Reinventing SzS

Es ist lange her, dass ich mich ein Buch so begeistert hat, wie  „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux. Und überall auf der Welt entdecken Unternehmer*innen, Führungskräfte und Mitarbeitende in Organisationen die Ideen aus diesem Buch und machen sich auf den Weg, ihre Organisationen zu transformieren. Auch im Stadtteilzentrum Steglitz  haben sich verschiedene Menschen unabhängig voneinander mit den Ideen beschäftigt. Mitte Februar hatte ich in meinem Blog schon erste Andeutungen gemacht, dass wir im SzS an ersten Ideen arbeiten.

Mich – und ich vermute, dass es anderen Kolleg*innen nicht anders geht – spricht das Thema sehr an, weil es genau da ansetzt, wo ich meinen „Schmerzpunkt“, den Statuts meiner eigenen Arbeits(un)zufriedenheit spüre. Immer öfter die Frage nach dem Sinn und ob ich durch das, was ich tue, meine „Kernleidenschaft“ erlebe. Immer öfter erlebe ich mich, wie ich gegen bürokratische Windmühlen und gegen idiotische Vorgaben der Verwaltung ankämpfe. Mich in ellenlangen Gremiensitzungen langweile, in Projekt- Arbeitsgruppen mitwirke, die nie zu einem Ergebnis kommen. Dabei bin ich mal angetreten, um die Welt zu verändern 😉 …. ich will nicht rumjammern. Wenn es nur um mich gehen würde, müsste ich sehen, wie ich das Problem für mich persönlich gelöst kriege. Aber es scheint kein persönliches Problem von mir allein zu sein. Überall – auch im Stadtteilzentrum Steglitz – begegnen mir Kolleginnen und Kollegen, die müde sind. Sie haben den Eindruck, nur noch den (Fachkräfte-) Mangel zu verwalten und Lücken zu füllen, externe (und interne) Verwaltungsanforderungen zu erfüllen, eigene Ansprüche an die Gestaltung der Arbeit mit Kundenerwartungen und Qualitätsrichtlinien unter einen Hut zu kriegen. Und es betrifft alle Ebenen unseres Vereins. Leitungskräfte beklagen die zunehmende Sinnentleerung ebenso wie Erzieherinnen und Erzieher in den Eichrichtungen.

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gleiches Geld für gleiche Arbeit?

wpid-img_20140119_113526.jpgDie Tarifverhandlungen für die Angestellten des öffentlichen Dienstes waren aus Sicht von verdi sehr erfolgreich. Vor allem Erzieher*innen profitieren von z.T. erheblichen Gehaltssteigerungen. Ein wichtiger Aspekt dabei: die Berliner Angestellten im Öffentlichen Dienst werden demnächst nicht mehr nach dem TVL Berlin bezahlt, sondern nach dem (besseren) TVDÖ.  

Die Kostensätze zur Finanzierung der freien Träger orientierten sich bislang an Durchschnittssätzen nach TVL (wir bekommen also keine Realkostenfinanzierung unserer Mitarbeitenden sondern lediglich einen fiktiven Durchschnittssatz) – somit waren sie bislang ohnehin schon schlechter gestellt als vergleichbare Angestellte in staatlichen Betrieben.

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Kita und Hort nur mit Impfung?

Eine Kita in Essen hat entschieden, nur noch Kinder aufzunehmen, die geimpft sind. Diese Entscheidung sorgt für Aufsehen. Sogar der Spiegel berichtet darüber ( > zum Artikel < ).  Im Artikel wird Jutta Behrwind vom Kita-Betreiber zitiert: „Die Resonanz auf die Maßnahme sei durchweg positiv, so Behrwind. Viele Eltern begrüßten, dass nun Infektionen mit Krankheiten besser vorgebeugt werde. Während der laufenden Anmeldegespräche habe bislang nur ein einzelner Vater Kritik an der neuen Regelung geübt. Impfgegner fürchten Risiken von Impfungen oder bezweifeln deren Wirksamkeit. Diese Positionen werden aber von der Fachwelt fast einhellig als unzutreffend und unwissenschaftlich abgelehnt.“

Impfschutz als „Pluspunkt“ bei Bewerbung um Kitaplatz beim Stadtteilzentrum Steglitz ?

Auch im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. wird das Thema besprochen. Erstmals hatten wir nun auch eine Bewerbung um einen Platz in einer unserer Kitas, in der explizit damit geworben wurde, dass das Kind allumfassend geimpft ist.

