Jugendeinrichtungen sind (auch) Bildungseinrichtungen #VielfaltJA

ctrnqycwcaelsciVom 26.-28.9.  tagt in Dortmund der bundesweite Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016. Unter dem Titel „Potenziale erkennen – Zukunft gestalten“ tauschen sich Fachkräfte aus ganz Deutschland über verschiedene Aspekte und Facetten dieses spannenden Bereichs innerhalb der Jugendhilfe aus. Der PARITÄTische Berlin begleitet den Kongress noch bis zum 2.10. mit einem „social-media-Marathon“ in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #VielfaltJA.

Selbstverständlich beteilige ich mich zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Kinder- und Jugendarbeit des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. an dieser Aktion. Denn: Wir wollen, dass einer breiten Öffentlichkeit bekannter und bewusster wird, was Kinder- und Jugendarbeit alles ist, wie vielfältig dieser Arbeitsbereich ist und wieviele wichtige Aufgaben und Funktionen Jugendarbeit für die Gesellschaft übernimmt. Jugendarbeit ist weit mehr als die pädagogische Begleitung von Kickerturnieren und Discoveranstaltungen (wenngleich auch die ihren Wert haben)….. Einrichtungen der Jugendarbeit sind  auch wichtige Bildungseinrichtungen geworden.

Waren wir früher häufig der Meinung, dass Bildung hauptsächlich im schulischen Kontext stattfindet, sind sich Fachleute heute grundsätzlich einig: Bildung beginnt schon in der Kita (wir haben lange darum gekämpft, dass Kindertagesstätten als Bildungseinrichtungen anerkannt werden) , sie findet natürlich in der Schule statt und sie findet selbstvertändlich auch ausserhalb von Schule statt – überall dort wo sich Kinder und Jugendliche offiziell und inoffiziell aufhalten. Den Jugendfreizeiteinrichtungen kommt hier eine wichtige Rolle als Orte der „informellen Bildung“ zu. Auszug aus dem Kooperationsvertrags einer Jugendeinrichtung unseres Vereins mit dem bezirklichen Jugendamt: „Entsprechend dem Konzept (…..) findet soziales Training durch spielerische, sportliche und musisch-kreative Beschäftigung statt. Ziel ist die Förderung der Entwicklung von Kontaktfähigkeit und sozialen Verhaltensweisen, eine Stärkung des Selbstbewusstseins, Weckung von vielseitigen Interessen und die Förderung der Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen.“

Wenn das kein allumfassender Bildungsauftrag ist, oder?

Dass dieser Bildungsauftrag nur dann gut erfüllt werden kann, wenn ausreichende finanzielle Förderung für diese Arbeit zur Verfügung gestellt wird, versteht sich von selbst. Doch hier liegt noch einiges im argen. Denn: Kinder- und Jugendarbeit gilt noch immer als „Sahnehäubchen“, als „freiwillige Leistung“ der Kommune. Kinder und Jugendliche und ihre Eltern können keinen individuellen Rechtsanspruch geltend machen oder gar einklagen – anders als bei den sogenannten „Hilfen zur Erziehung“. Deshalb braucht Kinder- und Jugendarbeit eine „Lobby“ – Menschen, die sich in ihrem Kiez, in ihrem Bezirk, in ihrer Stadt für Kinder- und Jugendeinrichtungen stark machen. Mit der Aktion #VielfaltJA wollen wir zeigen, was wir alles machen – und Ihr könnt Euch ein  Bild davon machen, wie wichtig und unverzichtbar diese Arbeit ist……

Also: Wenn Ihr den Beitrag fertig gelesen habt – wechselt zu Twitter oder Facebook, ruft den Hashtag #VielfaltJA auf und lasst Euch beeindrucken. Und wenn Ihr Euch wieder beruhigt habt, beschliesst Ihr, Euch mal umzugucken wo eine Jugendeinrichtung in Eurer Nähe ist – und da fragt Ihr dann nach, wie Ihr die Arbeit in irgendeiner Weise unterstützen könnt. Einverstanden?

Ich bin auf Eure Erfahrungsberichte und Rückmeldungen gespannt.

 

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Dieser Beitrag ist Teil einer Blogparade des  Jugendhilfe-Blogs www.jugendhilfe-bewegt-berlin.de  des PARITÄTischen in Berlin – ich freue mich, wenn Ihr diese Seite beachtet und die dortigen Beiträge heftigst teilt und verbreitet. Vielen Dank!

 

 

 

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