ein paar Gedanken zum Thema „Fokus“

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Der eine oder die andere, die diesem Blog verfolgt, weiss, dass ich mir immer mal wieder Gedanken darüber mache, wie ich mich und meine Arbeit gut organisiert bekomme. Selbstorganisation, Selbstmanagement, Produktivität sind Themen, die mich interessieren und mit denen ich mich gern beschäftige. Mein Ziel: Ich möchte die richtigen Dinge richtig machen. Und damit fangen meine „Probleme“ schon an: Was sind die richtigen Dinge?  Was heisst richtig machen? Wie setze ich die richtigen Prioritäten? Wie schaffe ich mir dafür Freiräume? Wie schaffe ich es – frei nach Covey – mir Termine für meine Prioritäten zu setzen – statt Prioritäten für meine Termine zu definieren? Ich suche immer wieder nach den hierfür am besten geeigneten Tools und Methoden. Mal arbeite ich analog und versuche mich mit dem „Bullet Journal“ zu organisieren, dann schwöre ich wieder auf meine digitalen Werkzeuge und Workflows. Letztens habe ich tatsächlich mal in Erwägung gezogen mit für ein paar Hundert Euro einen „Fokus-Planer“ aus Papier zu bestellen. Zum Glück hat sich „mein geiziges Ich“ durchgesetzt……

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„Wohlfahrt meets Social Entrepreneurship“ – es bewegt sich was……

Die beste Nachricht gleich am Anfang: Die Veranstaltung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes am 5.12. im Umspannwerk Berlin war mit geschätzt rund 100 Menschen bestens besucht. Das Thema der Auftaktveranstaltung des „Innovationsforums“ des Paritätischen scheint einen Nerv getroffen zu haben. Kein Wunder: Wir leben in unruhigen Zeiten und der Veränderungsdruck in allen Bereichen des gesellschaftlichen, persönlichen und eben auch des sozialen Lebens hat ein ungeheures, teils angsteinflößendes Ausmaß erreicht. Und die Geschwindigkeit und die Dynamik  des Wandels lösen bei vielen Menschen – auch in der Sozialwirtschaft – Verunsicherung, aber auch Neugier aus. Beste Voraussetzungen für eine Veranstaltung, bei der sich Vertreter*innen der klassischen Wohlfahrt mit Social Entrepreneurs (by the way: Wie gendert man „Entrepreneur“?) treffen um sich auszutauschen und zu eruieren, wo es Schnittmengen und Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede und Differenzen gibt.

Markus Sauerhammer (@teraspri), Vorsitzender des Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND e.V.) betonte in seiner Keynote die Gemeinsamkeiten:

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Wie bewertet man Fachlichkeit?

Pfeil zeigt in Richtung Mission

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In der AG Qualität unseres Vereins formulieren wir gerade neue inhaltliche Standards unserer Arbeit. Wir gehen dabei von den Kernaussagen unseres Leitbildes aus und versuchen dann Antworten auf die Frage „Woran erkennt man im Alltag unserer Arbeit, dass der Satz XY aus dem Leitbild bei uns ernst genommen und umgesetzt wird?“.

Eine intensive und anregende Diskussion ergab sich zum Punkt „Fachlichkeit“. Unser Leitbild sagt zu Fachlichkeit: „Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist mit dem Engagement, der Professionalität und der Fachlichkeit seiner haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein geschätzter und zuverlässiger Partner – für Menschen und Organisationen – im Bezirk.“. 

Hieraus ergeben sich in der Qualitätsdiskussion mindestens drei Fragen:

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Glückwunsch zur 100. Stadtteilkonferenz Lankwitz

Heute – am 14. Juni 2016 – tagt zum 100. mal die Stadtteilkonferenz Lankwitz – eine Idee, die unser Verein  (damals hiessen wir noch Nachbarschaftsverein Lankwitz ) im Jahr 1997 entwickelte – zu einer Zeit, als „Runde Tische“ etc. als Instrument der Kommunikation im Sozialraum noch gänzlich unbekannt waren…. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es eine heftige Auseinandersetzung zwischen mir und dem damaligen Leiter der Jugendförderung des Bezirksamtes gab, die darin mündete, dass das Jugendamt ein Rechtsgutachten in Auftrag gab, ob denn ein frei-gemeinnütziger Träger überhaupt berechtigt sei, zu einer solchen Runde einzuladen. Die Zeiten ändern sich. Zum Glück. Seit fast 20 Jahren treffen sich nun Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Ämtern des Bezirksamtes, VertreterInnen verschiedener Einrichtungen, Projekte und Vereine, der Kirchengemeinde, der Polizei, der Schule, der Wohnungsbaugesellschaft mit Vertreterinnen und Vertretern der Bezirkspolitik und Bürgerinnen und Bürger um über Probleme, Entwicklungen und v.a. Lösungen für den Kiez Lankwitz-Ost zu beraten.

