Dimensionen von Partizipation

Ich möchte Euch diesen Beitrag des großartigen Christian Zepke unbedingt zur Lektüre empfehlen.
Zwei Gedanken sind bei mir besonders „hängengeblieben“:

„Aktuell sind wir dabei, die Qualitätsentwicklung in den Teams zu verankern. Es macht doch einfach Sinn, Qualität dort zu sichern und weiterzuentwickeln, wo sie erbracht wird.

Dazu übernehmen jetzt Mitarbeitende in den Teams Verantwortung für den Prozess der Qualitätsentwicklung. Aber nicht nur das. Während früher die Geschäftsführung Mitarbeitende für wichtige Aufgaben ausgesucht hat, überlegt sich jetzt das Team wer aus ihrem Kreis diese Verantwortung übernehmen möchte.“

„Ich vermute, dass die Mitarbeitenden es wertschätzen, sich einbringen und entfalten zu können. Ich vermute, dass uns die Arbeit Freude macht und wir zunehmend besser Menschen darin unterstützen können, Teilhabe zu erleben, zu gestalten und Einfluss zu haben. Ich hoffe, dass Menschen um uns herum und woanders gesehen werden und sich gegenseitig sehen. Dass sie sich miteinander entwickeln.“

Danke für die Inspiration, die auch für unseren Prozess im Stadtteilzentrum Steglitz sehr wertvoll ist!

Christian Zepke bloggt

Share Pic des Gesundheitskongresses mit einem Porträtfoto von Christian Zepke und der Aufschrift: Impuls aus der Praxis: Gemeinsam entwickeln und gestalten - Dimensionen von Partizipation

Mein Impuls beim Paritätischen Gesundheitskongress 2021

Ich war am 06.05.2021 Impulsgeber beim Paritätischen Gesundheitskongress und durfte aus der Praxis berichten. Mir war es wichtig, Partizipation aus verschiedenen Blickwinkel zu beschreiben. Partizipation ist in der Sozialen Arbeit in aller Munde und auch gesetzlich verankert. Die Menschen, die wir unterstützen, sollen am Leben in der Gemeinschaft teilhaben. Sie sollen durch unsere Unterstützung ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Was ist Partizipation für mich? Es ist für mich mehr als Mitwirkung oder Teilhabe. Wenn ich gestalten darf, wenn ich entscheiden und Einfluss nehmen darf, kann ich wirklich partizipieren.

Ich habe beschrieben, dass Sozialarbeitende Experten in Sachen Partizipation sind. Von Ausbildung und Studium an haben Sie gelernt, Menschen zu befähigen, selbstbestimmt zu leben. „Wir machen den ganzen Tag nichts anderes.“ So habe ich es formuliert. Und wenn wir Partizipation in der Organisation leben, sind Sozialarbeitende also auch dafür prädestiniert.

In der Arbeit mit unseren Klientinnen…

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kleiner5

Ich komme im Moment selten dazu, über diesen Blog nachzudenken. Ich habe Lust zu schreiben, aber ich bin so voll mit Arbeit, dass dafür im Moment wenig Zeit bleibt. Neben dem „normalen“ Tagesgeschäft (wobei „normal“ in Corona-Zeiten ein wirklich merkwürdiger Begriff ist) gibt es so einige Dinge, die relativ viele Ressourcen binden. Zeitlich und emotional. Ich habe gar keine Lust, darüber großartig was zu schreiben. Vielleicht hole ich das nach, wenn die aktuellen Nervereien abgeschlossen sind und dann einer rückblickenden Betrachtung unterzogen werden können. Spoiler: Ich lerne im Moment viel.

Der Grund für meinen heutigen Beitrag: Ich möchte Werbung machen.

Im Zusammenhang mit den Angriffen der AfD, über die ich HIER ja auch schon berichtet habe, habe ich mich intensiver mit den Strategien dieser Partei beschäftigt und bin bei einem kleinen Projekt „hängen geblieben“, das mich sehr begeistert und für das ich hier werben möchte: kleiner5.

kleiner5 ist eine Initiative, die es sich im Super-Wahljahr 2021 zum Ziel gesetzt hat mit dafür zu sorgen, dass die sog. AfD bei den Wahlen möglichst überall an der 5%-Hürde scheitert. Auch wenn das im Moment (noch) nicht so aussieht, als würde das schon in diesem Jahr bei den Wahlen klappen, halte ich das für ein sehr erstrebenswertes und unterstützungswürdiges Ziel.

