ein paar Gedanken zum Thema „Fokus“

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Der eine oder die andere, die diesem Blog verfolgt, weiss, dass ich mir immer mal wieder Gedanken darüber mache, wie ich mich und meine Arbeit gut organisiert bekomme. Selbstorganisation, Selbstmanagement, Produktivität sind Themen, die mich interessieren und mit denen ich mich gern beschäftige. Mein Ziel: Ich möchte die richtigen Dinge richtig machen. Und damit fangen meine „Probleme“ schon an: Was sind die richtigen Dinge?  Was heisst richtig machen? Wie setze ich die richtigen Prioritäten? Wie schaffe ich mir dafür Freiräume? Wie schaffe ich es – frei nach Covey – mir Termine für meine Prioritäten zu setzen – statt Prioritäten für meine Termine zu definieren? Ich suche immer wieder nach den hierfür am besten geeigneten Tools und Methoden. Mal arbeite ich analog und versuche mich mit dem „Bullet Journal“ zu organisieren, dann schwöre ich wieder auf meine digitalen Werkzeuge und Workflows. Letztens habe ich tatsächlich mal in Erwägung gezogen mit für ein paar Hundert Euro einen „Fokus-Planer“ aus Papier zu bestellen. Zum Glück hat sich „mein geiziges Ich“ durchgesetzt……

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ein Rant zum Thema Bewerbungen….

Ich bin manchmal ein bisschen überrascht (und ehrlich gesagt auch ein wenig verärgert), wer sich so alles bewirbt, wenn man eine Sozialarbeiter*innen-Stelle ausschreibt…..

Elektronistallateure, Friseure, Arzthelferinnen, Germanistinnen, Versicherungsberater.

Hey… Sozialarbeit ist ein Studium, das man mit einem Bachelor oder Master abschliesst. Nur dann hat man den Nachweis erbracht, dass man Sozialarbeit gelernt hat und den Beruf mit entsprechendem Abschluss ausüben darf und kann.

Ich komme doch auch nicht auf die Idee, mich irgendwo als Zahnarzt zu bewerben, nur weil ich meine „gut zubeissen zu können“ oder als Architekt, weil ich selbst ja auch in einem Haus wohne…. Was läuft da falsch bei den Leuten? Weiss man da schon genaueres?

Warum ich dieses mal CDU wähle

cropped-img_0456.jpgWer mich kennt, weiss das dieser Beitrag für mich „was besonderes“ ist. Ich habe mich selbst immer als „Linken“ definiert. Bis ich merkte, dass das dieses „rechts-links-Schema“ nicht  mehr taugt zur politischen Positionierung. Ich war mal Mitglied bei den Grünen und viel länger bei der SPD. Politisch sozialisiert wurde ich in der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken“ …. Ich war ein erklärter Gegner des Systems. Vor 40 Jahren. Mittlerweile sehe ich das anders. Und alle Antworten, die mir mal wichtig und richtig erschienen, taugen nichts mehr. Die Welt…, Deutschland…., Berlin …. haben sich auf eine Weise verändert, die kaum noch erklärbar und vermittelbar ist. Mit den neuen Problemen brechen alte Erklärungsmuster zusammen. Die Kompetenzen, die benötigt werden, um die Themen und Probleme von heute zu lösen, sind andere als vor 10, 20, 30 oder 40 Jahren. Ideologie hilft nicht mehr. Im Gegenteil: die Ideologen von rechts uns links schaden dem Fortschritt, weil mit ihnen pragmatische Lösungen im Sinne der Menschen nicht möglich sind.

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die Sache mit den (((Klammern)))

Screenshot 2016-06-05 14.53.55Bei Twitter gibt es einen neuen Trend. Und ich mache jetzt auch mit. Immer mehr Leute setzen ihren Twitternamen in eine dreifach-Klammer. Ich habe erst überhaupt nicht gewusst, was das soll und daher erstmal vermutet, dass das wieder irgendeinen Mode-Blödsinn der Generation Lustig ist…… weit gefehlt. Auf meine Frage hin, was es denn mit diesen Klammern auf sich hat bekam ich viele Rückmeldungen und unter anderem auch diesen Link zu einem Beitrag in Berliner Morgenpost vom 3.6.16:

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Land ohne Sorgen

easter-1238845__340Ich verzweifle manchmal an meinen Landsleuten. Ich höre sie jammern und schimpfen. Sie haben Ängste vor Fremden und vor allem, was sie potenziell für gefährlich oder riskant halten. Sie pflegen ihre dicken Bäuche und befürchten, nicht genug zu essen zu bekommen, wenn sie mal für ein paar Feiertage im Voraus einkaufen müssen. Sie haben Angst , dass Menschen, die ärmer sind als sie, etwas von ihrem Geld abhaben wollen. Wenn an der Grenze zur EU Menschen drauf gehen, schauen sie weg – sie sind ja nicht betroffen. Wenn in ihrer Stadt Nazis demonstrieren, schauen sie weg – der Mob richtet seinen Hass ja gegen andere.

