„Wohlfahrt meets Social Entrepreneurship“ – es bewegt sich was……

Die beste Nachricht gleich am Anfang: Die Veranstaltung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes am 5.12. im Umspannwerk Berlin war mit geschätzt rund 100 Menschen bestens besucht. Das Thema der Auftaktveranstaltung des „Innovationsforums“ des Paritätischen scheint einen Nerv getroffen zu haben. Kein Wunder: Wir leben in unruhigen Zeiten und der Veränderungsdruck in allen Bereichen des gesellschaftlichen, persönlichen und eben auch des sozialen Lebens hat ein ungeheures, teils angsteinflößendes Ausmaß erreicht. Und die Geschwindigkeit und die Dynamik  des Wandels lösen bei vielen Menschen – auch in der Sozialwirtschaft – Verunsicherung, aber auch Neugier aus. Beste Voraussetzungen für eine Veranstaltung, bei der sich Vertreter*innen der klassischen Wohlfahrt mit Social Entrepreneurs (by the way: Wie gendert man „Entrepreneur“?) treffen um sich auszutauschen und zu eruieren, wo es Schnittmengen und Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede und Differenzen gibt.

Markus Sauerhammer (@teraspri), Vorsitzender des Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND e.V.) betonte in seiner Keynote die Gemeinsamkeiten:

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Ist der e.V. (noch) ein Modell für Soziale Unternehmen?

wie gehts weiter?

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Im Coaching oder der Beratung von Gründungen im sozialwirtschaftlichen Bereich taucht regelmäßig die Frage nach der passenden Rechtsform auf. Und wie so oft im Leben, gibt es hier nicht DIE richtige oder DIE falsche Antwort.

Entscheidend ist, was man konkret mit der Organisation erreichen will – und WIE man dies will: basisdemokratische Entscheidungsprozesse – oder Steuerung von „oben“? Gewählte Verantwortungsträger auf Zeit oder unternehmerische Verantwortung auf Dauer? Teilhabe und Teilgabe in einem Interessenverbund – oder Einsatz für unternehmerische und wirtschaftliche Ziele?

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richtig gründen im Sozialen Bereich – denn auch gute soziale Ideen müssen wirtschaftlich tragfähig sein….

Christian Müller geht in einem lesenwerten Artikel der Frage nach, warum Social Entrepreneurs langfristig denken sollten, wenn sie ein soziales Unternehmen gründen und aufbauen. Seine These in aller Kürze zusammengefasst: Unternehmer(innen), die eine langfristige Mission im Auge haben, ihre Aufgaben und die unternehmerischen Herausforderungen annehmen, werden i.d.R. erfolgreicher sein, als solche, die nur gründen, weil es gerade „in“ ist oder weil es gerade chic ist, die Welt zu retten. Sehe ich auch so. Ich habe im Laufe der Jahre viele mehr oder weniger sympathische Menschen kennengelernt, die sich mit einer sozialen Idee selbständig machen wollten. Die Anliegen waren fast immer durchweg ehrenhaft, oft fehlte mir aber jede Fantasie, wie diese netten Menschen davon leben wollen: keine Idee, wie das Projekt Einnahmen generieren und zu einer gewissen Wirtschaftlichkeit gelangen soll. Einnahmen sind aber wichtig. Klingt banal, muss aber im sozialen Bereich immer mal wieder erwähnt werden: Soziales Engagement lebt nicht von Wertschätzung und gesellschaftlicher Anerkennung allein, die Handelnden müssen ihre Miete bezahlen und ihren Kühlschrank vollkriegen wie jeder andere Mensch auch.
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Unternehmer sein im Sozialen Bereich?

Businessman sitting with cloud technology above his head

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Ich lese (bzw. höre) gerade das Buch „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ von Stefan Merath. Der Titel ist jetzt nicht so der ganz große Brüller – aber das Buch hat es in sich. Es regt mich aktuell heftig an, meine Rolle im Stadtteilzentrum Steglitz ( und in der .garage berlin gmbh) zu reflektieren und neu zu definieren.