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Facebook: Rolle rückwärts….. Blick nach vorn!

Ende letzten Jahres habe ich hier im Blog meinen Rückzug von Facebook angekündigt. Ich habe mein Profil komplett gelöscht und nur noch eine Seite „am Laufen“ gehalten, um darüber Beiträge dieses Blogs teilen zu können. Zwischenzeitlich hat sich meine Sicht auf einige Dinge verändert – und jetzt bin ich wieder mit einem persönlichen Profil zurück bei Facebook. Und das hat Gründe 🙂

Image by kalhh from Pixabay

Meine Social-Media Aktivitäten beschränkten sich in den letzten drei Monaten auf Twitter. Ich mag Twitter sehr, da dort sehr viele interessante Menschen aus Politik und öffentlichem Leben und aus meinem beruflichen Netzwerk unterwegs sind. Der Informationsgehalt ist meist recht akzeptabel und die Qualität der Kommunikation mit anderen Leuten dort meist angemessen und angenehm. Was mir aber in den letzten Wochen sehr bewusst geworden ist: Die (meine) „Twitter-Blase“ liefert schon eine recht eingeschränkte Sicht auf die Welt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass eher ein bestimmter „Menschenschlag“ mit seinen speziellen Sichtweisen dort unterwegs ist und dir mir folgen – und denen ich folge. An sich kein Problem – denn ich habe ja auch außerhalb der Sozialen Medien ausreichend Möglichkeit, mich mit anderen Sichtweisen und Haltungen auszutauschen und meine Perspektive zu erweitern. Und natürlich könnte ich mich auch (was ich ansatzweise schon mache) viel offensiver mit Menschen vernetzen, die die Welt ganz anders sehen als ich und die Leuts in meiner Blase. Aber: macht es wirklich Sinn, andere Lebenswirklichkeiten und Haltungen – wie sie z.B. in vielen Facebook-Gruppen und Kommentaren zum Ausdruck kommen – bewusst auszublenden? Ist es nicht sogar ein bisschen arrogant (zumal als Sozialarbeitender) sich diesen Perspektiven zu entziehen und sie bewusst nicht wahrnehmen zu wollen?

Als ich 2018 mit Anke nach Potsdam gezogen bin, bin ich ganz bewusst wieder in die SPD eingetreten. (Ich kann nichts dafür, dass ich von dieser Partei nicht wirklich loskomme – liegt vielleicht auch an meiner Sozialisation bei den Falken und meiner proletarischen Herkunft 😉 ) ….. Mein Hauptmotiv war es seinerzeit, mich politisch gegen den immer gefährlicher werdenden Rechtsextremismus zu engagieren und einen angemessenen Beitrag zur Verteidigung unserer Demokratie und unserer Werte zu leisten. So wie das viele Demokrat*innen auch machen, die sich in der CDU, bei den Grünen, den Linken oder in der FDP engagieren. (Meinen Respekt für all diese politisch engagierten Menschen, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit, habe ich hier ja auch schon immer mal wieder zum Ausdruck gebracht). Die AFD ist ein Krebsgeschwür in unserer Gesellschaft – und wenn das Wachstum dieses Geschwürs nicht gestoppt wird, werden unsere Demokratie und und unsere freiheitliche Gesellschaft schweren Schaden nehmen.

Allerdings habe ich es bis heute nicht geschafft, mich tatsächlich in meiner Stadt, in meinem Stadtteil, in meinem Ortsverein real politisch zu engagieren. Meine Arbeitszeiten und alles, was ich sonst noch so mache, nimmt mich zeitlich dermaßen in Beschlag, dass an zusätzliche feste regelmäßige Termine und zusätzliche Aufgaben nicht wirklich zu denken ist. Bis auf wenige Teilnahmen an Online-Meetings des Ortvereins hatte ich bislang keinen Kontakt zu anderen Aktiven…. schwer da irgendwie mit dem Engagement zu beginnen……

Was hat das nun alles mit Facebook zu tun?

