Keine Werbung für die AFD auf unserer Seite!

Achtung Stop

#noafd

Das Stadtteilzentrum Steglitz ist Herausgeber der Online-Zeitung „Stadtrandnachrichten“. Immer wieder bekommen, wir Pressemeldungen und Informationen der AFD, mit der Bitte um Veröffentlichung – was wir aber nicht tun. Nach der letzten PM des stellv. Landesvorsitzenden, habe ich erläutert, warum wir der AFD keine Bühne bieten wollen und werden.


Sehr geehrter Herr Dr. Berg,

das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist Herausgeber der Internetzeitung www.stadtrandnachrichten.de. Wiederholt haben wir Pressemitteilungen von Ihnen erhalten – und aus Überzeugung nicht veröffentlicht. Die Onlinezeitung ist ein nicht-kommerzielles Projekt, mit dem wir einen Beitrag leisten wollen, über Probleme, Themen und Neuigkeiten im Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu informieren. Wir sind parteipolitisch und weltanschaulich unabhängig. Aber wir haben eine Meinung.

Stadtteilzentren und Nachbarschaftsvereine haben in Berlin, Deutschland und der Welt eine jahrzehntelange Tradition. In Deutschland reicht sie bis in die  20er-Jahre des 20. Jahrunderts. Nachbarschaftshäuser haben sich immer für soziale Belange im Wohnumfeld der Menschen interessiert und engagiert. Sie haben geholfen, soziale Missstände zu beseitigen, indem sie eigene Angebote für die Bürgerinnen und Bürger entwickelt und vorgehalten haben oder indem sie Menschen durch Beratung und individuelle Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt haben. 

Immer haben sich Nachbarschaftshäuser und die sie tragenden Organisationen eingemischt, wenn es um die politische Auseinandersetzung über soziale Missstände und gesellschaftliche Ungerechtigkeit ging. Politisch haben wir immer Position bezogen für die Interessen  ausgegrenzter, benachteiligter und unterdrückter Menschen. Nachbarschaftshäuser standen und stehen immer für Vielfalt, Toleranz und demokratisches und soldarisches Miteinander. Auch deshalb waren Nachbarschaftshäuser in der Nazi-Zeit verboten. 

Nach dem Zusammenbruch des „3. Reichs“  waren sie – u.a. auf der Grundlage des „Alliierten Nachbarschaftsheimplans“  maßgeblich am Aufbau eines demokratischen und sozialen Gemeinwesens beteiligt. Als in den letzten Jahren viele Menschen nach Deutschland geflüchtet sind, waren wir – anders als Sie – natürlich immer dabei, wenn es darum ging, den Geflüchteten gute Lebensbedingungen zu bieten, sie bei uns gut zu integrieren und diese Menschen bei uns willkommen zu heissen. Wir nennen das Mitmenschlichkeit und Solidarität. Sie nennen das „Gutmenschentum“. 

Die AFD tritt alles, was wir richtig und wichtig finden mit Füssen. Sie stehen für Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung. Wir stehen für Willkommenskultur, Anti-Rassismus und eine bunte, vielfältige Gesellschaft. Rechtsextreme Positionen sind uns zuwider, wir werden uns daher auch zukünftig immer gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren. 

Sicher haben Sie vor diesem Hintergrund Verständnis dafür, dass wir Ihre Pressemitteilungen auch in Zukunft ignorieren und Ihnen keine Bühne für Ihre Werbung und Öffentlichkeitsarbeit bieten werden.

Mit freundlichen Grüßen 

Thomas Mampel

Geschäftsführer

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