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Ethikbasiertes Management sozialer Organisationen

Ich bin heute und morgen in Freiburg und treffe mich mit Hendrik Epe um über  „Reinventing Organizations“ zu diskutieren. Denn: das   Thema ist gerade im Stadtteilzentrum Steglitz e.V.  auf der Tagesordnung – wir arbeiten da an ein paar Ideen. Mehr darüber in den nächsten Wochen und Monaten auf diesem Blog.  Es trifft sich gut, dass Mitarbeitende des Stadtteilzentrum Steglitz sich unabhängig voneinander und oft ohne voneinander zu wissen, mit dem Thema beschäftigt und auseinandergesetzt haben. Einer von Ihnen ist Jonas Volpers, der seine Masterarbeit zum Thema „Ethikbsasierte Organisationsgestaltung in der Sozialen Arbeit“ geschrieben hat. Jonas leitet das Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum „KiJuNa“ unseres Vereins in Lichterfelde-Süd.  Eine Kurzfassung der wichtigsten Thesen hat Jonas in dem Artikel „Ethikbasiertes Management sozialer Organsiationen“ knackig zusammengefasst hat. Mit seiner freundlichen Genehmigung wird dieser lesenswerte Beitrag auch auf diesem Blog zur Verfügung gestellt. (Der Beitrag ist vorher u.a. auch bei Ideequadrat   veröffentlicht und besprochen worden…)

Ethikbasiertes Management sozialer Organisationen 

von Jonas Volpers

Die Beschäftigung mit den ethischen Grundlagen des eigenen Handelns ist und bleibt für alle sozialen Organisationen eine zentrale Aufgabe. Ausgehend von der Feststellung, dass zugleich betriebswirtschaftliche Anforderungen verstärkt zu einem zentralen Thema im sozialarbeiterischen Diskurs werden, stellt dieser Beitrag die Frage, wie das Management sozialer Organisationen von ihrem professionsethischen Fundament her gedacht werden kann. Hierbei werden die Beispiele zweier sozialer Träger herangezogen, die in Deutschland vorwiegend im Bereich der Jugendhilfe tätig sind.

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der erste Monat ist rum… dumdidum…. #geschäftsführertagebuch

Der Januar ist vorbei. Wahnsinn. Gerade eben noch habe ich Weihnachten und Silvester gefeiert – und nun ist einer von zwölf Monaten des neuen Jahres schon wieder Geschichte.

Es gab viel Arbeit – wie immer. Und die Entwicklungen zum Anfang des Jahres lassen erahnen, dass das Jahr 2019 noch ziemlich viel weitere Jobs  und interessante Prozesse im Gepäck hat.

Mal eben kurz zusammengefasst, wie sich die Situation zu Beginn des Jahres darstellt:

  • „unser kleiner BER“ ist fertig. Nach mehrjährigem Vorlauf (Planung, Genehmigungsverfahren, Pannen, Bau) ist unsere Kita „Marienfelder Kiezhopser“ fertig geworden. Am 7. Januar haben  die ersten Kinder das Haus in Beschlag genommen. Es kümmert sie wenig, dass das Bauprojekt  rund 1.77 Millionen Euro verschlungen hat. Sie nehmen sich das Haus  einfach. Und das ist gut so!

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Umfrage: Chefaufgabe Motivation?

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Manchmal geht mir das trübe und regnerische Wetter auf den Geist und schlägt mir auch ein bisschen aufs Gemüt. Manchmal ärger ich mich auch über irgendwas oder bin in Gedanken bei irgendwelchen Problemen oder schwierigen Aufgaben Und das sieht man mir dann häufig auch an.

Heute sprach mich eine Kollegin auf dem Flur an und forderte mich halb lustig, halb ernst gemeint auf, mal ein bisschen für gute Stimmung in der Geschäftsstelle zu sorgen, in dem ich mit „gutem Beispiel“ voran gehe und durch einen veränderten Gesichtsausdruck und ein fröhliches Erscheinungsbild für gute Laune bei den Mitarbeitenden sorge – schliesslich hätte ich als Chef eine Vorbildfunktion und wäre dafür zuständig, „meine“ Leute zu motivieren.

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Danke Steglitz! 