Merath unterscheidet zwischen den Rollen Fachkraft, Manager und Unternehmer – jede Rolle hat ihre absolute Berechtigung und ist in jeder Entwicklungsphase des Unternehmens (oder einer Organisation) notwendig und wichtig. Aber: Wenn man langfristig erfolgreich arbeiten will, kann und darf man nicht alles gleichzeitig sein.

Die Fachkraft ist Experte für ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Aufgabe. Wir brauchen Experten für Buchhaltung, für die Betreuung von Kindern, für die Beratung von Menschen, für das Backen von Kuchen. Die persönliche Kompetenz, Qualifikation und Expertise ist gefragt und erfolgsentscheidend für die Qualität der Arbeit bzw. des Ergebnisses.

Der Manager muss in all diesen Dingen kein Experte sein (auch wenn es an der einen oder anderen Stelle sicher nicht schadet….). Der Manager koordiniert die Abläufe im Unternehmen, sorgt dafür, dass die Projekte in der gewünschten Form und Struktur zu den gewünschten Ergebnissen führen. Er arbeitet im Unternehmen, seine Rolle besteht insbesondere darin, die Arbeit der Fachkräfte „unter“ ihm zu begleiten, zu steuern, zu koordinieren.

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da mach ich mit: Pay what you want

Pay-what-you-want

© sozial-pr.net

Immer mal wieder (so auch heute vormittag) wenden sich Menschen an mich, die im sozialen Bereich gründen wollen. Mal eine Kita, mal einen Seniorenservice oder einen Jugendhilfeträger. Offensichtlich habe ich erfolgreich den Eindruck vermitteln können, mich in diesem Bereich gut auszukennen 😉

Diese Gründungsberatungen und -coachings machen mir immer viel Spass. Ich lerne interessante Leute und interessante Ideen und Geschäftsmodelle kennen. Und ich freu mich, wenn ich dabei helfen kann, dass die eine oder andere Idee tatsächlich auch realisiert wird.

„Haklig“ wirds manchmal wenn es ums liebe Geld geht. Eine Stunde Gründungsberatung ist bei mir i.d.R. nicht unter € 100.- zu haben. Bei Leuten, die sich sozial engagieren und was Gutes für die Gemeinschaft tun wollen, ist dieser Preis oft nicht durchsetzbar – nicht weil sie nicht wollen, sondern weil meist die notwendige Kohle hierfür nicht da  ist…. . Und jede Form von Preisverhandlung hat dann immer was vom „orientalischen Basar“.

Auf Facebook bin ich heute auf einen interessanten Beitrag von Christian Müller (www.sozial-pr.net) gestossen, in dem er für seine Kommunikationsberatung für Non-Profit-Organsiationen ein sehr interessantes Preis-Modell anbietet: Pay what you want.

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Ihr könnt mich mal…..

unterstützen, bitte.

Ich bitte die blöde und möglicherweise irreführende Überschrift zu entschuldigen. Ich wollte unbedingt Eure Aufmerksamkeit gewinnen. Scheint geklappt zu haben 🙂

Am Freitag bin ich eingeladen in die HWR. Der großartige Prof. Dr. Sven Ripsas hat mich eingeladen in sein Seminar zum Thema „Social Entrepreneurship“. In Interviewform wollen wir uns diesem „Phänomen“ nähern und Beispiele und Fragen aus dem sozialunternehmerischen Alltag diskutieren. Ich werde über diese Veranstaltung berichten….

Heute – ich weiss: sehr kurzfristig – möchte ich Euch um ein paar „Stichworte“ bitten:

  • Was verbindet Ihr mit dem Begriff „Social Entrepreneurship“?
  • Passen Social Entrepreneurship und „klassische Sozialwirtschaft“ zusammen – oder nicht? Warum?
  • Was würdet Ihr StudentInnen mit auf den Weg geben, die sich sozialunternehmerisch engagieren wollen?

Ein paar knackige Kommentare zu diesen 3 Punkten wären klasse. DANKE!

