnen oft anspreche.
    Ich nutze das natürlich auch selbst. Außerdem hilft mir Gelassenheit, die eigenen Gedanken nicht über alle Maßen ernst nehmen. Es tut mir gut, mich dran zu erinnern, dass ich einen Körper habe (der ja heutzutage gern mal vergessen wird) und Körperübungen häufiger als sonst einzustreuen ins Tagesgeschäft.
    Humor finde ich auch unverzichtbar. Julie Henderson (Zap-Chen Somatics) beschreibt eine Übung, bei der mensch mit der Zunge hinter der Unterlippe über ernste Themen, über Sorgen vor sich hin spricht, lallt… es ist erstaunlich, wieviel Schwere das von Frustrationen nehmen kann. 😀

    Die beste Quelle für mich ist allerdings Vertrauen und Gelassenheit. Manche gute Entwicklung ist bereits in Bewegung, lediglich sind die Ergebnisse noch nicht eingetroffen. Das Gras wächst nicht schneller, wenn mensch dran zieht.
    Auch der Gedanke an Glück im Unglück ist eine Ressource. Hierzu ein Blogpost von mir aus dem November:

    https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2014/11/04/gluck-im-ungluck/#more-304

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      • Na, wer ist nicht in der Versuchung, immer mal wieder am Gras zu ziehen (und tut’s dann auch)… die Zahl derer dürfte gering sein. Die Geduld hat sich bei mir nur mit – na klar, Geduld – geübt. Ich glaub aber wirklich, sie ist größer geworden mit den Jahren. War größte Herausforderung für mich, jetzt sind es andere Themen, die manche Menschen schon längst bewältigt haben…

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  3. Gutes Thema! Die ersten Gedanken dazu: was lernt man als Kind? Erfolg/ gute Leistung wird eigentlich immer belohnt und (z. Bsp. an die Verwandschaft oder Nachbarn) weitererzählt, Fehlschläge werden unter den Teppich gekehrt oder bestraft. Das reicht vom Säugling bis zum erwachsenen „Kind“. Wie geht Schule mit Fehlern oder sog. schlechten Leistungen um? Hier überwiegt doch die „Bestrafung“ denn die Idee, gemeinsam einen besseren Lernweg zu finden. Als Kind lernt man, wer leistet und fleißig ist, hat Erfolg. Wer keinen Erfolg hat, war nicht fleißig/ artig. Also besser „in der letzten Reihe verstecken“. Nicht nur ein Teilbereich/ die Arbeit ist schlecht gelaufen, sondern das Gefühl wird vermittelt, die Person ist damit auch ungenügend! (Warum also Misserfolge bloggen?)Die besten Freunde kennen das und leiden mit. Und das Gefühl bleibt im Erwachsenenalter: meine besten Freunde kennen mich mit allen Ecken, man ist ehrlich zu einander, der andere ist wichtig, wir wertschätzen uns. Im Fall von Energie- und Leistungsmangel, in schlechten Zeiten kommt von da eine Energietransfusion. Oft auch in Form von „Egoaufbauarbeit“ (Du schaffst das). Disziplin hilft mir in schweren Zeiten sehr. Nie aufgeben, immer weiter kämpfen. Eine Priese Humor! Und: Struktur in die Denke bringen, herausfinden, was man will/ braucht und das dann konsequent und zielstrebig durchsetzen. An sich und das Ziel glauben und wissen, Fehler sind nicht der Untergang, sondern meist nur ein Umweg zum Erfolg. Resumée: kämpfen/ anpacken muss ich alleine, aber ich stehe nie alleine da. Im Rücken meine Freunde (ein Team, die Kollegen) und das Wichtigste: mein Glauben als Basis, der meinen Füßen festen Stand gibt! Und wenn mal was schief geht, dann ist eine Sache nicht gut gelaufen, aber ich bin gut, ich kann was und beim nächsten Mal wird es besser! Weitermachen!
    P.S. Aktuell habe ich einen Kampf, bei dem ich selbst wenig leisten kann, außer, dass ich mir Hilfe organisiere. Jetzt puschen mich meine Freunde und Kinder! Danke an dieser Stelle!

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  4. Das beste Mittel, die Ärmel hoch zu krämpeln und mich zu motivieren, wenn es mal nicht so gut läuft, ist mich zu ärgern: Mich über mich selber zu ärgern, dass ich Selbstmitleid versinke und/oder etwas vermeintlich nicht hinbekommen … das halte ich maximal 1 1/2 Tage aus, dann gehe ich mir selber so auf die Nerven und es beginnt die „Jetzt-erst-recht-und-ich-beweise-es-mir“ Phase. In der Phase entwickele ich einen wohltuenden Trotz, der mir vor Augen führt, was ich in meinem Leben erreicht habe, welche schönen Erfolge und Entwicklungen ich erleben durfte und besonders, durch welche Schwierigkeiten und Probleme ich persönlich gewachsen bin.

