Kita und Hort nur mit Impfung?

Eine Kita in Essen hat entschieden, nur noch Kinder aufzunehmen, die geimpft sind. Diese Entscheidung sorgt für Aufsehen. Sogar der Spiegel berichtet darüber ( > zum Artikel < ).  Im Artikel wird Jutta Behrwind vom Kita-Betreiber zitiert: „Die Resonanz auf die Maßnahme sei durchweg positiv, so Behrwind. Viele Eltern begrüßten, dass nun Infektionen mit Krankheiten besser vorgebeugt werde. Während der laufenden Anmeldegespräche habe bislang nur ein einzelner Vater Kritik an der neuen Regelung geübt. Impfgegner fürchten Risiken von Impfungen oder bezweifeln deren Wirksamkeit. Diese Positionen werden aber von der Fachwelt fast einhellig als unzutreffend und unwissenschaftlich abgelehnt.“

Impfschutz als „Pluspunkt“ bei Bewerbung um Kitaplatz beim Stadtteilzentrum Steglitz ?

Auch im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. wird das Thema besprochen. Erstmals hatten wir nun auch eine Bewerbung um einen Platz in einer unserer Kitas, in der explizit damit geworben wurde, dass das Kind allumfassend geimpft ist.

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Ethikbasiertes Management sozialer Organisationen

Ich bin heute und morgen in Freiburg und treffe mich mit Hendrik Epe um über  „Reinventing Organizations“ zu diskutieren. Denn: das   Thema ist gerade im Stadtteilzentrum Steglitz e.V.  auf der Tagesordnung – wir arbeiten da an ein paar Ideen. Mehr darüber in den nächsten Wochen und Monaten auf diesem Blog.  Es trifft sich gut, dass Mitarbeitende des Stadtteilzentrum Steglitz sich unabhängig voneinander und oft ohne voneinander zu wissen, mit dem Thema beschäftigt und auseinandergesetzt haben. Einer von Ihnen ist Jonas Volpers, der seine Masterarbeit zum Thema „Ethikbsasierte Organisationsgestaltung in der Sozialen Arbeit“ geschrieben hat. Jonas leitet das Kinder-, Jugend- und Nachbarschaftszentrum „KiJuNa“ unseres Vereins in Lichterfelde-Süd.  Eine Kurzfassung der wichtigsten Thesen hat Jonas in dem Artikel „Ethikbasiertes Management sozialer Organsiationen“ knackig zusammengefasst hat. Mit seiner freundlichen Genehmigung wird dieser lesenswerte Beitrag auch auf diesem Blog zur Verfügung gestellt. (Der Beitrag ist vorher u.a. auch bei Ideequadrat   veröffentlicht und besprochen worden…)

Ethikbasiertes Management sozialer Organisationen 

von Jonas Volpers

Die Beschäftigung mit den ethischen Grundlagen des eigenen Handelns ist und bleibt für alle sozialen Organisationen eine zentrale Aufgabe. Ausgehend von der Feststellung, dass zugleich betriebswirtschaftliche Anforderungen verstärkt zu einem zentralen Thema im sozialarbeiterischen Diskurs werden, stellt dieser Beitrag die Frage, wie das Management sozialer Organisationen von ihrem professionsethischen Fundament her gedacht werden kann. Hierbei werden die Beispiele zweier sozialer Träger herangezogen, die in Deutschland vorwiegend im Bereich der Jugendhilfe tätig sind.

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der erste Monat ist rum… dumdidum…. #geschäftsführertagebuch

Der Januar ist vorbei. Wahnsinn. Gerade eben noch habe ich Weihnachten und Silvester gefeiert – und nun ist einer von zwölf Monaten des neuen Jahres schon wieder Geschichte.

Es gab viel Arbeit – wie immer. Und die Entwicklungen zum Anfang des Jahres lassen erahnen, dass das Jahr 2019 noch ziemlich viel weitere Jobs  und interessante Prozesse im Gepäck hat.

Mal eben kurz zusammengefasst, wie sich die Situation zu Beginn des Jahres darstellt:

  • „unser kleiner BER“ ist fertig. Nach mehrjährigem Vorlauf (Planung, Genehmigungsverfahren, Pannen, Bau) ist unsere Kita „Marienfelder Kiezhopser“ fertig geworden. Am 7. Januar haben  die ersten Kinder das Haus in Beschlag genommen. Es kümmert sie wenig, dass das Bauprojekt  rund 1.77 Millionen Euro verschlungen hat. Sie nehmen sich das Haus  einfach. Und das ist gut so!

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Umfrage: Chefaufgabe Motivation?

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Manchmal geht mir das trübe und regnerische Wetter auf den Geist und schlägt mir auch ein bisschen aufs Gemüt. Manchmal ärger ich mich auch über irgendwas oder bin in Gedanken bei irgendwelchen Problemen oder schwierigen Aufgaben Und das sieht man mir dann häufig auch an.