Social Franchise: discovering hands stellt Konzept beim .andersberater Netzwerkabend vor

Logo_andersberater_color_web-200x89Am Freitag, den 10.4. um 18.00 Uhr begrüßen wir Stefan Wilhelm von discovering hands® beim Netzwerkabend der .andersberater in Berlin-Friedenau.

„discovering hands® setzt den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Menschen zur Verbesserung der Tastdiagnostik im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung ein. Dieses innovative Konzept schafft nicht nur ein höheres Maß an Sicherheit für die Erkennung von Brustveränderungen, sondern ermöglicht Frauen eine angenehme Untersuchungssituation mit einem Höchstmaß an Zuwendung und Zeiteinsatz.“

Stefan Wilhelm, bei discovering hands® zuständiger Leiter für MTU-Rekrutierung, Stakeholder Management und International Relations stellt das Sozialunternehmen und seine aktuellen Social-Franchise-Aktivitäten vor, die das Projekt jetzt bis nach Südamerika bringen! Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Gesprächen und Austausch bei Bier, Wasser und Wein.

Ort: garage berln, Holsteinische Strasse 39-42, 12161 Berlin-Friedenau.

Der Eintritt ist frei.

Stefan Wilhelm bietet zur Vertiefung einen .andersberater-Wokshop an: „Transfer einer guten Idee: Social-Franchise-Stratiegien am Bespiel von discovering hands®“. Der Workshop findet am Montag, den 27.4. von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr – ebenfalls in den Räumen der .garage berlin, Holsteinische Strasse 39-42 in 12161 Berlin-Friedenau. Die Kosten für den Workshop betragen € 199.-.

Anmeldung: http://www.andersberater.de / mampel@andersberater.de

Vision Summit 2014 – Blick zurück und dann nach vorn….

visionsummitHeute erreichte mich – und alle anderen TeilnehmerInnen  des diesjährigen Vision Summit in Berlin – die nachfolgend dokumentierte Mail von Peter Spiegel, dem Initiator der Veranstaltung und GENESIS Instituts. Die Links und Hinweise sind so interessant, dass ich sie unbedingt an dieser Stelle auch den Leserinnen und Leser meines Blogs bekannt machen möchte…..

Hier die Mail von Peter Spiegel:

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des VISION SUMMIT 2014,

beim VISION SUMMIT hatten wir versprochen, allen Teilnehmenden die hier nun zusammengestellten Informationen zu unserer neuen umfassenden Plattform zu WeQ zukommen zu lassen.

 Zunächst stellen wir für Sie jedoch kurz die Links zu drei besonders ausführlichen und differenzierten Berichten zum VISION SUMMIT zusammen, die einen Eindruck davon geben, wie der diesjährige VISION SUMMIT von den Medien aufgenommen wurde:

In Kürze: erneut sehr viele sehr wertvolle Impulse – plus die Aufgabe, an den interaktiven Formaten weiter zu arbeiten. 

Die Qualität der Impulse beim VISION SUMMIT kann jeder ab sofort unmittelbar nachvollziehen, denn: Wir haben nun die neue interaktive Nachrichtenplattform www.WeQ.works freigeschaltet. Dort finden sich zum Start 

  • die Video-Aufzeichnungen aller Beiträge des Hauptprogramms des VISION SUMMIT 2014
  • erste Beiträge zu Trends, Initiativen und Projekten, die aus unserer Sicht dem beim VISION SUMMIT viel beschworenen WeQ-Modus bereits gut entsprechen im Spektrum von Social Entrepreneurship und weit darüber hinaus – weitere derartige News folgen ab sofort permanent
  • erste Impuls- und Diskussionsbeiträge, was WeQ grundsätzlich bedeuten kann und soll – auch hier folgen ab sofort permanent weitere Diskussionsbeiträge
  • bei allen diesen Beiträgen die Möglichkeit, in die Diskussion zu jedem einzelnen Beitrag einzusteigen über das WeQ-Forum, das am Ende jeden Beitrags zu Kommentaren und Diskussionen einlädt
  • All dies ist dennoch nur der Anfang in der Beta-Phase von WeQ.works. Sehr viele weitere Beiträge und Interaktionsformate sollen – auch und gerade in Zusammenarbeit mit Ihnen – folgen.