Weil ich das eben beschriebene nicht ändern kann / will, habe ich für mich beschlossen, mich verstärkt da politisch einzubringen und zu engagieren, wo ich a.) sowieso (fast) am häufigsten bin (am Rechner im Internet) und b.) eine Form zu wählen, die am besten zu meiner jetzigen Lebens- und Arbeitssituation passt. Ich hab mir vorgenommen, mich aktiv an Diskussionen zu beteiligen, für Positionen und Standpunkte (nicht unbedingt vorrangig parteibezogene) zu werben und den Leuten, die anderer Meinung sind, Geschwurbel verbreiten oder einfach nur schlecht / falsch informiert sind, etwas entgegenzusetzen. Bei Facebook gibts dafür ein paar geeignete Vorbilder: Jan Kellermann, Bernhard Lücke und einige andere Politiker aus dem Bezirk, in dem ich arbeite, fallen immer wieder durch beharrliche Sachlichkeit, freundliche Deutlichkeit und überzeugende Sachargumentation auf. Und schon so einige Diskussionsverläufe haben sich dort nach ihren Beiträgen deutlich verändert. Dahinter steckt die Annahme (und Hoffnung), dass sich Menschen doch noch für Sachargumente öffnen können, dass Umdenken auch bei Leuten mit „schrägen“ Meinungen möglich ist. Wir dürfen Menschen, die mit ihren Fragen und Nöten nach „einfachen“ Antworten suchen, nicht kampflos den Rechtsextremisten überlassen. Was AFD – Anhänger da in Facebook-Gruppen und Diskussionen teilweise an Öl ins Feuer giessen ist unanständig und darf nicht einfach so hingenommen und unkommentiert stehen gelassen werden. Da will ich jetzt (m)einen Beitrag leisten. Mehr geht im Moment nicht. Aber wenn jede/r Demokrat*in auch nur einen Wähler davon abbringen kann, bei der nächsten Wahl Blaubraun zu wählen, wären wir schon einen riesengroßen Schritt weiter! Das wird wahrscheinlich zwischendurch auch ein bisschen anstrengend und stellenweise eklig – aber das ist wahrscheinlich jammern auf hohem Niveau, denn an anderen Orten auf dieser Welt ist der Kampf für Demokratie und Freiheit mit erheblich heftigeren Unannehmlichkeiten, Gefahren und Risiken verbunden.

Nun also Rolle rückwärts und Neustart bei Facebook…neue Lust, neues Facebook-Profil, ein neuer Anlauf – und den Blick (optimistisch) und verwegen vorne gerichtet!

Und ganz nebenbei: Ich freu mich grad riesig, dass ich wieder was von meinen „alten“ Facebook-Freunden mitkriege (ich such mir grad ein neues Netzwerk zusammen ;-)) …. Da haben mir einige wirklich ein bisschen gefehlt.

im Interview: Thomas Michl: Agil die (Verwaltungs-)krise meistern….

Letzte Woche habe ich mich über das Versagen der öffentlichen Verwaltung in Zeiten der Corona-Krise ausgelassen und viel Zustimmung bekommen. Viele Menschen an vielen Orten in der Republik machen offensichtlich ganz ähnliche Erfahrungen. Und natürlich taucht die Frage auf:  Wie könnte man es besser machen? Und meine These lautet(e): Den neuen Herausforderungen kann die Verwaltung nur gerecht werden, wenn sie ihre  alten, traditionellen Arbeitsweisen und -strukturen über Bord schmeisst und zu agilen Arbeits- und Organisationsformen kommt. 

Aber geht das mit Verwaltung? In Deutschland? Und wie würde agiles Verwaltungshandeln aussehen?

Darüber habe ich mich mit Thomas Michl vom Forum Agile Verwaltung unterhalten. Seine Sichtweisen und Vorschläge sind spannend – ich bin gespannt, was Ihr dazu sagt und freu mich auf Eure Kommentare!

Thomas Michl

Zur Person: Dipl.-Verwaltungswissenschaftler und MBA. Berufliche Stationen unter anderem in der Energiewirtschaft, Strategieberatung und im öffentlichen Dienst. Über 9 Jahre in einer Kommunalverwaltung im Bereich Kultur und Bürgerschaftliches Engagement tätig, eher der Wechsel in die Beratung erfolgte. Seit Juni 2018 als Management Consultant mit Schwerpunkt Agilität und Organisation (Agile Coach, Scrum Master) tätig. Schreibt über Organisation auf Toms Gedankenblog.Gründungsmitglied und Mitglied des Vorstandes des Forums Agile Verwaltung e. V.

 

Mampel: Du engagierst Dich im „Forum Agile Verwaltung“. Wer genau steckt dahinter und was will dieses Forum? 

