Umfrage: Chefaufgabe Motivation?

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Manchmal geht mir das trübe und regnerische Wetter auf den Geist und schlägt mir auch ein bisschen aufs Gemüt. Manchmal ärger ich mich auch über irgendwas oder bin in Gedanken bei irgendwelchen Problemen oder schwierigen Aufgaben Und das sieht man mir dann häufig auch an.

Heute sprach mich eine Kollegin auf dem Flur an und forderte mich halb lustig, halb ernst gemeint auf, mal ein bisschen für gute Stimmung in der Geschäftsstelle zu sorgen, in dem ich mit „gutem Beispiel“ voran gehe und durch einen veränderten Gesichtsausdruck und ein fröhliches Erscheinungsbild für gute Laune bei den Mitarbeitenden sorge – schliesslich hätte ich als Chef eine Vorbildfunktion und wäre dafür zuständig, „meine“ Leute zu motivieren.

Ich war etwas überrascht und es folgte eine kurze Diskussion. Mein Standpunkt in Kurzfassung: a.) jeder Mensch ist selbst für seine Stimmung und Laune zuständig; b.) jeder Mensch ist selbst für seine Motivation zuständig – Motivation von aussen ist sinnlos bis unmöglich; c.) wieso sollte ich eine Vorbildfunktion und -rolle für erwachsene, selbstverantwortlich handelnde Menschen übernehmen?  (Wie gesagt – das ist die Kurzfassung, jeder einzelne Aspekt könnte natürlich ausführlichst diskutiert werden….. ).

Wie seht Ihr das eigentlich….. ein kurzes Statement als Kommentar oder Eure Antworten bei der kurzen Umfrage würden mich heftig interessieren.

7 Gedanken zu “Umfrage: Chefaufgabe Motivation?

  1. Jeder Mensch ist zwar selbst für seine Motivation zuständig, es ist aber auch schön, wenn Motivation auch von außen kommt, in diesem Fall – vom Chef. In der Zeiten des ständigen Leistungsdrucks kann es nie genug an Motivation geben…:)

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  2. Als Chef ist es wichtig auch schlechte Launen von Mitarbeitenden genauso zu tolerieren wie seine eigene Launen,und nicht falsch zu deuten.
    Jeder Mensch hat ein Recht auf Gesichtszüge ,wenn er oder Sie es nicht nur gegenüber einzelnen Zeigt.
    Positive Stimmung am Arbeitsplatz steckt an also bis dann immer schön locker bleiben, schill mal dein Gesicht.😄

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  3. Jeder Mensch ist die Summe seiner Erlebnisse, aus der sich seine Lebenshaltung und Denkweise ergibt und damit auch seine persönliche Neigung zur Motivation – sich selbst und seiner Umgebung gegenüber. Diesbezüglich steht jeder in eigener Verantwortung. Sobald sich ein Mensch in den Kontext einer Gruppe/Arbeit begibt, hat seine persönliche Ausstrahlung eine Wirkung auf andere. Diesbezüglich bin ich selber sehr egoistisch, weil ich der Überzeugung unterliege, dass meine positive Wirkung (die ich hoffentlich habe) auf andere Einfluss nimmt und mir somit mein Leben leichter macht. In diesem Sinne würde ich auch als Chef in Bezug auf Motivation sehr berechnend denken. Motiviere ich meine MitarbeiterInnen durch meine Haltung, hinterlasse ich eine positive Assoziation oder ein Gefühl des Wahrgenommen werden, kann ich davon ausgehen, dass im weiteren freudig gearbeitet wird. Natürlich hat jeder Mensch Regentage, schwierige Aufgaben oder Probleme, was aber erklärbar ist. Ein Mitarbeiter, der versteht, dass gerade nicht alles rund läuft, erwartet keinen Motivator, sondern ist froh, dass sein eigener Job ggf. gerade gut läuft. Man versucht ihm dann halt nicht über den Weg zu laufen. Im Hinblick auf das gemeinsame Ziel oder den Sinn der Arbeit hat aber meines Erachtens ein Chef durchaus eine Vorbildwirkung, die MitarbeiterInnen beeinflusst – im positiven wie negativen. Das hat überhaupt nichts mit Pausenclown oder Übergriffigkeit zu tun. Chef oder Mitarbeiter: Wenn mich jemand anderes als schlecht gelaunt wahr nimmt und das auch kund tut, ist das ja wohl eher ein Zeichen, dass es im Normalfall nicht so ist, oder? Ich persönlich würde darüber grübeln …

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  4. Vielleicht ist das im sozialen Bereich anders und man analysiert eher die Gefühle der Einzelnen, aber ich empfinde die Bemerkung der Mitarbeiterin sehr übergriffig. Auf so eine Idee käme in unserem Geschäftsbetrieb niemand. Schon gar nicht von Mitarbeiter zu Vorgesetztem.

    Gute-Laune-Kasper haben ebenso schlechte Karten, ihnen wirft man vor, dass sie die Sachen nicht richtig ernst nehmen.

    Die schlimmste Falle als Chef ist, es allen Recht machen zu wollen!

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      • Da wir alle Menschen sind und auch Chefs ein darauf haben sollten Mensch zu sein, neige ich in der Tendenz dazu der Eigenverantwortung den Vorzug zu geben. Die Vorbildfunktion ist untergeordnet. Schließlich sind mündige Mitarbeiter keine Schafherde und Chefs keine Übereltern, die Erziehungsarbeit leisten müssen. In Punkto „Vorbild“ sind alle gefordert – ganz im Sinne der Eigenverantwortung und eines guten Miteinanders.

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