ein paar Gedanken zum Thema „Fokus“

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Der eine oder die andere, die diesem Blog verfolgt, weiss, dass ich mir immer mal wieder Gedanken darüber mache, wie ich mich und meine Arbeit gut organisiert bekomme. Selbstorganisation, Selbstmanagement, Produktivität sind Themen, die mich interessieren und mit denen ich mich gern beschäftige. Mein Ziel: Ich möchte die richtigen Dinge richtig machen. Und damit fangen meine „Probleme“ schon an: Was sind die richtigen Dinge?  Was heisst richtig machen? Wie setze ich die richtigen Prioritäten? Wie schaffe ich mir dafür Freiräume? Wie schaffe ich es – frei nach Covey – mir Termine für meine Prioritäten zu setzen – statt Prioritäten für meine Termine zu definieren? Ich suche immer wieder nach den hierfür am besten geeigneten Tools und Methoden. Mal arbeite ich analog und versuche mich mit dem „Bullet Journal“ zu organisieren, dann schwöre ich wieder auf meine digitalen Werkzeuge und Workflows. Letztens habe ich tatsächlich mal in Erwägung gezogen mit für ein paar Hundert Euro einen „Fokus-Planer“ aus Papier zu bestellen. Zum Glück hat sich „mein geiziges Ich“ durchgesetzt……

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ein Rant zum Thema Bewerbungen….

Ich bin manchmal ein bisschen überrascht (und ehrlich gesagt auch ein wenig verärgert), wer sich so alles bewirbt, wenn man eine Sozialarbeiter*innen-Stelle ausschreibt…..

Elektronistallateure, Friseure, Arzthelferinnen, Germanistinnen, Versicherungsberater.

Hey… Sozialarbeit ist ein Studium, das man mit einem Bachelor oder Master abschliesst. Nur dann hat man den Nachweis erbracht, dass man Sozialarbeit gelernt hat und den Beruf mit entsprechendem Abschluss ausüben darf und kann.

Ich komme doch auch nicht auf die Idee, mich irgendwo als Zahnarzt zu bewerben, nur weil ich meine „gut zubeissen zu können“ oder als Architekt, weil ich selbst ja auch in einem Haus wohne…. Was läuft da falsch bei den Leuten? Weiss man da schon genaueres?

Zwischenfazit nach 4 Wochen „Mail-Diät“

Anfang Dezember hatte ich HIER angekündigt, dass ich meinen Umgang mit E-Mails – zunächst testweise – verändern will. Mein Grund:  Ich will mich mehr um die wirklich wirklich wichtigen Dinge in meinem (beruflichen und privaten) Leben kümmern und nicht ständig wie ein „Getriebener“ auf Anforderungen von Aussen reagieren. Und – das hatte ich ja schon in dem eingangs erwähnten Beitrag zitiert – : „Wer ständig auf Mails reagiert, arbeitet die To-Do-Listen anderer Leute ab.“ Und das ist genau das Gegenteil davon, seinen Fokus auf seine eigenen Ziele und Prioritäten zu richten.

Konkret habe ich beschlossen,

  • meine Mails nur noch einmal am Tag zu checken und zu bearbeiten,
  • dies auf gar keinen Fall am Morgen (also als erste Arbeitshandlung) zu machen und
  • meine Mail-App von meinem Smartphone zu löschen.

Nach etwas über vier Wochen wage ich ein erstes Zwischenfazit. (Spoiler: es funktioniert!)

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mein Mail-Experiment im Dezember….

Ab heute mache ich mein persönliches E-Mail-Experiment! Ich lese und bearbeite meine Mails nur noch einmal am Tag. So der Plan – und ich bin gespannt, ob ich das durchhalte. 

Ich habe mich mal beobachtet – im Schnitt gucke ich 4-5 mal pro Stunde auf mein iphone um nach Mails zu gucken. Und wenn ich am Rechner im Büro sitze, checke ich den Posteingang noch öfter. Und ich neige dazu, jedesmal sofort auf die Mails zu reagieren bzw. sie zumindest irgendwie für eine spätere Bearbeitung zu markieren oder sie an andere weiterzuleiten. Ich tue irgendwas mit ihnen – und lasse mich auf diese Weise andauernd von den Aufgaben und Dingen ablenken, die ich  eigentlich machen wollte und sollte. Insofern sind E-Mails meine ganz speziellen Produktivitätskiller. Und sie bringen mich zudem in einen Modus, der 100%ig fremdbestimmt ist. Irgendein schlauer Kopf hat mal gesagt: „Wer ständig auf Mails reagiert, arbeitet die To-Do-Listen anderer Leute ab.“ Und das ist genau das Gegenteil davon, seinen Fokus auf seine eigenen Ziele und Prioritäten zu richten.