Thomas Michl: Das Forum wurde am 11. Februar 2016 in Karlsruhe aus der Taufe gehoben von sechs Verwaltungspraktikern aus der Verwaltung (Kommunale, kantonale und Bundesverwaltung) sowie aus verwaltungsorientierten Dienstleistungsunternehmen aus Deutschland und der Schweiz gegründet. Zwischenzeitlich hat der Trägerverein knapp 100 Mitglieder und einem Organisationsteam zwischen 10 und 15 Aktiven, die ehrenamtlich das ganze „Portfolio“ aus Blog, zwei Konferenzen, einem Wiki für agiles Verwaltungswissen, regelmäßigen Lean Coffees und vielem mehr organisieren.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Verwaltung für die Kultur der Agilität zu öffnen – und umgekehrt. Dazu wollen wir ein Netzwerk von Praktikern zur praktischen gegenseitigen Unterstützung werden; also ein Internet-Forum, in das man Fragen hineinrufen kann und Antworten erhält. Und ein Forum im klassischen Sinne, ein Marktplatz der Begegnungen, auf dem man sich auch physisch trifft und Erfahrungen und Standpunkte tauscht. Was uns alle seit damals verbindet, ist die Überzeugung, dass die Verwaltung – wenn es um Stabilität geht, sehr gut aufgestellt ist – aber mit ihren Strukturen sehr schnell versagt, wenn es um komplexe Themen geht. Insbesondere dann, wenn sich die Dinge auch noch sehr schnell ändern. Wir haben es damals bei unserer Gründung live und in Farbe mit der sogenannten Flüchtlingskrise erlebt, die in Wirklichkeit nichts anderes war, wie eine Verwaltungskrise und erleben es jetzt, nach einem Jahr mit COVID19 wieder.

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eine neue Verwaltung braucht das Land……

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Heute (14.1.21) wird Ina Deter  74 Jahre alt. Die älteren unter uns kennen von ihr vor allem den Song „Neue Männer braucht das Land“. Als ich das Lied dann heute morgen wieder mal hörte  (der Ohrwurm begleitet mich nun schon den ganzen Tag) kam mir der Gedanke, dass ich das a.)  heute zwar immer noch so unterschreiben würde und b.) dieses Land aber heute vielleicht viel dringender eine neue Verwaltung braucht. Und ich würde es am liebsten an jede Häuserwand sprühen: Eine neue Verwaltung braucht das Land!“

Die Pandemie und alle Aufgaben, die sich aus ihr ergeben, führt meiner Wahrnehmung nach zu einem Verwaltungsversagen von dramatischen Ausmaß. Mit Konsequenzen in fast allen Lebensbereichen.

Egal mit wem ich in diesen Tagen und Wochen spreche, egal, welche Nachrichtensendung ich sehe oder welche Tageszeitung ich aufschlage: Überall sind Bürger*innen, Unternehmen und Organisationen mit den Folgen eines Verwaltungshandelns konfrontiert, das eindrücklich belegt, dass es „der Verwaltung“ sehr häufig nicht gelingt, angemessen auf die Herausforderungen der akuten / aktuellen Krise zu reagieren. Sachgemäße Antworten auf neue Fragen bleibt sie oft schuldig – und was noch schlimmer ist: sie sabotiert Lösungsansätze und -strategien, die außerhalb der Verwaltung entwickelt und umgesetzt werden könnten.

Beispiele?

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Wie man mit dem Trinken aufhört

Ein sehr sehr sehr lesenswerter Beitrag, den ich sehr zur Lektüre empfehlen möchte. Ich denke, dass alles, was hier beschrieben steht, stimmt. Alle 10 Tipps kann ich unterschreiben….. 

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Wir müssen ja alle ständig mit irgendwas aufhören, was schlecht für uns ist, das wir aber richtig geil finden oder mit irgendwas anfangen, was mega …

Wie man mit dem Trinken aufhört

 

Schöne Weihnachten Euch allen!

Vielleicht geht dir
in der Mitte der Nacht ein Licht auf
vielleicht ahnst du plötzlich
dass Frieden auf Erden denkbar ist

vielleicht erfährst du schmerzhaft
dass du Altes zurücklassen musst

vielleicht spürst du
dass sich etwas verändern wird

vielleicht wirst du aufgefordert
aufzustehen und aufzubrechen

schweige und höre
sammle Kräfte und brich auf
damit du den Ort findest
wo neues Leben möglich ist.

( Max Feigenwinter)

Ich wünsche Euch  allen ein schönes und entspanntes Weihnachtsfest. Geniesst die Tage. Bleibt heiter und gelassen – und vor allem gesund! 