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Leider finde ich die allererste Einladung zur Stadtteilkonferenz nicht mehr…… Die hier dokumentierte 4. Einladung zum „Stadtteiltreffen“ beweist aber: Wir waren immer dicht dran an den ganz heissen Themen im Sozialraum ….. und das wird immer so bleiben!

Ich bin stolz und dankbar dafür, dass ich diese Stadtteilkonferenz über viele Jahre leiten und moderieren durfte – und wünsche für die nächsten 100 Sitzungen viel Erfolg und Spass…….

Geschäftsführertagebuch: Wer, wenn nicht wir?

Mampel mit D. Segina (l.) und H. Kleebank (r.) in Kladow

Mampel mit D. Segina (l.) und H. Kleebank (r.) in Kladow

Das „Flüchtlingsthema“ war in der zurückliegenden Woche wieder bestimmend. Mehrere Sitzungen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas befassen, ein Treffen beim DPW mit der Staatssekretärin aus der Senatskanzlei, an dem ich als Vertreter des Vorstandes des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit teilgenommen habe, ein Treffen mit dem Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und dem Integrationsbeaufragten des Bezirks, Danilo Segina,  in unserem Projekt „Jugendwohnen Kladow“, Sitzung mit der „Trägerkooperation umF“ und und und…….

Der Fachtag am Freitag im Steglitzer Rathaus zum Thema „Steuerung in der Jugendhilfe“, bei dem auch das von Jugendamt Steglitz-Zehlendorf, FAMOS, Mittelhof und Stadtteilzentrum Steglitz e.V.  aufgelegte Modellprojekt „Sozialräumliche Leistungen – SRL“ vorgestellt wurde,  passte nicht so ganz in diese Woche – aber auch hier war das Thema „Arbeit mit Geflüchteten“ zwischen den Zeilen und in Pausengesprächen präsent.

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Commitment ist alles

Pfeil von einem Kompass zeigt in Richtung Mission

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Wenn ich  die zurückliegende Woche unter ein „Motto“ stellen sollte, dann würde ich mich für den Satz „Commitment ist alles“ entscheiden.

Mit insgesamt 24 Terminen – Mitarbeiter-gesprächen, Planungsmeetings und Sitzungen – waren die 5 Arbeitstage recht gut gefüllt. Interessanterweise ging es in fast allen Gesprächen und Meetings um wichtige Grundlagen der vor uns liegenden Arbeit: Stellen-  und Aufgabenbeschreibungen müssen entweder neu entwickelt oder angepasst und neu verhandelt werden, da sich die Schwerpunkte unserer Arbeit – und damit die Anforderungen an jeden einzelnen von uns – verändern; unser Projekt „StadtteilZeitung“ soll neu aufgestellt und neu ausgerichtet werden; neue Standorte, die entstehen wollen geplant, neue Projektideen mit Leben erfüllt werden; für unsere Notunterkunft (und alle weiteren Unterkünfte, die noch kommen werden) wollen wir hauseigene Qualitäts- und Leistungsstandards entwickeln und festlegen; in bezirklichen Gremien und Arbeitsgruppen bereiten wir uns auf große Herausforderungen und neue Themen vor, die unseren Arbeitsalltag in diesem Jahr massiv beeinflussen werden – u.a. dem zu erwartendem stärkeren Zuzug von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in unseren Bezirk. Kurzum: Wir planen, organisieren, koordinieren und reflektieren unsere Vorhaben, Verpflichtungen und die Umsetzung unserer Ideen.

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die richtigen Leute an der richtigen Stelle

Think Outside The Box Torn Paper

Ja. Ich gebe es zu. Ich tue mich manchmal schwer mit Personalentscheidungen. Zu oft habe ich nicht auf meinen „Bauch“ gehört und innere Kompromisse gemacht, die ich lieber nicht hätte machen sollen. Mitunter sind dann nervige Querelen und überflüssige Auseinandersetzungen die Folge. Braucht kein Mensch sowas. Und trotzdem mitunter unvermeidbar…..

Häufiger – zum Glück – ist es aber genau umgekehrt: Man stellt Leute ein, die „formal“ nicht die beste Qualifikation mitbringen – aber offensichtlich für eine Aufgabe brennen. Man macht Arbeitsverträge mit Leuten, die „objektiv“ nicht alle Anforderungen für die Stelle erfüllen – aber ein besonderes Leuchten in den Augen haben. Man gibt Leuten eine Chance, die tendenziell eigentlich eher nicht in Frage kommen…….

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Eitelkeit

Neue Helden braucht das Land? Foto (c): Fotolia

Neue Helden braucht das Land?
Foto (c): Fotolia

Ja… ich gebe es zu: Ich bin eitel. Mir gefällt es, wenn Leute mich toll finden; ich liebe es, wenn mir beim reden, die Leute an den Lippen hängen. Ich finde es toll, wenn mich andere um Rat fragen. Ich fühle mich gut, wenn ich merke, dass andere mich bewundern. Kommt nicht sehr oft vor. Aber es kommt vor…… Und ich finde es gut, wenn andere mich in meiner Vorstellung bestärken, dass ich großartig bin.