Heute haben wir in der Karstadt-Filiale Berlin-Steglitz einen Spendenscheck in Höhe von 33.969,24 € entgegen nehmen dürfen. Die größte Einzelspende eines Unternehmens in der 21-jährigen Geschichte des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ….. Ein Jahr lang wurde Geld gesammelt: Für jeden Bon, der über die „Kassentheke“ ging spendete Karstadt 2 Cent. Die Kunden durften dann entscheiden, welches Projekt in den Genuss der Spende kommt – und sie entschieden sich mit einer deutlichen Mehrheit für das Projekt „wellcome“ unseres Vereins. Das Projekt unterstützt junge Familien – v.a. auch Alleinerziehende- dabei, sich in der neuen Rolle gut zurecht zu finden. Wir sind unglaublich dankbar – und wir freuen uns, dass Karstadt von sich aus beschlossen hat, das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. auch im Jahr 2017 weiter zu unterstützen: In diesem Jahr spendet das Kaufhaus in der Schlossstrasse für jeden Bon 1 Cent an unseren Verein, um damit die familienunterstützenden Angebote unseres Vereins zu fördern. 


Wir bedanken uns herzlich bei Karstadt und allen Kundinnen und Kunden von Karstadt Steglitz für diese großartige und großzügige Unterstützung! 

Keine Werbung für die AFD auf unserer Seite!

Achtung Stop

#noafd

Das Stadtteilzentrum Steglitz ist Herausgeber der Online-Zeitung „Stadtrandnachrichten“. Immer wieder bekommen, wir Pressemeldungen und Informationen der AFD, mit der Bitte um Veröffentlichung – was wir aber nicht tun. Nach der letzten PM des stellv. Landesvorsitzenden, habe ich erläutert, warum wir der AFD keine Bühne bieten wollen und werden.


Sehr geehrter Herr Dr. Berg,

das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist Herausgeber der Internetzeitung www.stadtrandnachrichten.de. Wiederholt haben wir Pressemitteilungen von Ihnen erhalten – und aus Überzeugung nicht veröffentlicht. Die Onlinezeitung ist ein nicht-kommerzielles Projekt, mit dem wir einen Beitrag leisten wollen, über Probleme, Themen und Neuigkeiten im Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu informieren. Wir sind parteipolitisch und weltanschaulich unabhängig. Aber wir haben eine Meinung.

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offener Brief an meine Mitarbeiter*innen in der Notunterkunft Kiriat-Bialik

#umdenken

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

In den nächsten Tagen und Wochen endet ein gemeinsamer Weg.  Seit November 2015 betreuen wir die zu einer Notunterkunft  umfunktionierte Turnhalle in Lankwitz. Bis zu 200 Geflüchtete waren dort zwischenzeitlich untergebracht. Ihr habt die Menschen durch alle Höhen und Tiefen begleitet und seid dabei oft selbst an Eure Grenzen gestossen. Die Schicksale dieser Menschen, ihr Leid, ihr Schmerz, aber auch ihre Kraft, ihre Wünsche und ihre Sehnsüchte sind natürlich nicht spurlos an Euch vorbeigegangen. Ich habe Euch oft bewundert – wie Ihr es schafft, selbst stark zu bleiben inmitten dieser belastenden Situation.  Eine Turnhalle ist kein Ort zum Wohnen, zum Leben. Ein Notbehelf, der „damals“ gebraucht wurde, damit die Menschen nicht unter freiem Himmel überwintern müssen. Der Notbehelf musste über ein Jahr halten und funktionieren. Ihr habt es geschafft, den unwirtlichen Ort zu einem guten Ort für die Menschen zu machen. 200 Menschen auf engstem Raum ohne Privatsphäre und ohne Chance, sich auch mal zurückziehen zu können. Über ein Jahr lang Fertigessen vom Caterer und fremdbestimmte Tagesabläufe.

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„Härtefälle“ bleiben im Bezirk: Danke Frau Senatorin!

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In der letzten Woche hatte ich hier in meinem Geschäftsführertagebuch meinem Unmut Luft gemacht: Endlich werden die mit Geflüchteten notbelegten Turnhalle geräumt – teilweise seit über einem Jahr lebten im Bezirk noch rund 350 Menschen unter diesen schwierigen Bedingungen. Wermutstropfen: Die Geflüchteten ziehen nach Marzahn-Hellersdorf, ans entfernteste andere Ende der Stadt. Wir haben versucht mit den zuständigen Kollegen in der Koordinierungsrunde Flüchtlingsarbeit  des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf eine „Härtefallregelung“ zu erreichen und wenigstens für besonders betroffene Familien (behindertes Kind, besonders gut in Kita oder Schule integriert, frischer Beginn einer Ausbildung im Bezirk) eine Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünfte in unserem Bezirk zu vermitteln. Und wurden vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) rigorors gebremst, dem Bezirk die „eigenmächtige“ Suche nach Unterkünften untersagt.

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