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Verdien Dein eigenes Geld.

SocialVideo #19

Menschen zu helfen, auf eigenen wirtschaftlichen Beinen zu stehen und ohne Transfer-Leistungen  ein unabhängiges, selbständiges  Leben zu führen – das ist eine der Ideen, die ich mit dem Begriff social entrepreneurship   verbinde und das ist das zentrale Ziel der .garage berlin GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter ich bin.

Die .garage versteht sich als Unternehmerschule und  Unternehmerschmiede für Menschen, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig machen wollen. Für all jene, die diesen Schritt bereits hinter sich haben und noch erfolgreicher werden oder ihr Unternehmen „fit für die Zukunft“ machen wollen bieten wir Unternehmens- und Strategieberatung an.

Aber nicht nur für GründerInnen aus Arbeitslosigkeit ist die .garage eine hervorragende Adresse. Mit dem neuen Standbein die .andersberater sprechen wir GründerInnen sowie Unternehmen und Organisationen aus dem sozialwirtschaftlichen und dem kreativen Bereich an.

In dem heutigen Video der Woche könnt Ihr Euch ein gutes Bild machen – von den Leuten, die für die .garage arbeiten, von unserer Philosophie, unseren Überzeugungen und Haltungen und vom Spirit, der alles durchdringt, was in der .garage getan und gedacht wird….

Über Feedbacks würde ich mich freuen….

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Immer montags  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!

.garage Berlin + Baumhaus Berlin gemeinsam für Nachhaltigkeit, Kreativ- und Sozialwirtschaft.

Ergänzend zu meinem Beitrag vom 24. Januar 2014 über meine Begegnung mit den Gründern des Projektes „Baumhaus Berlin“ (zum Beitrag H I E R klicken) möchte ich Euch heute diese aktuelle Presseinformation aus der .garage berlin zur Kenntnis geben. Ich freu mich riesig….

 

Die .garage berlin GmbH und das „Baumhaus Berlin“ haben am Freitag, den 14.3.2014 eine enge Zusammenarbeit beschlossen. In der Kooperationsvereinbarung von Karen Wohlert und Scott Bolden vom Baumhaus und Thomas Mampel, Geschäftsführer der .garage berlin GmbH heisst es:

„Ziel der Kooperation ist die Entwicklung eines gemeinsamen Coaching-& Beratungsprogrammes zur Unterstützung von Gründungen im Bereich Nachhaltigkeit, Kreativ- und Sozialwirtschaft.“

Der Standort des Baumhauses im Berliner Wedding (Bezirk Mitte) soll zu einem Hub für lokalen Social/Sustainable Entrepreneurship entwickelt werden.

Die Initiative richtet sich an Gründerinnen und Gründer, die sich selber aktiv für eine sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung einsetzen wollen – sei es mit persönlichen, sozialen, kulturellen, ästhetischen, ökonomischen oder ökologischen Ansätzen.

Sie sollen in ihrer beruflichen Existenz, bei der Entwicklung nachhaltiger Ideen und Projekte in ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit gestärkt werden. Dabei liegt der Fokus darauf, ein Programm zu entwickeln, das gerade auch im Umfang kleinere und direkt wirkungsvolle Geschäftskonzepte umfassend fördert und vernetzt. Es geht um Ideen, die praktisch, konkret und lokal umsetzbar sind.

„Geschäftsideen sind wie Bäume.“, so Thomas Mampel. „Sie müssen Wurzeln ausbilden, damit sie Bestand haben, geschmeidig bleiben, um sich mit ihrer Umgebung zu bewegen und wachsen, damit ihre Blätterkrone das Sonnenlicht einfängt.“ Diese Wachstums- und Pflegeprozesse zu begleiten ist unsere Aufgabe.“