Lesetipp: „Wir Abgehängten – Plädoyer für eine Managementwende“

Ich bitte um Verständnis, dass dieser  Beitrag in meinem Blog hauptsächlich aus einem Zitat besteht. Aber der Text aus dem ich zitiere hat es in sich. Oliver Schmidt formuliert auf der Plattform Carta ein flammendes Plädoyer für eine längst überfällige Managementwende.

Oliver Schmidt

Oliver Schmidt

Seine These: Deutsches und europäisches Management ist  verhaftet in alten und überholten Modellen, die aus den Ur-Zeiten der industriellen Epoche stammen –  die aber nicht geeignet sind die Herausforderungen an die Gestaltung von Kunden-Produzenten-Beziehungen in der Ära der digitalen Revolution zu meistern. Amerikanische und asiatische Geschäftsmodelle zeigen den Weg auf – radikal, grundsätzlich, kompromisslos.

Wie stellen wir uns diesen Herausforderungen – was bedeuten diese Herausforderungen insbesondere auch für die Sozialwirtschaft –  einer Branche, die unter heftigstem Innovationsdruck steht?

Oliver Schmidt hierzu:

„Der Kopf ist ja bekanntlich rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Auch Innovation verläuft nicht linear, und deshalb lässt sich nicht vorhersagen, wo sie beginnt, wie sie verläuft und wo sie endet. Statt sich eindimensional auf Produktinnovation zu fixieren ist es für Unternehmen wichtig, Veränderung auf allen Ebenen zuzulassen und zu fördern: Unternehmenskultur, Kundenbeziehungen und Management sind Handlungsfelder, die mindestens ebenso nach Innovation fragen, wie unsere Angebotspalette.

Ein schönes Beispiel ist ein Feld, in dem deutsche Unternehmen eigentlich gut dastehen: das Eintreten für gesellschaftliche Fragen. Dass etablierte Firmen Verantwortung für die gesellschaftlichen und ökologischen Folgen ihres Geschäftsmodells übernehmen, ist nicht neu. Aber selbst hier sind Werkzeuge häufig starr und einfallslos: Nachhaltigkeitsmanagement und CSR-Berichterstattung nach Indikatoren, Standards und Richtlinien, die kaum ein Experte, geschweige denn der Kunde versteht, die dafür aber internationalen Normen entsprechen. Diese Nachhaltigkeitsberichte liest kein Mensch, hier wird Verantwortung zwischen zwei Deckeln Recyclingpappe eingeheftet und abgelegt. Damit vergeben wir eine riesige Chance, Kunden, Partner und die Öffentlichkeit interessiert nämlich, was für sie herausspringt, wenn Unternehmen Geschäfte machen. Aber die Kommunikation ist nicht einfallsreich, nicht elegant und durch nichts inspiriert.

Dabei warten innovative Köpfe, Ideen und Geschäftsmodelle geradezu darauf, von den Großen entdeckt zu werden. Social Entrepreneurs sind hyperaktiv und gut vernetzt, Betterplace, The Changer und Ashoka bilden nur einen kleinen Teil der riesigen Gemeinde von Akteuren ab, deren Ideen manchmal naiv, manchmal visionär und häufig voller Energie vorangebracht werden.

Gesellschaftliches Engagement wird hier nicht in klassischen Vereinsstrukturen oder in Bürgerinitiativen angepackt, sondern mit den Mitteln des Unternehmertums. Ein ideales Recruitingreservoir für die Personalmanager und Trendscouts der klassischen Wirtschaft eigentlich, doch findet die Vernetzung etablierter Firmen mit den jungen und sozialen Wilden noch zu wenig statt.“

Bitte lest den ganzen Beitrag! Unbedingt.

LINK ZUM BEITRAG: H I E R  K L I C K E N 


 

Oliver Schmidt ist Unternehmensberater, neben Sven Dönni und Thomas Mampel Geschäftsführer bei den .andersberatern  sowie Gründungsberater für Student/innen und Absolvent/innen zahlreicher Universitäten. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

 

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