Allein sein

szs_mittelpunkt_1-2018_Cover-722x1024Das Magazin „Im Mittelpunkt“ des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. hat sich diesmal dem Schwerpunktthema „Allein sein“ gewidmet. Hier mein Vorwort zu dieser Ausgabe:

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Alleinsein“ ist das Thema dieser Ausgabe unseres Magazins „Im Mittelpunkt“.

Ein schwieriges Thema. Allein sein ist eine ambivalente Angelegenheit: Auf der einen Seite braucht jeder Mensch Zeiten, in der nur an sich denken und nur für sich sein kann, um zu sich und zur Ruhe kommen. Wenn ich allein bin, ordnen sich meine Gedanken, ich kann mich gehen lassen und komme so allmählich bei mir an. Und dann bin ich wieder fit für Gemeinschaft, Austausch und Kommunikation mit anderen. Bereit für die Arbeit mit Menschen.

Problematisch wird die Sache, wenn man unfreiwillig allein ist. Dann fühlen sich Menschen oft einsam und verlassen. So geht es vielen Menschen, die ihren Partner verloren haben. So geht es sehr vielen alten Menschen, die keinen Zugang mehr zu gesellschaftlichem und kulturellem Leben finden. So geht es vielen armen Menschen, für die es finanziell nicht möglich ist abends mit Freunden, was essen oder trinken oder mal ins Kino zu gehen und Einladungen zu solchen Verabredungen immer ablehnen müssen. Viele Menschen, die aus Krieg und Not zu uns geflüchtet sind, leiden unter Einsamkeit, weil sie ihre Familien zurücklassen mussten und nun nicht nachholen dürfen.

Einsamkeit ist bitter. Einsamkeit macht bitter. Aber: Einsamkeit kann überwunden werden. Wir können aktiv die Gesellschaft anderer Menschen suchen. Auch wenn wir kein Geld haben, auch wenn wir in unserer Mobilität eingeschränkt sind, auch wenn wir hier in dieser Stadt kaum jemanden kennen.

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Jetzt erst recht!

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Als Herausgeber der „StadtrandNachrichten“ war ich heute gefragt, ein Statement zum gestrigen Anschlag in Berlin abzugeben. Es ist mir nicht leicht gefallen.

 

„Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wahrscheinlich sind Sie genau so bestürzt und fassungslos über den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wie ich und alle Menschen, die ich kenne. Ich finde keine Worte um meinen Schmerz auszudrücken. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen und den Angehörigen und Freunden der Opfer.

Die Menschen, die solche Anschläge verüben, wollen Angst und Unsicherheit verbreiten. Sie wollen unsere Freiheit und unser Konzept von Vielfalt, Miteinander und Solidarität zerstören. Ihre Angriffe gelten unseren Werten, unserer Demokratie. Und bei vielen geht diese Saat auf: Können, dürfen wir jetzt noch Weihnachtsmärkte besuchen? Ist es zu gefährlich zu einer sportlichen Großveranstaltung ins Stadion zu gehen? Können wir uns vor einem weiteren Anschlag schützen?

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STZ Steglitz e.V. sucht Mitarbeiter für Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Bitte weitersagen und teilen / RT / rebloggen….. VIELEN DANK!

Netzwerk "Berlin hilft!"

Für den Betrieb einer Einrichtung zur temporären Unterbringung von minderjährigen, unbegleiteten Geflüchteten im Westen Berlins (Bezirk Spandau) sucht der Verein Stadtteilzentrum Steglitz e.V. kurzfristig mehrere (sozial-) pädagogische Fachkräfte in Voll- und Teilzeit.