Aber………..: Ich merke es natürlich, wenn Leute mich manipulieren wollen. Ich merke es, wenn Leute versuchen, mich bei meiner Eitelkeit zu packen, um mir Informationen, Statements oder sonst was „aus dem Bauch zu leiern“.  Und ich bin dann ein bisschen beleidigt.

Heute war wieder so eine Situation…….. „Herr Mampel…. tolle Arbeit, die Sie da machen….. Toll, dass Sie sich in dieser Angelegenheit engagieren!…. Wie hoch ist eigentlich Ihr kalkulierter Stundensatz? Bleibt natürlich unter uns…..“. Nein Danke!

Ich gebe Euch einen Tipp im Umgang mit mir: Seid ehrlich. Seid authentisch. Seid offen. Hört auf mit irgendwelchen Spielchen. Dann erzähle ich fast alles, was ich weiss. Dann können wir gemeinsam alles erreichen. Wäre doch eine Perspektive, oder?

Druck

© Antonio Gravante - Fotolia.com

© Antonio Gravante – Fotolia.com

Ich weiss nicht, wie es anderen geht. Ich funktioniere am besten unter Druck. Am Donnerstag ist Abgabeschluss für einen Antrag? Ich schreibe ihn am Mittwoch abend. Die Steuererklärung muss am 31. beim Finanzamt sein? Ich fange am 28. (frühestens) an, meine Sachen zusammen zu suchen. Ein Partner wartet auf einen Vertragsentwurf, den ich für Donnerstag abend zugesagt habe? Ich entwerfe ihn  Donnerstag mittag. Manchmal denke ich, dass es / ich  vielleicht viel entspannter wäre, wenn ich diese Sachen früher –  ohne Zeitdruck – machen würde. Aber so funktioniere ich nicht. Ich brauche den Druck. Und meistens schaffe ich es auch, die Jobs zum vereinbarten oder zugesagten Zeitpunkt zu liefern. Meistens. Und heute war wieder so ein Tag: Ich habe in vier Stunden ganz schön gute Ergebnisse produziert – die Aufgaben dazu standen allerdings schon seit mehreren Wochen auf meiner Liste. Und richtig: Abgabeschluss war heute.

Ich brauche (Termin-) Druck um die für die Erledigung der Aufgabe erforderliche Energie zu mobilisieren. Ich brauche  den „Kick“, der sich einstellt, wenn ich die Aufgabe auf den letzten Drücker doch noch geschafft habe. Ich schaffe mir selbst Erfolgserlebnisse, in dem ich die Bedingungen für die erfolgreiche Erledigung eines Projekts bzw. eines Jobs selbst – sehenden Auges – verschärfe. Ich bin großartig. Denn ich habe irgendwie einen  Weg gefunden, mit termingebundenen Aufgaben umzugehen, der zu mir passt und der meinen persönlichen Neigungen, Stärken und Schwächen entspricht.

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Quarter-Review: Blick zurück nach vorn……

© Coloures-pic - Fotolia.com

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Schwuppdiwupp ist das erste Quartal des Jahres schon wieder vorbei. Hatte ich nicht gerade erst Weihnachten und Silvester gefeiert? Habe ich nicht noch bis vor kurzem, allen ein „schönes neues Jahr“ gewünscht? War das Jahr nicht eben noch frisch und unverbraucht und voller neuer Pläne und Ziele?

Es geht rasant voran. Das erste Quartal 2015 ist Geschichte – Zeit für ein „Quarter-Review“. Alles nochmal Revue passieren lassen, Jobs und Aufgaben (aus-) sortieren, Kompass neu ausrichten. Strategien und Pläne überdenken und neu formulieren bzw. schärfen. Fokussierung ist angesagt. Ostern ist ein guter Zeitpunkt für einen „Neuanfang“, für meine persönlich „Auferstehung“.  Denn: Das erste Quartal hat mir ganz schön viel abverlangt und mich zeitweise an meine Grenzen geführt. Sichtbares Zeichen für die LeserInnen dieses Blogs: Es gab relativ wenig Beiträge – mir fehlte schlichtweg die Zeit und die Energie…….

Was waren die Themen der ersten 3 Monate – und wie gehts weiter?

„Unser infrastrukturelles Herz“

In unserer neuen Geschäftsstelle in Lichterfelde-Ost sind wir gut angekommen. Ende des Jahres hier eingezogen, hatten wir die Hoffnung, dass sich unser „Headquarter“ schnell zum „infrastruktuerellen Herz“ des Stadtteilzentrum Steglitz entwickeln würde. Unsere Hoffnung wurde erfüllt: Die internen  Abläufe sind spürbar effizienter und effektiver geworden, Kolleginnen und Kollegen aus den Aussenstellen nutzen die Möglichkeiten, die die neuen Räume bieten, intensiv: Zusammenarbeit und interne Kommunikation haben einen gewaltigen Schub erfahren. Das stimmt mich sehr hoffnungsvoll für die weitere Entwicklung unseres kleinen, sympathischen Vereins.

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