Heute sprach mich eine Kollegin auf dem Flur an und forderte mich halb lustig, halb ernst gemeint auf, mal ein bisschen für gute Stimmung in der Geschäftsstelle zu sorgen, in dem ich mit „gutem Beispiel“ voran gehe und durch einen veränderten Gesichtsausdruck und ein fröhliches Erscheinungsbild für gute Laune bei den Mitarbeitenden sorge – schliesslich hätte ich als Chef eine Vorbildfunktion und wäre dafür zuständig, „meine“ Leute zu motivieren.

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Danke Steglitz! 

Heute haben wir in der Karstadt-Filiale Berlin-Steglitz einen Spendenscheck in Höhe von 33.969,24 € entgegen nehmen dürfen. Die größte Einzelspende eines Unternehmens in der 21-jährigen Geschichte des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ….. Ein Jahr lang wurde Geld gesammelt: Für jeden Bon, der über die „Kassentheke“ ging spendete Karstadt 2 Cent. Die Kunden durften dann entscheiden, welches Projekt in den Genuss der Spende kommt – und sie entschieden sich mit einer deutlichen Mehrheit für das Projekt „wellcome“ unseres Vereins. Das Projekt unterstützt junge Familien – v.a. auch Alleinerziehende- dabei, sich in der neuen Rolle gut zurecht zu finden. Wir sind unglaublich dankbar – und wir freuen uns, dass Karstadt von sich aus beschlossen hat, das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. auch im Jahr 2017 weiter zu unterstützen: In diesem Jahr spendet das Kaufhaus in der Schlossstrasse für jeden Bon 1 Cent an unseren Verein, um damit die familienunterstützenden Angebote unseres Vereins zu fördern. 


Wir bedanken uns herzlich bei Karstadt und allen Kundinnen und Kunden von Karstadt Steglitz für diese großartige und großzügige Unterstützung! 

Keine Werbung für die AFD auf unserer Seite!

Achtung Stop

#noafd

Das Stadtteilzentrum Steglitz ist Herausgeber der Online-Zeitung „Stadtrandnachrichten“. Immer wieder bekommen, wir Pressemeldungen und Informationen der AFD, mit der Bitte um Veröffentlichung – was wir aber nicht tun. Nach der letzten PM des stellv. Landesvorsitzenden, habe ich erläutert, warum wir der AFD keine Bühne bieten wollen und werden.


Sehr geehrter Herr Dr. Berg,

das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist Herausgeber der Internetzeitung www.stadtrandnachrichten.de. Wiederholt haben wir Pressemitteilungen von Ihnen erhalten – und aus Überzeugung nicht veröffentlicht. Die Onlinezeitung ist ein nicht-kommerzielles Projekt, mit dem wir einen Beitrag leisten wollen, über Probleme, Themen und Neuigkeiten im Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu informieren. Wir sind parteipolitisch und weltanschaulich unabhängig. Aber wir haben eine Meinung.

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offener Brief an meine Mitarbeiter*innen in der Notunterkunft Kiriat-Bialik

#umdenken

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

In den nächsten Tagen und Wochen endet ein gemeinsamer Weg.  Seit November 2015 betreuen wir die zu einer Notunterkunft  umfunktionierte Turnhalle in Lankwitz. Bis zu 200 Geflüchtete waren dort zwischenzeitlich untergebracht. Ihr habt die Menschen durch alle Höhen und Tiefen begleitet und seid dabei oft selbst an Eure Grenzen gestossen. Die Schicksale dieser Menschen, ihr Leid, ihr Schmerz, aber auch ihre Kraft, ihre Wünsche und ihre Sehnsüchte sind natürlich nicht spurlos an Euch vorbeigegangen. Ich habe Euch oft bewundert – wie Ihr es schafft, selbst stark zu bleiben inmitten dieser belastenden Situation.  Eine Turnhalle ist kein Ort zum Wohnen, zum Leben. Ein Notbehelf, der „damals“ gebraucht wurde, damit die Menschen nicht unter freiem Himmel überwintern müssen. Der Notbehelf musste über ein Jahr halten und funktionieren. Ihr habt es geschafft, den unwirtlichen Ort zu einem guten Ort für die Menschen zu machen. 200 Menschen auf engstem Raum ohne Privatsphäre und ohne Chance, sich auch mal zurückziehen zu können. Über ein Jahr lang Fertigessen vom Caterer und fremdbestimmte Tagesabläufe.

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„Härtefälle“ bleiben im Bezirk: Danke Frau Senatorin!