Gesucht werden ab sofort (Eröffnung im Januar):

Sozialarbeiter/innen und Erzieher/innen (und vergleichbare Qualifikation)
Sozialbetreuer/innen (auch als Quereinsteiger) – vorzugsweise mit relevanten Sprachkenntnissen (wir erwarten hauptsächlich Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan)
Wirtschaftskräfte
Mitarbeiter/innen für die Verwaltung (Front- und Backoffice vor Ort)
Aussagekräftige Bewerbungen bitte formlos per Mail an

gf@stadtteilzentrum-steglitz.de

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zur Diskussion: Keine Turnhallen mehr für Geflüchtete?

MoPo 29.12.15

MoPo 29.12.15

Die „Berliner Morgenpost“ veröffentlicht am 29.12. einen Beitrag unter der Überschrift „6000 neue Plätze für Flüchtlinge: Senat belegt keine Turnhallen mehr“.  In dem Beitrag selbst wird dargestellt, dass jetzt u.a. weitere Hangars im Flughafen Tempelhof genutzt und (jetzt schon knappe) Kapazitäten in bereits vorhandenen Notunterkünften aufgestockt werden sollen.

Ich finde das nicht ganz so toll, wie der Artikel suggerieren möchte. Die Unterbringungssituation in den Hangars in Tempelhof ist menschenunwürdig. Ich war vor ein paar Woche da und war entsetzt: keine Sanitär-Infrastruktur, duschen, waschen, Körperhygiene nur nach „Schichtplan“ in umliegenden Schwimm- und Sporthallen…., desolate Situation für Kinder… ein Massenlager übelster Ausprägung. 2400 (!!!) Menschen in zwei (!!!) Hallen – soviele Menschen, wie z.B.  der gesamte Bezirk Steglitz-Zehlendorf aktuell in allen Unterkünften zusammen gerechnet untergebracht hat.

Gleichzeitig wird in dem Artikel als Erfolg betont, dass keine weiteren Turnhallen belegt werden sollen. Ich sage: Turnhallen sind das kleinere Übel. Sie verfügen (i.d.R.) über vernünftige Sanitäreinrichtungen; die Anzahl der Gäste ist vergleichsweise überschaubar; die Einschränkungen für Sporttreibende nur vorübergehend und (i.d.R.) kompensierbar.

Wie seht Ihr das? Findet Ihr es hinnehmbar, Geflüchtete in menschenunwürdigen Großlagern unterzubringen? Sind Einschränkungen im Sportbetrieb durch die Belegung von Turnhallen nicht doch das kleinere Übel?  Ich bin gespannt auf Eure Rückmeldungen…..

Management von Flüchtlingsunterkünften: Flexibilität und Führung sind gefragt

balanced-environmentIn Berlin werden im Jahr 2015 rund 75.000 Geflüchtete angekommen sein; bundesweit geht man von einer Million Menschen aus, die in Deutschland Zuflucht vor Krieg, Gewalt und Terror gesucht haben. In Berlin werden die neu angekommenen Menschen auf derzeit rund 100 Notunterkünfte verteilt, nach Klärung ihres aufenthaltsrechtlichen Status werden sie in der Regel  auf sog. Gemeinschaftsunterkünfte verteilt,  wobei der Anteil derer, die  lange – zum Teil mehrere Monate –  in Notunterkünften verbleiben müssem, mangels ausreichender Kapazitäten in Gemeinschaftsunterkünften immer größer wird.  Die Unterbringung der Geflüchteten stellt nicht nur die Ämter und Behörden – in Berlin beispielsweise das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Senats- und Bezirksverwaltungen – vor große Herausforderungen, sondern vor allem  auch die Träger bzw. Betreiber dieser Einrichtungen.

Folgende Anforderungen an das Management der Betreiberorganisationen stechen dabei besonders heraus:

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Frohe Weihnachten 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein wunderschönes und friedliches Weihnachtsfest…… Ich hoffe, wir alle können die Zeit gut für uns selbst und mit Menschen, die uns gut tun, nutzen. 

Lasst uns bei alledem die Menschen, nicht vergessen, denen es nicht so gut geht wie uns. Sie brauchen unsere Hilfe, Zuwendung und Unterstützung….. und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Aber das wisst Ihr ja!