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„Wohlfahrt meets Social Entrepreneurship“ – es bewegt sich was……

Die beste Nachricht gleich am Anfang: Die Veranstaltung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes am 5.12. im Umspannwerk Berlin war mit geschätzt rund 100 Menschen bestens besucht. Das Thema der Auftaktveranstaltung des „Innovationsforums“ des Paritätischen scheint einen Nerv getroffen zu haben. Kein Wunder: Wir leben in unruhigen Zeiten und der Veränderungsdruck in allen Bereichen des gesellschaftlichen, persönlichen und eben auch des sozialen Lebens hat ein ungeheures, teils angsteinflößendes Ausmaß erreicht. Und die Geschwindigkeit und die Dynamik  des Wandels lösen bei vielen Menschen – auch in der Sozialwirtschaft – Verunsicherung, aber auch Neugier aus. Beste Voraussetzungen für eine Veranstaltung, bei der sich Vertreter*innen der klassischen Wohlfahrt mit Social Entrepreneurs (by the way: Wie gendert man „Entrepreneur“?) treffen um sich auszutauschen und zu eruieren, wo es Schnittmengen und Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede und Differenzen gibt.

Markus Sauerhammer (@teraspri), Vorsitzender des Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND e.V.) betonte in seiner Keynote die Gemeinsamkeiten:

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„Menschen begleiten, ihren Lebenstraum zu verwirklichen und erfolgreich zu sein.“

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Vor ein paar Tagen habe ich hier ein altes Interview veröffentlicht, in dem mich Jeannette Hagen darüber befragt, wie es 2006 mit der .garage berlin begann.

Heute – einige Jahre, nach dem ersten Interview –  gibt es eine Fortsetzung. Denn natürlich unterliegt auch die .garage Marktgegebenheiten, muss sie sich anpassen, erlebt sie, wie jede andere Gründung auch, mal ein Tief. Wie reagiert man darauf? Was hat sich verändert?

HIER gehts auf die Seite der .garage berlin zum Interview.

 

abholen, mitnehmen, transportieren….

5129625865_e40a2c919a_zIch kann es manchmal kaum noch hören, dieses sozialarbeiterische Mantra „wir müssen die Leute da abholen, wo sie stehen und sie mitnehmen“…… Gern noch ergänzt durch die Selbstbeauftragung „Wir müssen unsere Botschaften angemessen transportieren“….. So als wäre Sozialarbeit eine Transport- und Logistikaufgabe. Bei Twitter habe ich dazu passend mal gelesen: „Wer immer abgeholt wird, sieht irgendwann mal ziemlich mitgenommen aus.“ Da ist wohl was dran.

Gern unberücksichtigt bleibt die Frage: Wohin soll die Reise denn gehen, zu der wir die Menschen abholen und mitnehmen? Bestimmen sie das Reiseziel? Ist es unser Ziel? Ist die Route klar? Und wer legt fest, wo es lang geht und wie dieses Ziel erreicht wird? In der Sozialarbeit setzt sich als Standard durch, dass wir unsere sozialarbeiterischen  Angebote am Willen und an den Zielen der Betroffenen auszurichten haben. Nur ihr Wille, ihr individuelles Ziel ist für den Prozess relevant. Der Wille des Sozialarbeitenden spielt keine Rolle. Ausgehend vom Willen und den Zielen der „Klienten“ helfen wir die Ressourcen der Menschen zu erkennen, zu „heben“, sie nutzbar zu machen für ihren jeweiligen  Entwicklungsprozess. Unser Menschenbild dahinter ist klar: Jeder Mensch ist Expert*in seines Lebens und als solcher als einziger befugt und in der Lage zu bestimmen, wie dieses Leben gelebt werden soll. Selbstbestimmung und Selbstverantwortung sind zentrale Schlüsselbegriffe dieses Konzepts.

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Millionäre aufgemerkt: Ihr werdet gebraucht!

Heute saß ich mit Jeannette Hagen zusammen und wir haben mal wieder ein bisschen Austausch betrieben über unser gemeinsames Projekt Kunst für Demokratie. 

Jeannette ist eine überdurchschnittlich engagierte Aktivistin für Demokratie und Menschenrechte. Und es ist mir eine große Ehre, mit ihr gemeinsam die Geschäftsführung für die Kunst für Demokratie UG innezuhaben. KFD hat wichtige Anliegen: „Alle angedachten Projekte von Kunst für Demokratie verfolgen das Ziel, Demokratie mit künstlerischen Mitteln für jeden erfahrbar zu machen. Das Gefühl der Teilhabe wird ebenso vermittelt, wie besonders bei den Jüngeren Empathie, Sinneswahrnehmungen und das Vertrauen in die Selbstwirksamkeit gestärkt werden. Wenn wir Demokratie leben wollen, brauchen wir die inneren Voraussetzungen dafür. Die Basis wird im Kindesalter gelegt, kann aber auch bei Erwachsenen immer noch gefestigt werden. Kunst öffnet Türen und Räume.

