Neues Qualitätsmanagementhandbuch für Jugendfreizeiteinrichtungen erschienen

Nur mal so als – ergänzendes – Kontrastprogramm zu dem Beitrag über den Unsinn der gegenwärtigen Finanzierungsstruktur von Jugendeinrichtungen von Herbert Scherer eine Pressemitteilung der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin,  vom  21. Feb rua r 2012
Das Foto passt irgendwie dazu….. oder?
„Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat jetzt die 3. Auflage desHandbuchs Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen herausgegeben. Auf 181Seiten werden die zentralen Aspekte der Jugendarbeit dargestellt. Außerdem bietet es zahlreiche Arbeitshilfen. In den über 400 Einrichtungen auf Bezirks- und Landesebene dient das Handbuch als Instrument der Selbstevaluierung und der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.„Die Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen sind wichtige Orte der Bildung von Kindern und Jugendlichen. Das Handbuch Qualitätsmanagement zeigt anschaulich, wie dieser vielfältige Anspruch eingelöst wird. Durch die große Bandbreite ihrer Angebote bieten sie wertvolle Bildungs- und Lerngelegenheiten. Sie sind Orte für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen,fördern soziale Verantwortung und gesellschaftliche Mitverantwortung. Ihre Aufgabenverwirklichen sie zunehmend gemeinsam mit Schulen, mit Kultureinrichtungen und mit anderen Bereichen der Jugendhilfe“ so die Jugendsenato rin Sandra Scheeres .Das Handbuch Qualitätsmanagement ist ein bundesweit einzigartiges Instrument der praxisbezogenen Konzeptentwicklung. Es wurde in einem dialogischen Prozess mit Praktikerinnen und Praktikern erarbeitet und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Scheeres: „Die neue Ausgabezeigt, dass Berlin über eine intakte und produktive fachliche Kooperationsstruktur der bezirklichen und landesweiten Jugendarbeit verfügt.“Die dritte Auflage des Handbuches beinhaltet zahlreiche Ergänzungen und Aktualisierungen.Themen, die bei der Überarbeitung berücksichtigt wurden, sind Kooperation mit Schulen,Elternarbeit, interkulturelle und internationale Jugendarbeit, Nutzung von Online-Communities.Das neue Handbuch Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen sowie we itere Materialien für die Fachkräfte der Jugendarbeit sind als Download auf der Homepage derSenatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft erhältlich.“

Schluss mit dem Unsinn – aktuelles Finanzierungsmodell in der Kinder- u. Jugendarbeit absurd!

Schluss mit dem Unsinn! – Dank an Herbert Scherer für die Zusammenstellung dieses Materials:

Das aktuelle Finanzierungsmodell der ‚allgemeinen Kinder- und Jugendarbeit‘ drückt deren Bezahlung systematisch in den Keller und provoziert absurde „Rettungsversuche“. Die ANGEBOTSSTUNDE, ein sog. Produkt in der Kosten-Leistungs-Rechnung, ist als Bemessungsgrundlage für die Leistungen der Kinder- und Jugendarbeit ungeeignet.

Die in der Bildergalerie zusammengestellte Präsentation macht die Risiken und Nebenwirkungen dieses Finanzierungssystems deutlich und zeigt, in welchem Ausmaß es Manipulationen Tür und Tor öffnet.

Einfach auf das erste Bild klicken und Bildergalerie öffnen!
Weitere Informationen (und Diskussionsbeiträge) über scherer@sozkult.de

Kinder sterben – auch, weil Sozialarbeiter schlecht ausgebildet sind.

In einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ äußert sich Prof. Wolfgang Hinte, „Vater“ der Sozialraumorientierung und Vorstandsmitglied des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit, über Ursachen und  notwendige Konsequenzen aus dem Tod der kleinen Zoe aus Weissensee. Die Ausbildung der Sozialarbeiter sei schlecht, da praxisfern. Die Finanzierungs- und Controllingstrukturen in der Jugendhilfe ungeeignet. Sein Fazit: „Wir brauchen ein Finanzierungssystem, das Träger belohnt, die Problemfamilien so frühzeitig „bearbeiten“, dass teure Hilfekarrieren gar nicht entstehen. Problem: Das Jugendamt darf in einer frühen Phase für das Kind noch keine Hilfe gewähren – erst wenn es „richtig arm dran“ ist. Und wir müssen die Konkurrenz aus dem „Hilfemarkt“ nehmen. Die passt allenfalls zum Profit-Sektor, aber nicht zum sozialen Bereich.“  Und: „Es mangelt  in Berlin an der Zusammenarbeit zwischen Ämtern und Freien Trägern. Und der Senat müsse Problemfamilien möglichst früh helfen – nicht erst, wenn überforderte Eltern ihren Kindern Gewalt antun.“

Das ganze Interview H I E R lesen….. (Link zur Berliner Zeitung vom 14.2.2012)