Wenn der Nachbar sein Frau und seine Kinder schlägt drehen sie sich weg, es sind ja nicht ihre Kinder, nicht ihre Frauen, die da misshandelt werden. Wenn die Hilfeschreie anderer Menschen zu laut werden, drehen sie den Fernseher lauter. Ihre größte Sorge gilt der nächsten Gehaltserhöhung oder dem diesjährigen Urlaubsziel – denn man kann ja nicht mehr überall hinfahren, weil die Welt „da draussen“ so schlecht ist.

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20 Jahre – und das ist erst der Anfang

Niemals aufgebenHeute feiern wir Geburtstag: Das Stadtteilzentrum Steglitz feiert seinen 20ten….. Zwei Jahrzehnte, die aufregend, anstrengend, spannend, mitreissend, fröhlich, traurig, ……besonders waren. Ich möchte keinen Tag missen. Ich gehörte mit zu denen, die diesen Verein 1995 gegründet haben. Meine Frau – die bis heute eine tragende und (an-) treibende Kraft in diesem Verein ist – , war auch schon bei der Gründung dabei. Der Aufbau, alle Krisen, jedes Auf und Ab haben unser Familienleben nachhaltig beeeinflusst. Unsere Kinder können ein Lied davon singen. Wenig gemeinsame Freizeit, kurze Urlaube, Heiligabend im Nachbarschaftstreff, unzählige Wochenenden im Büro. Danke, dass Ihr das alles mitgetragen und ausgehalten habt!

Heute nachmittag feiern wir. Ab 17 Uhr werden erst Reden gehalten und dann das Tanzbein geschwungen. Ich bin fröhlich angespannt. Freu mich auf die Party. 20 Jahre gehen nicht spurlos an einem vorbei. 20 Jahre sind ein relativ großer Teil meines bislang 53 Jahre umfassenden Lebens……. Ich bin hungrig und durstig nach mehr von diesem Leben. Ich kann nicht genug davon bekommen. Das ist meine Form von „work-life-balance“……. „Wenn Du das liebst, was Du jeden Tag tust, brauchst Du nie wieder arbeiten…..“ Da ist was dran.

Liebe Freunde, draussen an den Empfangsgeräten: Lasst uns das Glas (oder die Tasse) heben: Ich danke Euch für Eure Begleitung, Unterstützung, Eurer Vertrauen, Eure Kritik, Eure Freundschaft, Eure Verwunderung, für Euer Verständnis – und dafür, dass Ihr da seid. Und jetzt könnt Ihr bitte weiterarbeiten….. 😉

#nurmalso

Was macht Euch stark?

Jeder kennt es: Auf gute und erfolgreiche Phasen folgen fast regelmäßig zähe und weniger erfolgreiche Phasen….. Über alles, was gut läuft, lesen wir viel bei Facebook, Twitter und Co.! Wenn es schlecht läuft, schreiben wir eher weniger dazu….. Verständlich irgendwie, aber eigentlich schade. Denn gerade auch in den schwierigen Phasen lernen wir viel für alle anderen Aufgaben (und Zeiten)…

soundcloudIn einem kurzen Podcast habe ich Euch gebeten, mir zu verraten, was Euch stärkt und motiviert, wenn es mal nicht so gut läuft… Wie richtet Ihr Euch auf, wenn Euch der Alltag niederringt, was hilft Euch, tatkräftig die Ärmel hochzukrempeln, wenn alle anderen frustriert das Handtuch werfen…..?

Hier mein Podcast ( K L I C K E N  – und weiter zu Soundcloud)

Ich freue mich auf Eure Kommentare – und auf den Artikel, der daraus entsteht…….

„Soziale Verantwortung“? – 140 Zeichen reichen nicht…..

© Stauke - Fotolia.com

© Stauke – Fotolia.com

Vor ein paar Tagen haben die Kollegen von responti auf Twitter die Frage gestellt, was für uns „soziale Verantwortung“ bedeuten würde. Ich habe geantwortet: „meinen bestmöglichen Beitrag für eine gerechte und solidarische Gesellschaft zu leisten…“  Twitter lässt nur Nachrichten mit 140 Zeichen zu – es versteht sich daher von selbst, dass die Beiträge dort eher oberflächlich und schlagwortartig daher kommen….. Aber zum Glück, kann ich meine Gedanken ja in meinem eigenen kleinen Blog etwas ausführlicher erläutern 😉

Was bedeutet „Soziale Verantwortung“  für mich konkret?

