3 Tipps für ungestörtes Arbeiten

© alphaspirit - Fotolia.com

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Im Moment habe ich unglaublich viel zu tun. Von „Sommerloch“ überhaupt keine Spur……Ich komme nicht mal mehr dazu hier regelmäßig zu bloggen. Das muss sich ändern……

Und immer wenn ich viel zu tun habe, dann bin ich offen für und neugierig auf gute Tipps zur Steigerung meiner Produktivität. Dabei geht es mir nicht darum, immer mehr mehr in kürzerer Zeit zu schaffen, sondern darum, in der mir zur Verfügung stehenden Zeit die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, die bestmögliche Leistung „abzuliefern“.

Ich habe in den letzten drei Wochen drei neue Gewohnheiten in mein Leben integriert, die meine Produktivität erheblich beeinflusst haben. Probiert es einfach auch mal aus, und berichtet, was für Erfahrungen Ihr so damit macht……

Hier meine 3 Tipps für Euch:

Tipp 1: ALLE (!) Benachrichtigen und Hinweise auf Euren Geräten ausschalten

Ich bin von Hause aus neugierig. Und wenn ich an irgendeiner Sache arbeite, und ich sehe, dass gerade eine Mail reinkommt, bei Facebook 5 Meldungen und bei Twitter drei Neuigkeiten auf mich warten, dann kann ich mich nicht beherrschen. Ich unterbreche meine Aufgabe, gucke nach und wende mich dann wieder meiner Aufgabe zu. Unterwegs und in Sitzungen ist das auch so: Mitten im Gespräch sehe ich plötzlich den roten Kreis mit der „5“ am Facebook-Icon auf meinem Smartphone – und natürlich sehe ich sofort nach. Vom weiteren Gesprächsverlauf bekomme ich parallel natürlich wenig mit – und ich brauche manchmal sehr lange, bis ich den „Faden“ wieder aufgenommen habe……

Ich habe vor drei Wochen – quasi in Notwehr – alle Benachrichtigungen auf all meinen Geräten abgeschaltet. Keine Kennzeichensymbole mehr, keine Hinweise, keine akustischen Signale……alles aus. Und es ist GUT! Ich arbeite fortan konzentrierter an der mir vorliegenden Aufgabe, bin konzentrierter in Gesprächen und habe das Gefühl, dass ich in der gleichen Zeit mehr und bessere Ergebnisse schaffe……. Wenn ich eine Aufgabe abgeschlossen habe, gucke ich „zur Belohnung“ bei Facebook, Twitter, Google+ plus vorbei oder checke meine Mails. Die dann notwendigen Interaktionen arbeite ich im Block ab – das geht schneller als man denkt. Vor allem die Tatsache, dass ich nun bewusst in meinen Social-Media-Kanälen unterwegs bin, trägt sehr dazu bei, dass ich die Meldungen dort richtig bewerte und einsortiere. Es fällt mir leichter Prioritäten zu definieren….

Tipp 2: Ich bin  telefonisch nicht erreichbar

Wer versucht, mich telefonisch zu erreichen, wird feststellen, dass man mich fast nie erreicht. In 99% aller Fälle springt sofort meine Mailbox an. Diese Gewohnheit ist ungemein produktivitätsfördernd: Ich werde nicht bei der Arbeit gestört, kann aufgrund der hinterlassenen Sprachnachricht selbst entscheiden ob und wann ich zurückrufe und: Ich kann  mich auf das Gespräch vorbereiten und ggf. noch ein paar Hintergrundinfos checken etc. – das geht selten, wenn ich vom Anrufer „überfallen“ werde. Ausgenommen sind natürlich ganz enge Mitarbeiter und Familienangehörige und ein bis zwei Freunde. Die erreichen mich immer. Eine wunderbare Funktion die man unter „Nicht stören“ auf dem iPhone einstellen und steuern kann…..