© frogarts – Fotolia.com

In der letzten Woche hatte ich hier in meinem Geschäftsführertagebuch meinem Unmut Luft gemacht: Endlich werden die mit Geflüchteten notbelegten Turnhalle geräumt – teilweise seit über einem Jahr lebten im Bezirk noch rund 350 Menschen unter diesen schwierigen Bedingungen. Wermutstropfen: Die Geflüchteten ziehen nach Marzahn-Hellersdorf, ans entfernteste andere Ende der Stadt. Wir haben versucht mit den zuständigen Kollegen in der Koordinierungsrunde Flüchtlingsarbeit  des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf eine „Härtefallregelung“ zu erreichen und wenigstens für besonders betroffene Familien (behindertes Kind, besonders gut in Kita oder Schule integriert, frischer Beginn einer Ausbildung im Bezirk) eine Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünfte in unserem Bezirk zu vermitteln. Und wurden vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) rigorors gebremst, dem Bezirk die „eigenmächtige“ Suche nach Unterkünften untersagt.

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die Sache mit der Integration….

Mixity - Two joint hands symbolizing diversitySeit über einem Jahr betreiben wir eine Notunterkunft für Geflüchtete in einer Turnhalle in Steglitz-Zehlendorf. Die Halle war zwischenzeitlich mit bis zu 200 Menschen belegt. Jetzt – im Januar 2017 – sind es noch gut 50 Menschen, die unter wirklich schwierigsten Bedingungen ausharren und auf ein besseres Leben in Deutschland hoffen. Darunter auch einige Familien mit Kindern, die hier im Kiez in Kitas oder Schulen gehen, Freunde haben und gut integriert sind.

Anfang der Woche kam nun endlich die offizielle Nachricht vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), dass „unsere“ Halle in der 5. Kalenderwoche geräumt wird. Die Geflüchteten werden in ein sehr ansprechendes und gut ausgestattetes MUF (= Modulare Unterkunft für Flüchtlinge) in Marzahn-Hellersdorf (für Nicht-Berliner: das ist am äußersten anderen Ende der großen Stadt) verlegt. Ein Segen  für die Menschen, die endlich eine Unterkunft bekommen, die Privatsphäre, Selbstversorgung und Menschenwürde sicherstellt. Das war in der Halle ein großes Problem.

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Vertrauen in Absprachen: riskant!?

16649925388_03f349d178_zAls Geschäftsführer bin ich dafür verantwortlich Arbeitsverträge zu unterschreiben und mit den Mitarbeitenden über Veränderungen / Anpassungen der vertraglich zu vereinbarenden Rahmenbedingungen zu verhandeln. Oft geschieht eine Veränderung auf Wunsch des Mitarbeitenden. Sei es der Wunsch nach Veränderung der Arbeitszeiten, Einsatz in einem anderen Projekt mit einem anderen Tätigkeitsschwerpunkt oder der Wunsch nach einer beruflichen Weiterentwicklung – im Sinne von „den nächsten Karriereschritt“ in der Organisation machen. In 8 von 10 Fällen geht das problemlos. Vor allem, wenn nur Anpassungen des Stellenumfangs etc. zu vereinbaren sind – ein quasi schon „automatisiert“ durchlaufender Prozess. Schwierig wird es, wenn mit dem Veränderungswunsch eine ganz neue Tätigkeit, neue Aufgaben und / oder neue Verantwortlichkeiten verbunden sind.

Wir wissen nicht, ob der Mitarbeitende den neuen Anforderungen zu 100 % gerecht wird, ob die Annahmen und Vorstellungen (auch Selbsteinschätzung) der Kolleg*innen bezogen auf die neue Stelle bzw. die neue Tätigkeit  realistisch und zutreffend waren.  Es bleibt also ein Risiko, denn möglicherweise erweist sich die getroffene Entscheidung zur Veränderung schon sehr bald als falsch. In manchen Fällen, müssen wir mit den Mitarbeitenden dann Vereinbarungen treffen, die einer arbeitsrechtlichen Überprüfung nur schwer standhalten können. Dies tun wir nur, wenn der Mitarbeitende den Wunsch nach Veränderung hat!  Sehr oft sind die Mitarbeitenden in den Gesprächen, in denen wir solche Entscheidungen und Vereinbarungen treffen, sehr kooperativ und wissen, dass die rechtlichen Grundlagen in mancherlei Hinsicht nicht 100%ig  gerichtssicher sind. Trotzdem wollen wir als Erwachsene Menschen „auf Augenhöhe“  angemessene Vereinbarungen treffen. Wenn wir dem Wunsch des Mitarbeitenden gerecht werden wollen, müssen wir teilweise „wackelige“ Vereinbarungen treffen, denn eine neue Probezeit z.B.  ist bei Kolleg*innen, die schon länger bei uns sind rechtlich, nicht durchsetzbar. Aber was, wenn sich herausstellt dass wir die Entscheidung später revidieren müssen?

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