Ist der e.V. (noch) ein Modell für Soziale Unternehmen?

wie gehts weiter?

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Im Coaching oder der Beratung von Gründungen im sozialwirtschaftlichen Bereich taucht regelmäßig die Frage nach der passenden Rechtsform auf. Und wie so oft im Leben, gibt es hier nicht DIE richtige oder DIE falsche Antwort.

Entscheidend ist, was man konkret mit der Organisation erreichen will – und WIE man dies will: basisdemokratische Entscheidungsprozesse – oder Steuerung von „oben“? Gewählte Verantwortungsträger auf Zeit oder unternehmerische Verantwortung auf Dauer? Teilhabe und Teilgabe in einem Interessenverbund – oder Einsatz für unternehmerische und wirtschaftliche Ziele?

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richtig gründen im Sozialen Bereich – denn auch gute soziale Ideen müssen wirtschaftlich tragfähig sein….

Christian Müller geht in einem lesenwerten Artikel der Frage nach, warum Social Entrepreneurs langfristig denken sollten, wenn sie ein soziales Unternehmen gründen und aufbauen. Seine These in aller Kürze zusammengefasst: Unternehmer(innen), die eine langfristige Mission im Auge haben, ihre Aufgaben und die unternehmerischen Herausforderungen annehmen, werden i.d.R. erfolgreicher sein, als solche, die nur gründen, weil es gerade „in“ ist oder weil es gerade chic ist, die Welt zu retten. Sehe ich auch so. Ich habe im Laufe der Jahre viele mehr oder weniger sympathische Menschen kennengelernt, die sich mit einer sozialen Idee selbständig machen wollten. Die Anliegen waren fast immer durchweg ehrenhaft, oft fehlte mir aber jede Fantasie, wie diese netten Menschen davon leben wollen: keine Idee, wie das Projekt Einnahmen generieren und zu einer gewissen Wirtschaftlichkeit gelangen soll. Einnahmen sind aber wichtig. Klingt banal, muss aber im sozialen Bereich immer mal wieder erwähnt werden: Soziales Engagement lebt nicht von Wertschätzung und gesellschaftlicher Anerkennung allein, die Handelnden müssen ihre Miete bezahlen und ihren Kühlschrank vollkriegen wie jeder andere Mensch auch.
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Das 6-P-Modell in der Sozialwirtschaft

Carsten Hokema ist schon seit vielen Jahren in unserem Unternehmen .garage berlin als Coach und Trainer tätig. Carsten hat mich letztens mit einem neuen Beratungs- und Coachingkonzept überrascht, das ich Euch gern vorstellen möchte. Deshalb habe ich Carsten zum neuen „6-P-Modell“ interviewt.

Mich interessiert Eure Einschätzung, ob und wie dieses Konzept auch im sozialwirtschaftlichen Zusammenhang eingesetzt bzw. genutzt werden kann. Über Eure Rückmeldungen und Kommentare zu dem Interview freue ich mich sehr.

TM: Carsten, bitte erzähle den Leserinnen und Lesern etwas über Dich und deinen beruflichen Background.

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Carsten Hokema

CH: Ich stamme aus einer Kleinstadt in Niedersachsen und kam 1986 nach Berlin, um an der TU-Berlin Architektur zu studieren. Tatsächlich wurde ich dann 1995 Architekt und lehrte anschließend 5 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Öffentliches Baurecht.  Parallel arbeitete ich als Berater für Kommunen und entwickelte Konzepte für den öffentlichen Raum und das Stadtmarketing. Schließlich widmete ich mich dem Bau von Wohnhäusern und dem Entwurf von Möbeln und Raumkonzepten.

Über eine gescheiterte Gründung im Handel mit Designobjekten im Jahr 2001 kam ich zum Entrepreneurship und arbeitete meine Fehler als Unternehmensgründer im Rahmen einer Dissertation sehr gründlich auf.

2004 gründete ich Innodate re.thinking Business, eine Werkstatt für Unternehmensentwicklung und begann meine ersten Beratungsprojekte als Unternehmensentwickler.

Mein erster Kunde, damals ein Kleinstbetrieb mit 3 Personen, entwickelte sich in den Folgejahren auch aufgrund von grundlegenden organisatorischen Veränderungen durch die Beratung zu einem global aktiven Unternehmen mit heute 20 Mitarbeitern.

Meine Tätigkeit als Architekt gab ich 2015 endgültig auf und widme mich seitdem einem neuen Gründungsprojekt namens Share Par. Hier entwickeln wir eine Software für die Organisation von Sharing-Gruppen.