  • Ich engagiere mich für Menschen, die schlechtere Startbedingungen haben als andere, damit auch sie die Chance haben, das Beste aus ihren Talenten, Ressourcen und Möglichkeiten zu machen.
  • Wenn es Menschen schlecht geht und sie Mangel leiden, frage ich nie, woher sie kommen und wohin sie wollen. Auch die „Schuldfrage“ stellt sich nicht. Wer Hilfe und Solidarität braucht, muss Hilfe und Solidarität bekommen.
  • Ich streite politisch gegen Ungerechtigkeit und Armut. Ich bin Mitglied der SPD – für mich (!) die richtige Heimat für Menschen, die sich für eine solidarische und gerechte Gesellschaft engagieren möchten. Ich habe aber auch hohen Respekt vor (fast) allen anderen Meinungen und vor Menschen, die sich in ehrenwerter Absicht für eine bessere Welt engagieren  – auch und gerade wenn sie dies in einer anderen (demokratischen) Partei oder Initiative tun. Viele Wege führen zum Ziel. Wir brauchen eine „Koalition der guten Leute“. Manche der fortschrittlichsten und engagiertesten Mitmenschen, die ich kenne, sind in der CDU. Das finde ich gut.

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Schöne Weihnachten!

IMG_3278Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs ein schönes und friedliches Weihnachtsfest im Kreise angenehmer Menschen. Lasst uns die schöne Stimmung geniessen – aber lasst uns auch die nicht vergessen, die auch zu Weihnachten auf der Straße leben, die, die auch über Weihnachten ums tägliche Überleben kämpfen müssen und an all jede die krank und einsam oder auf der Flucht vor Krieg, Mord und Not sind…… Frieden wär ein schönes Ziel. Nicht nur zur Weihnachtszeit!

Herzlichst, Thomas

 

Effizienz auf 120 Metern…..

Mit dem geringstmögliche Aufwand das maximal mögliche Ergebnis erzielen – das nennt man Effizienz. In unserer neuen Geschäftsstelle lerne ich in den ersten Tagen etwas, was ich möglicherweise verstärkt auch auf andere Bereiche übertragen kann!  Wie das?

IMG_3213Der Weg von meinem Schreibtisch zum WC beträgt rund 60 Meter. Das ist eine Entfernung, die es nötig macht, sich rechtzeitig über seine Bedürfnisse klar zu werden und sich ebenso rechtzeitig auf den Weg zu machen….. Es bietet sich an, die Dinge so zu organisieren, dass man auf diesem Weg noch ein paar andere Dinge „quasi nebenbei“ erledigen kann. Konkret: Ich spüre Bedürfnisse und mache mich auf den Weg. Ich nehme meine leere Kaffeetasse und 12 Seiten mit, die zu kopieren sind. Bei Meter 10 erreiche ich die Kaffeemaschine. Dort stelle ich meine Kaffeetasse ab und schnappe mir den leeren Wasserbehälter. Mit leerem Wasserbehälter und meinen 12 Seiten Papier laufe ich weiter Richtung WC. Bei Meter 47 erreiche ich den Kopierraum. Ich lege meine 12 Seiten in den Papiereinzug und drücke auf Start bevor es – jetzt nur noch mit dem leeren Wasserbehälter bestückt – weiter geht. Bei Meter 52 erreiche ich die Küche, wo ich den Wasserbehälter abstelle und die letzten 8 Meter – jetzt schon etwas zügiger – Richtung Sanitärtrakt eile…. Wenige Minuten später trete ich den Rückmarsch an, erreiche sogleich die Küche, wo ich den Wasserbehälter fülle und mich auf den Weg Richtung Kopierraum mache. Ich schnappe mir meine Sachen und laufe weiter – mit vollem Wasserbehälter und  nunmehr 24 Blatt Papier – Richtung Kaffeemaschine. Hier kann ich mir nun einen Kaffee zubereiten und mit voller Tasse wieder loslaufen Richtung Büro. 120 Meter. Perfekt ausgenutzt.

Auf den Alltag übertragen: Viel öfter sollten wir uns Gedanken machen, was wir „so ganz nebenbei“ zusätzlich erledigen können, wenn wir sowieso schon unterwegs sind. Das spart Zeit und unnötige Wege. #nurmalso