GF-Logbuch #21: Neues aus dem Stadtteilzentrum

Heute wird überall in Europa der „Tag der Nachbarn“ gefeiert. Nachbarschaftszentren und -projekte nehmen diesen Tag zum Anlass für Aktionen, die das Miteinander in Kiez befördern wollen und Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Mitmachen bieten. Auch bei uns im Stadtteilzentrum in Steglitz.

Eine Übersicht aller in Berlin stattfindenden Projekte und Aktionen findet Ihr auf der Seite des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit // Fachverband für Nachbarschaftsarbeit: Das Fest der Nachbarn (das-fest-der-nachbarn.de)

Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist heute mit zwei besonderen Aktionen dabei gewesen, die erfreulicherweise (unter Einhaltung strenger Sicherheits- und Hygienevorschriften) endlich mal wieder in Präsenz stattfinden konnten: Im Garten hinter dem Nachbarschaftszentrum Gutshaus Lichterfelde waren Nachbar*innen eingeladen von 10.00 bis 13.00 Uhr gemeinsam ein Transparent mit Statements gegen Hass und Rassismus zu beschriften. Dieses Transparent wird später gut sichtbar vor dem Haus ausgehangen. Wir wollen damit ein klares Zeichen setzen. Gäste mit „multinationalen Hintergrund“ machten während dessen verschiedene Angebote.

Ein besonderer Höhepunkt war natürlich die Eröffnung des neuen Stadtteilzentrums Südost in der Leonorenstraße. Im Sommer 2020 haben wir (zusammen mit den Freunden vom Mittelhof e.V.) den Zuschlag für dieses Kooperationsprojekt bekommen – dann wurde umgebaut, eingerichtet, geplant und vorbereitet. Pandemiebedingt duften aber bislang noch keine Besucher*innen in das neue Nachbarschaftszentrum. Heute war es denn endlich soweit – und das Interesse an dem neuen Projekt war riesig. Ich bin sicher, dass dieses Zentrum zu einem tollen Aushängeschild für unseren Verein entwickeln wird – mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher freiwillig / ehrenamtlich engagierter Nachbar*innen aus dem Kiez.

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Was gabs und gibt’s sonst noch so zu berichten?

Dank der aktuell positiven Entwicklung der Corona-Zahlen werden immer mehr Angebote auch wieder in Präsenz möglich. Unter anderem gehen wir davon aus, dass auch unser neues (und seit Beginn der Pandemie in der „Warteschleife“ geparktes) Projekt „Coaching für Bedarfsgemeinschaften“ zeitnah an den Start gehen wird. Worum geht es in dem Projekt? Familien und andere Bedarfsgemeinschaften (BG) im Hartz-IV-Bezug werden zeitgleich individuell gecoacht (v.a. auch in Einrichtungen unseres Vereins) mit dem Ziel, jede/n einzelne/n darin zu unterstützen und zu begleiten, für sich selbst Ziele und Wege zu formulieren und zu gehen, die zu einer maßgeblichen Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lebenssituation führen. Das Coaching wird vom Jobcenter finanziert und umfasst je Mitglied der BG 50 Stunden, die in 12 Wochen zu „absolvieren“ sind. Jedes Mitglied der BG ab 15 J. hat einen eigenen Anspruch über die vorgenannte Leistung im genannten Umfang – insgesamt also eine massive Unterstützungsleistung für die Familien / Bedarfsgemeinschaften.

Abschließen möchte ich heute mit einer Frage, die recht „banal“ klingt, aber knifflig wird, wenn man anfängt sich da richtig reinzudenken…….:

Im Rahmen unserer GWÖ-Bilanzierung taucht eine Frage auf, die wir mit dem Forum GWÖ am Montag in einem Online-Meeting diskutieren werden. „Wem gehört ein Verein?“.

Die häufigste und spontane Antwort lautet: den Mitgliedern…… klingt plausibel. Aber stimmt das wirklich? An was genau haben die Mitglieder Eigentumsrechte? Wie könnten sie über ihr Eigentum verfügen? Was genau „gehört“ ihnen da eigentlich? Oder gehört der Verein dem Vorstand, der Geschäftsführung, den Mitarbeitenden, der Gesellschaft allgemein oder gar dem Staat? Wie würdet Ihr diese Frage beantworten? Ich wäre sehr an Gedanken und Argumenten für oder gegen eine oder mehrere Antwortvarianten interessiert – damit ich am Montag besser gerüstet ins Gespräch gehen kann 😉 Danke!

Ich wünsche Euch ein entspanntes und erholsames Wochenende – genießt die Sonne, wenn sie sich denn tatsächlich blicken lässt und: bleibt heiter und verwegen!

Schöne Grüße, Thomas

Dieser Beitrag ist eine gekürzte Fassung meines heutigen vereinsinternen GF-Logbuch-Eintrages. Mein Geschäftsführungskollege Kristoffer Baumann und ich schreiben abwechselnd jeden Freitag, was sich im Stadtteilzentrum so alles entwickelt – natürlich immer betrachtet und kommentiert aus unserer speziellen GF-Perspektive. Damit wollen wir den Informationsfluss im Verein und die Transparenz zu unseren Aktivitäten und das, was wir so den ganzen Tag machen, befördern….. Ich tät mich freuen, wenn Ihr das ein bisschen  interessant findet – auch wenn in dieser öffentlichen  Version alles fehlt, was interne Themen und Angelegenheiten betrifft. 🙂

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