2013 kam ich in die .garage Berlin als Vertretung für einen halben Tag und bin bis zum heutigen Tag dort in der Gründungsberatung als Berater und Coach tätig.

TM: Wie viele Gründungen hast du in der Zeit als Coach in der .garage begleitet? 

CH: Ich muss das überschlägig berechnen anhand der Coaching-Stunden, von denen ich etwa 2.500 in der Zeit absolviert habe. Ich würde sagen, dass es etwa zwischen 200 und 250 Gründer bzw. Gründungswillige waren, die ich betreut habe. Da ist einiges zusammengekommen in der Zeit.

TM: Du hast in der .garage ein Konzept entwickelt, das Du das „6-P-Modell“ nennst. Was hat es damit auf sich? 

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da mach ich mit: Pay what you want

Pay-what-you-want

© sozial-pr.net

Immer mal wieder (so auch heute vormittag) wenden sich Menschen an mich, die im sozialen Bereich gründen wollen. Mal eine Kita, mal einen Seniorenservice oder einen Jugendhilfeträger. Offensichtlich habe ich erfolgreich den Eindruck vermitteln können, mich in diesem Bereich gut auszukennen 😉

Diese Gründungsberatungen und -coachings machen mir immer viel Spass. Ich lerne interessante Leute und interessante Ideen und Geschäftsmodelle kennen. Und ich freu mich, wenn ich dabei helfen kann, dass die eine oder andere Idee tatsächlich auch realisiert wird.

„Haklig“ wirds manchmal wenn es ums liebe Geld geht. Eine Stunde Gründungsberatung ist bei mir i.d.R. nicht unter € 100.- zu haben. Bei Leuten, die sich sozial engagieren und was Gutes für die Gemeinschaft tun wollen, ist dieser Preis oft nicht durchsetzbar – nicht weil sie nicht wollen, sondern weil meist die notwendige Kohle hierfür nicht da  ist…. . Und jede Form von Preisverhandlung hat dann immer was vom „orientalischen Basar“.

Auf Facebook bin ich heute auf einen interessanten Beitrag von Christian Müller (www.sozial-pr.net) gestossen, in dem er für seine Kommunikationsberatung für Non-Profit-Organsiationen ein sehr interessantes Preis-Modell anbietet: Pay what you want.

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Du willst im Sozialbereich gründen? Ich berate und begleite Dich gern….

… und ich habe im 2. Halbjahr noch ein paar Kapazitäten frei für Einzel- und Gruppenberatungen, Gründungsbegleitung und -coaching und (Inhouse-) Seminare für Menschen, die im sozialen Bereich gründen und sich selbständig machen wollen.

MampelMein Profil:

Dipl.-Sozialarbeiter / Sozialpädagoge (FH), zur Zeit 51 Jahre alt….

Aufgaben und Funktionen

  • Gründer und Geschäftsführer des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. (seit 11/1995)
  • Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der .garage berlin GmbH (seit 8/2009)
  • Gründungsmitglied und Vorstand Computerbildung e.V. (seit 2010)
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der Genossenschaft youth collaboration eG.
  • Lehrbeauftragter an der Evangelischen Fachhochschule Berlin (Schwerpunkt: Existenzgründung in der Sozialen Arbeit) (2005-2007)
  • Mitglied des Multiplikatorenteams „Sozialraumorientierung in der Berliner Jugendhilfe“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport (2007 – 2009)
  • Mitglied des Vorstandes des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit, Landesgruppe Berlin e.V. (vorm. Verband Deutscher Nachbarschaftsheime) ( 2000- 2010)
  • Mitglied im Deutschen Fundraising Verband

Ihr findet mich auch bei:

(Bitte entsprechenden Link anklicken – ich freue mich über Eure Kontaktanfragen).

Für Anfragen und weitere Informationen zu Konditionen und inhaltlichen  Schwerpunkten könnt Ihr gern dieses Kontaktformular nutzen – ich melde mich umgehend zurück!

 

 

 

 

.garage berlin: 8 Jahre – und jetzt gehts erst richtig los!

Banner_8-garage-Geburtstag_06052014

 

Anlässlich des bevorstehenden 8. Geburtstages der .garage berlin am 4.7.2014 hat mich  Kirsten Kohlhaw, .garage-Frau für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zum Interview gebeten.