    Letztendlich kommt mir auch ein unerschütterlicher Optimismus zugute, der zwar nicht alles rosarot betrachtet, jedoch überzeugt davon ist, dass wir den positiven Ausgang jeglicher Misere selber in der Hand (oder im Kopf) haben!

    Und Motivation … die Überzeugung, das mir mögliche Richtige für gute Menschen, Vorgänge, Ideen, Projekte, Entwicklungen, Überzeugungen … … … zu tun … auch Quelle von Freude – reicht mir! 🙂

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    • ja….. ich weiss, was Du meinst. Ich kenne dieses Gefühl auch: „Jetzt erst recht“…Ich habe dafür ein inneres Bild eines Indianers….. Nicht so ein Winnetou-Verschnitt, sondern ein stolzer, sich seiner selbst sicherer Kämpfer. Stark. Verletzlich. Zuversichtlich. Stolz auf sich und das Leben. Kennst Du das Buch „Der Pfad des friedlichen Kriegers“ von Dan Millmann? Das ist ein (inneres) Bild, das mich immer motiviert und aufbaut….. immer dann, wenn ich gefährdet bin, mich selbst zu bemitleiden, weil es gerade mal ein bisschen anstrengend ist 😉

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  5. 😀
    Thomas als Audio Podcast, ein bißchen wie das Wort zum Sonntag…

    Lass Dich nicht verspotten, Thomas, Du probierst immer Neues aus – das gefällt und imponiert mir. Und wenn Dich doch mal einer ärgert, so wie ich, dann wisse, es hat viel mit Neid zu tun. Und nie vergessen: erst ignorieren sie Dich, dann lachen sie Dich aus, dann bekämpfen sie Dich – und dann hast Du gewonnen. Während ich noch in der ersten Phase bin, bist Du schon ganz woanders.

    Zur Sache. Meine kleine Tochter (5) hat heute Freischwimmer gemacht, das baut mich auf. Mich richtet aber auch auf, dass meine große Tochter (2. Klasse) zurzeit vor Stress schlecht schlafen kann. Das zeigt mir, dass ich mit meiner ganzen Kraft gebraucht werde und wo meine Prioritäten sein sollen. Mich bauen Menschen auf, die mich nicht für meine Erfolge lieben, sondern vor allem auch für meine Schwächen. An die denke ich dann, oder ich verabrede mich.

    Die Zukunft birgt so viele Chancen. Meist schaffe ich es, auch in schlechten Phasen nach vorne zu schauen, eigentlich immer – zum Glück war ich nie in ausweglos erscheinenden Situationen. Na ja, einmal, aber heute weiß ich, es war der Anfang von allem, was danach kam. Und das war gut, nein, fantastisch.

    Kraft kriege ich beim Joggen, beim Kanu fahren. Und bei Youtube, zum Beispiel hier:

    oder hier:

    oder dort:

    Für Menschen wie mich sagte Woody Allen einmal: „Ich hasse die Realität, aber sie ist der einzige Ort, an dem ich ein gutes Steak bekomme“. Er hat Recht! In unserer Fantasie gelingt uns alles, da sind wir wahlweise Harrison Ford, Batman oder Xavier Naidoo. Aber nichts schmeckt so gut wie das Leben, mit allem, was dazu gehört: dem Neid, der mich kitzelt, weil immer einer besser ist als ich. Der Liebe, die ich gebe, und die wie ein Bummerang zurückkommt, wenn ich gerade nicht damit rechne.

    Die Nervensägen, die Freunde, die Besserwisser. Diejenigen, die mich ignorieren gehören zu meinem Leben ebenso wie die, die mich auslachen oder bekämpfen. Es ist das Leben selbst, das mich bisher immer wieder aufgebaut hat. Und dafür bin ich sehr dankbar.

    Und manchmal ärgere ich gerne meine Freunde. Zum Beispiel mit viel zu langen Kommentaren, die nur am Rande etwas mit ihrer Frage zu tun haben. Bin schon gespannt auf Deinen Artikel.

    😀

    Gefällt 2 Personen

    • Lieber Oliver – vielen Dank für Deinen Kommentar und die youtube-Links….. und den Spott habe ich redlich verdient 🙂 „Das Wort zum Sonntag“ – ein passender Vergleich…… Ich hatte beim abhören des Podcasts immer überlegt, woran mich das Gequatsche erinnert….. jetzt weiss ich es! 🙂 Ich vermute, dass meine Podcasts mit jeder Folge immer besser werden….. Und wenn nicht, dann hoffe ich, dass sich irgendjemand traut mich zu bremsen 😉

      Schöne Grüße zum Feierabend
      Thomas

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