mein Mail-Experiment im Dezember….

Ab heute mache ich mein persönliches E-Mail-Experiment! Ich lese und bearbeite meine Mails nur noch einmal am Tag. So der Plan – und ich bin gespannt, ob ich das durchhalte. 

Ich habe mich mal beobachtet – im Schnitt gucke ich 4-5 mal pro Stunde auf mein iphone um nach Mails zu gucken. Und wenn ich am Rechner im Büro sitze, checke ich den Posteingang noch öfter. Und ich neige dazu, jedesmal sofort auf die Mails zu reagieren bzw. sie zumindest irgendwie für eine spätere Bearbeitung zu markieren oder sie an andere weiterzuleiten. Ich tue irgendwas mit ihnen – und lasse mich auf diese Weise andauernd von den Aufgaben und Dingen ablenken, die ich  eigentlich machen wollte und sollte. Insofern sind E-Mails meine ganz speziellen Produktivitätskiller. Und sie bringen mich zudem in einen Modus, der 100%ig fremdbestimmt ist. Irgendein schlauer Kopf hat mal gesagt: „Wer ständig auf Mails reagiert, arbeitet die To-Do-Listen anderer Leute ab.“ Und das ist genau das Gegenteil davon, seinen Fokus auf seine eigenen Ziele und Prioritäten zu richten.

Weiterlesen

„Wohlfahrt meets Social Entrepreneurship“ – es bewegt sich was……

Die beste Nachricht gleich am Anfang: Die Veranstaltung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes am 5.12. im Umspannwerk Berlin war mit geschätzt rund 100 Menschen bestens besucht. Das Thema der Auftaktveranstaltung des „Innovationsforums“ des Paritätischen scheint einen Nerv getroffen zu haben. Kein Wunder: Wir leben in unruhigen Zeiten und der Veränderungsdruck in allen Bereichen des gesellschaftlichen, persönlichen und eben auch des sozialen Lebens hat ein ungeheures, teils angsteinflößendes Ausmaß erreicht. Und die Geschwindigkeit und die Dynamik  des Wandels lösen bei vielen Menschen – auch in der Sozialwirtschaft – Verunsicherung, aber auch Neugier aus. Beste Voraussetzungen für eine Veranstaltung, bei der sich Vertreter*innen der klassischen Wohlfahrt mit Social Entrepreneurs (by the way: Wie gendert man „Entrepreneur“?) treffen um sich auszutauschen und zu eruieren, wo es Schnittmengen und Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede und Differenzen gibt.

Markus Sauerhammer (@teraspri), Vorsitzender des Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND e.V.) betonte in seiner Keynote die Gemeinsamkeiten:

Weiterlesen

„Menschen begleiten, ihren Lebenstraum zu verwirklichen und erfolgreich zu sein.“

© Coloures-pic – Fotolia.com

Vor ein paar Tagen habe ich hier ein altes Interview veröffentlicht, in dem mich Jeannette Hagen darüber befragt, wie es 2006 mit der .garage berlin begann.

Heute – einige Jahre, nach dem ersten Interview –  gibt es eine Fortsetzung. Denn natürlich unterliegt auch die .garage Marktgegebenheiten, muss sie sich anpassen, erlebt sie, wie jede andere Gründung auch, mal ein Tief. Wie reagiert man darauf? Was hat sich verändert?

HIER gehts auf die Seite der .garage berlin zum Interview.

 

abholen, mitnehmen, transportieren….

5129625865_e40a2c919a_zIch kann es manchmal kaum noch hören, dieses sozialarbeiterische Mantra „wir müssen die Leute da abholen, wo sie stehen und sie mitnehmen“…… Gern noch ergänzt durch die Selbstbeauftragung „Wir müssen unsere Botschaften angemessen transportieren“….. So als wäre Sozialarbeit eine Transport- und Logistikaufgabe. Bei Twitter habe ich dazu passend mal gelesen: „Wer immer abgeholt wird, sieht irgendwann mal ziemlich mitgenommen aus.“ Da ist wohl was dran.