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Mit dem Herz in der Hand…. die eigene Zukunft gestalten. Zum Beispiel in der .garage berlin

IMG_2127Jeanette Hagen hat ein Interview  ausgegraben, das schon  einige  Jahre alt ist  und in dem ich darüber befragt werde, wie es 2006 mit der .garage berlin begann…..

Das Interview hat mir heute nochmal bewusst gemacht und in Erinnerung gerufen, dass die .garage nie fertig war….  und nie fertig sein wird…. Wir arbeiten an einem Projekt, in dem noch viel Potenzial schlummert. Und ich habe manchmal das Gefühl, dass die besten Zeiten der .garage noch kommen. Denn die Zeit ist reif für eine etwas andere Art der Gründungs- und Unternehmensberatung.

Was sind Deine Ideen und Wünsche in bezug auf eine gute und zeitgemäße Gründungs- und Unternehmens-/Organisationsberatung? Wie könnte die .garage Dir bei der Realsierung Deiner Ideen, Ziele und Visionen helfen? Ich freu mich auf Dein Feedback!

HIER gehts zum Interview auf der Seite der .garage berlin!

 

20 Jahre im Gutshaus Lichterfelde: Wenn das Gutshaus seine Geschichte erzählen könnte …

Unser Verein, das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. , feiert am Samstag, den 22.6.2019 ein rundes Jubiläum: 20 Jahre sind wir nun schon im Gutshaus Lichterfelde im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf tätig. Im ältesten Profanbau des Bezirks organisieren wir Nachbarschafts- und Stadtteilarbeit und seit zwei Jahrzehnten auch den Betrieb der Kita „Schlosskobolde“. Meine Kollegin Anna Schmidt hat anlässlich dieses tollen Jubiläums einen wunderbaren Blogartikel geschrieben, den ich hier gerne „rebloggen“ möchte.

Danke Anna, für diesen schönen Rück- und Draufblick 🙂

„Eine kleine Gruppe Eltern und MitarbeiterInnen saßen im Gemeinschaftsraum des Nachbarschaftsvereins Lankwitz. Die Eltern hatten um das Gespräch gebeten. Ein paar Tage zuvor hatten sie völlig überraschend erfahren, dass der Träger der Kindertagesstätte in der ihre Kinder untergebracht waren, Insolvenz angemeldet hatte und die Kita in kürzester Zeit schließen sollte. Der ersten Ratlosigkeit folgte der Wille, sich für diese Kita einzusetzen und dafür diente dieses Gespräch. Die Eltern fanden interessierte GesprächspartnerInnen und so ging diese Geschichte los …

Dieses Elterngespräch ist fast genau 20 Jahre her. Was folgte waren viele weitere Gespräche mit Bezirkamtsvertretern, Senatsverwaltung, dem Insolvenzverwalter und den Eltern. Hürden waren zu nehmen, Vorraussetzungen zu schaffen, neue MitarbeiterInnen mussten gesucht, Bedingungen ausgehandelt werden. Wichtig war die Anmeldung von 20 Kindern um eine vorläufige Betriebsgenehmigung für die Kita zu bekommen. Aber: Der damals kleine Nachbarschaftsverein hatte eine Vision. Eine Vorstellung, was man in diesem Haus, in dem die Kita untergebracht war, alles im Sinne des Nachbarschaftsgedanken bewerkstelligen könne … und schaffte es. Die Kita wurde weiter betrieben, der Nachbarschaftsbereich im Erdgeschoss eingerichtet und das Dachgeschoss des Gebäudes wurde die neue Geschäftsstelle. Thomas Mampel, damals wie heute Geschäftsführer des Vereins sagt dazu: „Die Übernahme der Trägerschaft für das Gutshaus Lichterfelde und die Kita wäre ohne die Unterstützung und das Engagement der Eltern damals nicht möglich gewesen. Diese Tatsache hat auch dazu geführt, dass dieser Prozess vom Bezirksamt und von der Senatsverwaltung mitgetragen, begleitet und unterstützt wurde.“ Zudem entstand eine starke Verbundenheit zwischen allen Beteiligten in diesen spannenden ersten Wochen. Ein zweiter Aspekt unterstützte die Absicht des Vereins: Mit der Übernahme des Gutshaus Lichterfelde kam der Verein in die Förderung durch den „Stadtteilzentren-Vertrag“: Finanzielle Mittel bzw. eine Förderung um den Kernauftrag Nachbarschafts- und Stadtteilarbeit umzusetzen, standen erstmals zur Verfügung. Das war ein Meilenstein in der noch recht jungen Vereinsgeschichte.

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