Es geht nicht um Verhalten, es geht um Prinzipien!

Die Zeitschrift Sozialwirtschaft aktuell fragt regelmäßig Experten der Branche, welches Buch sie in ihrer Arbeit am meisten beeinflusst hat. Für die nächste Ausgabe wurde ich angefragt – hier mein Beitrag:

Es geht nicht um Verhalten, es geht um Prinzipien!

Ich habe im Laufe meines Berufslebens viele Bücher über Management und Führung gelesen. Es waren sehr gute dabei und es waren viele schlechte dabei. Gerade am Anfang meiner beruflichen Laufbahn und in der ersten Phase meiner Zeit als Führungskraft war es mitunter schwer zu unterscheiden: Was hat Substanz und ist relevant? Was ist eher „Hokus-Pokus“ und sollte ignoriert werden. Irgendwann begegnete mir dann das Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey. Covey (1932-2012) gehörte zu den einflussreichsten Unternehmensberatern weltweit. In den „7 Wegen“ stellt Covey klar – und das hat mir in der Definition und Reflektion meines eigenen Führungsverhaltens enorm geholfen -, dass es nicht darum geht das Verhalten der Führungskraft zu optimieren, es geht nicht um Technik und Methoden, nicht um irgendwelche Tricks, mit denen man sich und andere motiviert und führt. Es geht vielmehr um grundlegende Prinzipien, es geht um „naturgesetzliche Wege“, die nicht abgekürzt oder durch Verhalten verändert oder beeinflusst werden. Diese Prinzipien gelten immer und überall – und deshalb natürlich auch im Unternehmen, in jeder Organsiation, in jeder Struktur.

Covey beschreibt sehr ausführlich welchen Einfluss die (Nicht-) Beachtung der sieben Prinzipien auf Charakter, Kompetenz und Vertrauen haben. „Unser Handeln bildet ab, was wir sind.“

Die 7 Wege:

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Flexibilität durch Führung

dieser (im November 2015 geschriebene) Beitrag  von mir ist in der Ausgabe März/ April 2016  der Zeitschrift „sozialwirtschaft“ erschienen:

IMG_4613In Berlin werden im Jahr 2015 rund 75.000 Geflüchtete angekommen sein; bundesweit geht man von einer Million Menschen aus, die in Deutschland Zuflucht vor Krieg, Gewalt und Terror gesucht haben. In Berlin werden die neu angekommenen Menschen auf derzeit rund 100 Notunterkünfte verteilt, nach Klärung ihres aufenthaltsrechtlichen Status werden sie in der Regel  auf sog. Gemeinschaftsunterkünfte verteilt,  wobei der Anteil derer, die  lange – zum Teil mehrere Monate –  in Notunterkünften verbleiben müssem, mangels ausreichender Kapazitäten in Gemeinschaftsunterkünften immer größer wird.  Die Unterbringung der Geflüchteten stellt nicht nur die Ämter und Behörden – in Berlin beispielsweise das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Senats- und Bezirksverwaltungen – vor große Herausforderungen, sondern vor allem  auch die Träger bzw. Betreiber dieser Einrichtungen.

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Management von Flüchtlingsunterkünften: Flexibilität und Führung sind gefragt

balanced-environmentIn Berlin werden im Jahr 2015 rund 75.000 Geflüchtete angekommen sein; bundesweit geht man von einer Million Menschen aus, die in Deutschland Zuflucht vor Krieg, Gewalt und Terror gesucht haben. In Berlin werden die neu angekommenen Menschen auf derzeit rund 100 Notunterkünfte verteilt, nach Klärung ihres aufenthaltsrechtlichen Status werden sie in der Regel  auf sog. Gemeinschaftsunterkünfte verteilt,  wobei der Anteil derer, die  lange – zum Teil mehrere Monate –  in Notunterkünften verbleiben müssem, mangels ausreichender Kapazitäten in Gemeinschaftsunterkünften immer größer wird.  Die Unterbringung der Geflüchteten stellt nicht nur die Ämter und Behörden – in Berlin beispielsweise das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Senats- und Bezirksverwaltungen – vor große Herausforderungen, sondern vor allem  auch die Träger bzw. Betreiber dieser Einrichtungen.

Folgende Anforderungen an das Management der Betreiberorganisationen stechen dabei besonders heraus:

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