Gern unberücksichtigt bleibt die Frage: Wohin soll die Reise denn gehen, zu der wir die Menschen abholen und mitnehmen? Bestimmen sie das Reiseziel? Ist es unser Ziel? Ist die Route klar? Und wer legt fest, wo es lang geht und wie dieses Ziel erreicht wird? In der Sozialarbeit setzt sich als Standard durch, dass wir unsere sozialarbeiterischen  Angebote am Willen und an den Zielen der Betroffenen auszurichten haben. Nur ihr Wille, ihr individuelles Ziel ist für den Prozess relevant. Der Wille des Sozialarbeitenden spielt keine Rolle. Ausgehend vom Willen und den Zielen der „Klienten“ helfen wir die Ressourcen der Menschen zu erkennen, zu „heben“, sie nutzbar zu machen für ihren jeweiligen  Entwicklungsprozess. Unser Menschenbild dahinter ist klar: Jeder Mensch ist Expert*in seines Lebens und als solcher als einziger befugt und in der Lage zu bestimmen, wie dieses Leben gelebt werden soll. Selbstbestimmung und Selbstverantwortung sind zentrale Schlüsselbegriffe dieses Konzepts.

Weiterlesen

Millionäre aufgemerkt: Ihr werdet gebraucht!

Heute saß ich mit Jeannette Hagen zusammen und wir haben mal wieder ein bisschen Austausch betrieben über unser gemeinsames Projekt Kunst für Demokratie. 

Jeannette ist eine überdurchschnittlich engagierte Aktivistin für Demokratie und Menschenrechte. Und es ist mir eine große Ehre, mit ihr gemeinsam die Geschäftsführung für die Kunst für Demokratie UG innezuhaben. KFD hat wichtige Anliegen: „Alle angedachten Projekte von Kunst für Demokratie verfolgen das Ziel, Demokratie mit künstlerischen Mitteln für jeden erfahrbar zu machen. Das Gefühl der Teilhabe wird ebenso vermittelt, wie besonders bei den Jüngeren Empathie, Sinneswahrnehmungen und das Vertrauen in die Selbstwirksamkeit gestärkt werden. Wenn wir Demokratie leben wollen, brauchen wir die inneren Voraussetzungen dafür. Die Basis wird im Kindesalter gelegt, kann aber auch bei Erwachsenen immer noch gefestigt werden. Kunst öffnet Türen und Räume.

Weiterlesen

Mit dem Herz in der Hand…. die eigene Zukunft gestalten. Zum Beispiel in der .garage berlin

IMG_2127Jeanette Hagen hat ein Interview  ausgegraben, das schon  einige  Jahre alt ist  und in dem ich darüber befragt werde, wie es 2006 mit der .garage berlin begann…..

Das Interview hat mir heute nochmal bewusst gemacht und in Erinnerung gerufen, dass die .garage nie fertig war….  und nie fertig sein wird…. Wir arbeiten an einem Projekt, in dem noch viel Potenzial schlummert. Und ich habe manchmal das Gefühl, dass die besten Zeiten der .garage noch kommen. Denn die Zeit ist reif für eine etwas andere Art der Gründungs- und Unternehmensberatung.

Was sind Deine Ideen und Wünsche in bezug auf eine gute und zeitgemäße Gründungs- und Unternehmens-/Organisationsberatung? Wie könnte die .garage Dir bei der Realsierung Deiner Ideen, Ziele und Visionen helfen? Ich freu mich auf Dein Feedback!

HIER gehts zum Interview auf der Seite der .garage berlin!

 

Was sagt die Gewerkschaft zu „agiler Organisationsentwicklung“?

Folge 5 unseres Podcast „Wir müssen mal reden“ ist online.

Screenshot 2019-04-12 15.33.35In der neuen Folge unseres Podcasts reden Kristoffer Baumann und ich mit Rolf Wiegand über agile Organisationsentwicklung im allgemeinen und über den Prozess im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. .

Rolf ist „Vollblut-Gewerkschafter“ und Sozialdemokrat, jemand der sich fast rund um die Uhr für die Interessen und  Rechte von Arbeitnehmenden einsetzt. Uns hat interessiert, wie er als Gewerkschafter die Entwicklungen wahrnimmt und einschätzt. Und wir die diskutieren die Frage, ob es in agilen Organisationen und Unternehmen überhaupt noch formelle Mitbestimmungsgremien / -instrumente braucht. Seine Argumente sind nachvollziehbar, spannend – und laden zu weiteren Diskussionen ein.

Auf Euer Feedback und Eure Meinungen sind wir sehr gespannt!

Hier gehts zu FOLGE 5 „Wir müssen mal reden – mit Rolf Wiegand“

 

Podcast – kurze Wasserstandsmeldung…. und ein Tipp.

Trotz der  Wirren der Weltpolitik und der damit verbundenen Informationsflut dürfte es dem einen oder der anderen aufgefallen sein, dass die Pause unseres Podcasts „Wir müssen mal reden“ schon viel länger dauer als geplant.