Falls Ihr das lesen möchtet – hier isses:

Herr Mampel, Sie haben die .garage berlin ins Leben gerufen. Wie kam das Projekt .garage in Ihren Fokus?

Die Idee, ein Gründungsprojekt für arbeitslose Menschen zu machen, kam 2004 / 2005 im Rahmen der Arbeit im Stadtteilzentrum Steglitz auf. Die sogenannten Hartz-Gesetze waren noch ganz frisch und es gab wenige Ideen, was man mit der neuen Gruppe der sogenannten ALG-2-Empfänger machen soll. Die waren zum Teil gerade einmal ein Jahr arbeitslos, galten aber schon als „langzeitarbeitslos“ und waren durch diese Form der Stigmatisierung gleich „ganz unten“ angekommen. Über XING – ich glaub, das hieß damals noch openBC – wurden wir auf das Projekt .garage aufmerksam, das sich in Hamburg genau dieser Zielgruppe widmete und arbeitslosen Menschen Unterstützungsangebote für den Existenzgründungsprozess unterbreitete. Wir waren uns mit den Hamburger Kollegen sehr schnell einig, dass wir dieses Konzept nach Berlin transferieren wollen.

Innerhalb der letzten Jahre ist daraus ein Unternehmenszentrum geworden, das auch für Unternehmer in der Nachgründungsphase Beratungsangebote bereithält, sei es über das Gründercoaching Deutschland oder die selbst noch ganz jungen .andersBerater.

Wie lange hat es damals gedauert vom ersten Gedanken an die .garage berlin bis zum Start der ersten Gruppe?

Die ersten Kontakte nach Hamburg waren 2005. Im Juli 2006 startete dann der Betrieb der .garage berlin in den Räumen in der Holsteinischen Straße.

In welchem Bereich haben Sie damals die ersten angehenden .garage-Absolventen und Gründer mit Dozenten-Input unterstützt?

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Gute Nachrichten für GründerInnen!

Diese Nachricht aus dem Newsletter von Dr. Andreas Lutz (www.gruendungszuschuss.de) teile ich gern!

Gründercoaching Deutschland verlängert: 50% Beratungsförderung noch bis Jahresende

„Sie haben sich innerhalb der letzten fünf Jahren selbständig gemacht? Dann sollten Sie die Möglichkeiten des KfW Gründercoaching nutzen. Geben Sie Ihrem Unternehmen einen Schub nach vorn, zum Beispiel mit einer Strategie zur Neukundengewinnung oder durch eine betriebswirtschaftliche Beratung, mit der Sie Ihre Abläufe besser organisieren und künftig Zeit und Geld sparen.

© Trueffelpix - Fotolia.com

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Wir empfehlen Ihnen dafür erfahrene und seriöse Unternehmensberater in Ihrer Nähe, mit denen Sie ein kostenloses Vorgespräch führen können und alles über das Förderprogramm erfahren. Zehntausende Unternehmer haben die Förderung bereits genutzt – warum nicht auch Sie?  Nur noch bis zum 15.6.  – danach nie wieder“ war über das Förderprogramm zu lesen. Tatsächlich sollte das Gründercoaching in der bisherigen Form per Ende Juni auslaufen, der 15.6. war der letztmögliche Tag für die Antragstellung.

Nun haben Bundesregierung und KfW die beliebte Förderung um sechs Monate bis zum Jahresende verlängert. Sie wollen damit eine Förderlücke bis zum Beginn der neuen ESF-Förderperiode verhindern. Sprich: Zeit gewinnen, um über die künftige Förderung von Gründungsberatungen in Ruhe entscheiden zu können. Ob es dann noch eine Förderung in Höhe von 50 Prozent der Beratungskosten geben wird – bis fünf Jahre nach der Gründung – das ist unsicher. Also besser jetzt handeln!

Die Antragstellung muss nunmehr spätestens bis 15.12.2014 erfolgen, um dann noch vor dem Jahresende zugesagt werden zu können. Für die eigentliche Beratung bleiben nach erfolgter Zusage dann noch sechs Monate Zeit, bis die Abrechnungsunterlagen eingereicht werden können.

Warten Sie nicht, bis Sie unter Zeitdruck geraten, sondern sprechen Sie jetzt in aller Ruhe mit einem von uns ausgewählten und geprüften Berater.“

Von der KfW zertifizierte BeraterInnen für das Gründercoaching Deutschland findet Ihr (auch) bei der .garage berlin! Euer Vorteil: 20 Coaches auf einen Streich. Weitere Infos unter www.garageberlin.de