Herzliche Grüße und alles Gute für die bevorstehenden Feiertage…..

Thomas. 

Social Media in der sozialen Arbeit?

Sabine Depew mal wieder…. Während andere in unserer Branche noch überlegen, ob sich das Internet wirklich durchsetzen wird, gibt sie Tipps für einen produktiven Umgang mit SocialMedia und Co. #sehrlesenswert

Zeitzuteilen

Mitarbeitende in der sozialen Arbeit wissen häufig nicht, wie sie digitale Arbeitsmethoden vernünftig in ihrem Alltag einsetzen können. Manche benutzen vielleicht privat Facebook, aber damit hat es sich auch häufig schon. Vielen Älteren sind die digitalen Medien suspekt, gerade weil sie einen Kommunikationsstil haben, der ihrer Alltagskommunikation so gar nicht entspricht. Sie halten sie oft für etwas, womit sich Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen sollte, wenn überhaupt.

Die Schwierigkeit besteht auch darin, dass die Kommunikations- und Arbeitskultur wie sie in digitalen sozialen Netzwerken praktiziert wird, häufig dem Alltag in sozialen Organsitionen, wenn sie nicht Betterplace.org oder Changer heißen, noch so wenig entspricht.

Es ist auch nicht damit getan, einen Kurs zu besuchen, der einem zeigt wie Twitter oder Instagram funktioniert, sondern es ist Learning by doing. Und dieses Learning by doing führt zu einer neuen Kommunkationskultur und später dann auch zu einer eigenen Kultur. Die Garage, in der Steve Jobs seinen ersten Computer…

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Der „Geist der Weihnacht“ kommt machmal in Hausschuhen….

IMG_4370Das war heute eine schöne Überraschung. Acht Kinder aus der „Naturkita Mitte“ kamen mit zwei Erzieherinnen in die Geschäftsstelle des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. und wollten eine Geldspende übergeben. Die Kinder hatten auf einem Basar Selbstgebasteltes, Nüsse, selbstgemachte Marmelade und Bilder verkauft. Der Erlös sollte für Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft in der Kiriat-Bialik-Sporthalle bestimmt sein, die das Stadtteilzentrum seit einigen Wochen betreibt.

Bei Keksen und Apfelsaft berichteten sie von ihrem Basar und überreichten dann eine Zigarrenschachtel voller 5-Euro-Scheine. Ein kleines Mädchen wünschte sich, dass wir von dem Geld Hausschuhe für Flüchtlingskinder kaufen sollen. Ihre Begründung:

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Projekte: Die Motoren der sozialen Arbeit.

Projekte in der Sozialen Arbeit …. eine gute Zusammenfassung von Sabine Depew.

Zeitzuteilen

Projekte sind mehr oder weniger geliebte Kinder der sozialen Arbeit. Weniger geliebt sind sie dann, wenn sie mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden sind, was bei Förderprojekten schon mal der Fall ist. Eigentlich aber sind sie sehr brauchbare Methoden der sozialen Arbeit. Denn sie bringen Innovationen, fördern Kooperationen, erproben neue Methoden, Kulturen und Organisationsformen.

5 Gründe, warum Du auf keinen Fall Projekte machen solltest.

1. Du willst Deine Regelarbeit refinanzieren.

Die Mittel in der sozialen Arbeit sind häufig knapp und daher kommen Menschen auf die Idee, alle möglichen Arten von Förderprogrammen zu nutzen, ob sie etwas mit dem Sinn und Zweck der Einrichtung zu tun haben oder auch nicht. Projekte sind zusätzlich und daher auch immer mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden.

2. Du hast keinen Bedarf.

Projekte entwickeln um der Projekte wegen ist ziemlicher Unsinn, auch, wenn es dafür gute Gelder gibt. Ein Projekt kann nur dann zum Erfolg werden, wenn es…

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