Die Schande von Moria

Ich bin wirklich hart im Nehmen. Aber wenn ich die Bilder vom Flüchtlingslager Moria auf Lesbos sehe, treibt es mir die Tränen in die Augen. Es ist eine Schande für Deutschland, für Europa, für die ganze Welt, dass den Menschen, die dort unter unmenschlichen Bedingungen zusammengepfercht sind, nicht geholfen wird. Und Hilfe wäre so einfach zu machen, wenn man denn wollte. 

Blogger-Kollege Wilhelm hat dazu mal was aufgeschrieben. Und ich möchte Euch seinen sehr persönlichen Beitrag zur Lektüre empfehlen:

ein Auszug:

„Unmenschliche Zustände also nach wie vor – und ein deutliches Zeichen, dass sich nichts, aber auch rein gar nichts geändert hat, seit die Welle der Empörung vor drei Monaten durch unser Land gerollt und schnell wieder abgeebt ist. (Und ich bin mir nicht mal sicher, ob die damals zugesagte Zahl von ein paar tausend Menschen inzwischen aufgenommen wurde, die Deutschland seinerzeit übernehmen wollte)

Müssig in dem Zusammenhang zu erwähnen, dass (auch, wenn wetterbedingt gerade sehr wenig Menschen auf dem Mittelmeer unterwegs sind) beinahe alle Rettungschiffe der NGO’s immer noch an der Leine liegen und die Häfen in Italien und Griechenland  aus fadenscheinigen Gründen nicht verlassen dürfen..
Es ertrinken also weiter Menschen, weil Europa das so will.“

Hier gehst zum vollständigen Beitrag

bye bye facebook…..

Image by kalhh from Pixabay

Gestern habe ich – nach einer relativ langen Ambivalenzphase – mein persönliches facebook-Profil zum Löschen angemeldet. Irgendwann Mitte Januar  sollte es dann tatsachlich verschwunden sein. An sich ist das keine große Sache – und doch beschäftigt mich dieser Schritt merkwürdigerweise auf der emotionalen Ebene. Ist das Trauer? Ist das Angst, nicht mehr gesehen zu werden? Die Befürchtung, meine „Freunde“ könnten mich vergessen? Ja. Alles das. Und natürlich noch einiges mehr.

Facebook hat mich in meinen Social-Media-Anfangszeiten aufs Schwerste begeistert. Ich konnte mit vielen Leuten in Kontakt bleiben, die sich im Laufe der Zeit physisch und psychisch entfernt hatten. Ich habe alte Freund*innen aus Schul- und Jugendjahren wiedergefunden. Ich habe tolle neue Leute kennengelernt (teilweise in der Folge dann auch im „echten Leben“). Ich habe eine Plattform gefunden, die es mir ermöglichte meine innere „Rampensau“, mein Geltungsdrang und mein Bedürfnis nach Anerkennung hemmungslos auszuleben. Egal, was ich gerade gemacht habe – langweilige Hausarbeit, Treffen mit Leuten, arbeiten am Schreibtisch, einnicken in Sitzungen, Standspaziergänge im Urlaub – meine facebook-Kumpel*innen waren immer dabei und über fast jeden Schritt bestens informiert. Und es gab sooooooviele anerkennende Likes, Kommentare, Wertschätzung. Erst viel später habe ich begonnen zu verstehen, dass meine Bedürfnisse nach „gesehen werden“, nach Gemeinschaft, nach freundschaftlicher Verbundenheit zwar vollkommen in Ordnung sind – aber von facebook nicht erfüllt werden können. Im Gegenteil.

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Zoonosen und Covid-19: Was ist davon zu halten?

Image by Pete Linforth from Pixabay

Jonathan Safran Foer behauptet in seinem Buch „Tiere essen“ , dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Massentierhaltung (also dem Fleischkonsum der allermeisten Menschen)  und dem Ausbruch und der Häufigkeit bzw. Ausbreitung von weltweiten virenbedingten Krankheitsausbrüchen (Pandemien) gibt. Laut Tierschutzorganisation Peta sollen 75%  aller neu auftretenden Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen übertragen worden sein (diese nennt man Zoonosen) Tendenz steigend . Peta behauptet – u.a. gestützt auf einen Bericht des  wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Jahr 2015, dass diese Entwicklung insgesamt pandemische Ereignisse begünstigt und beschleunigt:

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