Es gibt Schuldige, womit die in Deutschland in solchen Kontexten als erstes gestellte Frage schon mal beantwortet wäre. In unserem Fall (Gott sei Dank!) war  die Technik schuld 🙂 …. Wir hatten nämlich die Aufnahme mit Rolf Wiegand von verdi schon fertig …. Es war ein hochgradig interessantes Gespräch darüber, wie  sich das ganze Thema Selbstorganisation, agile Organisationsentwicklung, Überwindung von Hierachien und die Transformation von Organisationen („Reinventing SzS“) verhält zu den gewerkschaftlichen Positionen zu Mitbestimmung, den Rechten der Mitarbeitendenvertretungen und den (angenommenen und realen) Interessengegensätzen zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden…..

Weiterlesen

Workshop „Projekte besser managen mit Evernote“

Am Samstag, den 2.11.2019  von 10.00 – 16.00 Uhr kannst Du Dir die Grundlagen für mehr Produktivität und Effektivität  erarbeiten. Im Workshop „Projekte besser managen mit Evernote“ lernst Du, wie Dir das Programm dabei helfen kann und wie Du Evernote sinnvoll für Dich einrichtest und nutzt.

In einer kleinen Runde (max. 10 Teilnehmende aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich) zeige ich Dir in einem Workshop wie Du Evernote nutzen kannst, um deine Jobs in deinem Projekt oder Deinem Verein effektiver und effizienter zu organisieren. Neben einer kurzen Überblick über die wichtigsten Aspekte und Workflows der  Selbstmanagementmethode GTD von David Allen lernst Du die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten von Evernote kennen.

Evernote ist in meinen Augen die Killer-App, mit der man fast alles managen kann, was  im beruflichen und im privaten Kontext auf dem Radar erscheint. Besonders auch für Leute aus dem Sozialbereich erscheint mir Evernote unverzichtbar, denn es bietet zahlreiche Vorteile gegenüber anderen (meist kostspieligen)  Software-Lösungen:

  • Evernote bietet ein absolut faires Preismodell an, das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar….
  • Evernote ist flexibel und presst Dich nicht in irgendeine feste und starre Struktur. Du kannst Evernote so gestalten, wie Du es willst – egal ob, Du alles über Notizbücher oder über Schlagwörter ordnen oder ganz auf eine Struktur verzichten möchtest – alles ist frei gestaltbar. Jedes Evernote ist anders.
  • Evernote funktioniert plattformübergreifend, es gibt Versionen für alle Betriebssysteme.
  • Evernote läuft auch auf allen Mobile Devices – egal ob, Windows-, Android- oder iOS-System.
  • Evernote ist stabil, zuverlässig und v.a. seriös. Du musst Dir keine Sorgen um Deine Daten machen.
  • Du kannst Notizen nur für Dich und für Deinen privaten Gebrauch machen – und du kannst in gemeinsamen Notizbüchern zusammen mit anderen und im Team zusammenarbeiten…..

Die Liste der Vorzüge liesse sich noch lange fortsetzen (ich bekomme übrigens kein Geld dafür, dass ich hier soviel Werbung für das Programm mache…… es ist wirklich echte Liebe…). Gerade im Sozialbereich sind wir oft mit Informationsflut und chaotischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Evernote bietet dir die Möglichkeit im Chaos den Überblick zu bekommen und zu erhalten!

Was genau lernst Du im Workshop?

Weiterlesen

Facebook-Ambivalenz

Ich habe am letzten Wochenende die Dokumentation „Cambridge Analytica – The Great Hack“ angesehen und bin seither noch ambivalenter, was mein Verhältnis zu Facebook angeht. Auf der einen Seite liebe ich die Möglichkeit schnell mal ein paar  Informationen  zu bekommen oder abzusetzen, ich schätze es Sachen, die mich interessieren, mit meinen Fb-Freunden zu teilen. Und die eine oder andere sachlich und kompetent geführte Diskussion möchte ich nicht missen. (Auch wenn man da sehr viel Abstriche machen muss bei dem einen oder anderen Thema.) Und wenn ich einen Blogbeitrag schreibe, erreiche ich über Facebook enorm viele Leute, die sonst wahrscheinlich nie auf diese Seite hier aufmerksam werden würden. Als Informations- und Kommunikationskanal ist Facebook auch für das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und unsere Projekte von enormer Bedeutung.

Auf der anderen Seite stösst mich das Verhalten des Unternehmens in Bezug auf den Umgang mit unseren Daten mehr und mehr ab.

Weiterlesen