Tipp 3: Benutze so wenig Apps wie möglich

Es gibt so unglaublich viele tolle Apps, die uns versprechen immer besser und produktiver arbeiten zu können. Ich kenne viele – denn  ich habe eine Schwäche für tolle Apps, die das Leben leichter machen wollen….. Ich habe unzählige Apps ausprobiert – aber keine war perfekt. Die eine erfasst prima Aufgaben, aber die Verlinkung zu den Notizen ist blöd. Die andere gestaltet den Zugang zu meinem Referenzmaterial kompliziert. Die nächste hakt bei der Synchronisation der verschiedenen Devices. Also wurde dann auch die nächste (nicht perfekte) App ausprobiert und getestet…. So ging das ewig….. Irgendwann habe ich akzeptiert, dass es DIE perfekte App nicht gibt und beschlossen alles in einer einzigen App abzubilden, was wichtig für mich ist und diese bestmöglich für mich anzupassen. Und: Ich habe beschlossen (das ist der eigentliche Tipp) dabei zu bleiben (und nicht weiter „rumzutesten“). Bei mir ist es die einzige und ultimative App, mit der ich mich und meine Arbeit organsiere  EVERNOTE.  Wie ich mit Evernote arbeite, habe ich an dieser Stelle mal beschrieben: „GTD mit Evernote„.  Ich spare unglaublich viel Zeit und Nerven, weil ich nicht mehr ständig zwischen den Apps hin- und herhüpfe und nicht mehr ständig neue Workflows verinnerlichen muss.

Ich freue mich über Eure Rückmeldungen und Kommentare – und über Eure Tipps für entspanntes und produktives Arbeiten!

8 Gedanken zu “3 Tipps für ungestörtes Arbeiten

  1. Vielen Dank für die Tipps! Ich bin da sehr ähnlich- sobald ich die roten Nummern sehe, lasse ich alles liegen und schaue nach. Es kann ja wichtig sein, aber im Endeffekt, so wie du es sagst, ist es nicht. Den Kommentar kann ich auch später lesen. Bei mir klingelt das Handy nicht so oft, also die „nicht stören“ Funktion würde ich nicht machen, aber auf lautlos habe ich es. Handy in Meetings nehme ich nicht mit, da stimme ich Eike zu. Alles in eine App jedoch.. ich mag Apps und verschiedene zu benutzen macht mir Spaß. Ich freu mich dann eher auf die Aufgabe, da ich weiß ich kann diese tolle App benutzen. Evernote ist echt gut, aber Apps wie Asana, primaERP und Slack sind schicker und machen die Arbeit vielfältiger. Also echt gute Tipps, das Ausschalten muss ich probieren, aber die Apps kann ich glaube ich nicht aufgeben. 🙂

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  2. Viel kann schon die Auswahl der Apps auf den Geräten helfen. So ist bei mir bewusst kein Facebook auf dem Telefon und auch das Passwort ist so kompliziert dass es nicht im Kopf ist. Das verhindert ganz von selbst die Nutzung von Facebook in der Firma 😀
    Und in Meetings kommt das Telefon nicht mit. Anrufe werden später beantwortet (wie bei dir) und wenn nicht gerade die Welt untergeht gibt es keinen Grund das Meeting zu stören.
    Alle Notifikations zu deaktivieren halte ich für zu viel. Über manches muss man einfach informiert werden, da auch so schnell wie möglich.

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    • Finde ich super….. Ist mir aber nicht radikal genug 😉
      Ich brauche „absolute Stille“ auf allen Devices und muss (ja so bin ich… ) mich zwingen (!) nicht ständig mit meiner Aufmerksamkeit zwischen Mac, iphone, ipad und dem Blick aus dem Fenster hin- und herzuspringen……. clear Focus läuft glaube ich nicht automatisiert auf allen Geräten gleichzeitig, oder?

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  3. Es klingt ziemlich vernünftig und kommt auch meinen Gewohnheiten sehr entgegen. Vor allem teile ich die Idee, praktisch nur noch mit einer App zu arbeitennämluch EVERNOTE Inzwischen ist es wirklich mühsam, Störfaktoren wirksam abzustellen. Die Vorschläge treffen genau ins Schwarze. Herzlichen Dank

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