20 Jahre im Gutshaus Lichterfelde: Wenn das Gutshaus seine Geschichte erzählen könnte …

Unser Verein, das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. , feiert am Samstag, den 22.6.2019 ein rundes Jubiläum: 20 Jahre sind wir nun schon im Gutshaus Lichterfelde im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf tätig. Im ältesten Profanbau des Bezirks organisieren wir Nachbarschafts- und Stadtteilarbeit und seit zwei Jahrzehnten auch den Betrieb der Kita „Schlosskobolde“. Meine Kollegin Anna Schmidt hat anlässlich dieses tollen Jubiläums einen wunderbaren Blogartikel geschrieben, den ich hier gerne „rebloggen“ möchte.

Danke Anna, für diesen schönen Rück- und Draufblick 🙂

„Eine kleine Gruppe Eltern und MitarbeiterInnen saßen im Gemeinschaftsraum des Nachbarschaftsvereins Lankwitz. Die Eltern hatten um das Gespräch gebeten. Ein paar Tage zuvor hatten sie völlig überraschend erfahren, dass der Träger der Kindertagesstätte in der ihre Kinder untergebracht waren, Insolvenz angemeldet hatte und die Kita in kürzester Zeit schließen sollte. Der ersten Ratlosigkeit folgte der Wille, sich für diese Kita einzusetzen und dafür diente dieses Gespräch. Die Eltern fanden interessierte GesprächspartnerInnen und so ging diese Geschichte los …

Dieses Elterngespräch ist fast genau 20 Jahre her. Was folgte waren viele weitere Gespräche mit Bezirkamtsvertretern, Senatsverwaltung, dem Insolvenzverwalter und den Eltern. Hürden waren zu nehmen, Vorraussetzungen zu schaffen, neue MitarbeiterInnen mussten gesucht, Bedingungen ausgehandelt werden. Wichtig war die Anmeldung von 20 Kindern um eine vorläufige Betriebsgenehmigung für die Kita zu bekommen. Aber: Der damals kleine Nachbarschaftsverein hatte eine Vision. Eine Vorstellung, was man in diesem Haus, in dem die Kita untergebracht war, alles im Sinne des Nachbarschaftsgedanken bewerkstelligen könne … und schaffte es. Die Kita wurde weiter betrieben, der Nachbarschaftsbereich im Erdgeschoss eingerichtet und das Dachgeschoss des Gebäudes wurde die neue Geschäftsstelle. Thomas Mampel, damals wie heute Geschäftsführer des Vereins sagt dazu: „Die Übernahme der Trägerschaft für das Gutshaus Lichterfelde und die Kita wäre ohne die Unterstützung und das Engagement der Eltern damals nicht möglich gewesen. Diese Tatsache hat auch dazu geführt, dass dieser Prozess vom Bezirksamt und von der Senatsverwaltung mitgetragen, begleitet und unterstützt wurde.“ Zudem entstand eine starke Verbundenheit zwischen allen Beteiligten in diesen spannenden ersten Wochen. Ein zweiter Aspekt unterstützte die Absicht des Vereins: Mit der Übernahme des Gutshaus Lichterfelde kam der Verein in die Förderung durch den „Stadtteilzentren-Vertrag“: Finanzielle Mittel bzw. eine Förderung um den Kernauftrag Nachbarschafts- und Stadtteilarbeit umzusetzen, standen erstmals zur Verfügung. Das war ein Meilenstein in der noch recht jungen Vereinsgeschichte.

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Jeder ist ein Künstler

GF-Tagebuch #21

„Kunst kommt von können“…. sagt der Volksmund. Ich glaube, da ist was dran. Oft stehe ich staunend vor irgendwelchen Werken – egal ob Gemälde, Fotografien oder Plastiken – und staune, was Menschen erschaffen und ausdrücken können. Bei Musik, Theaterstücken und bei vielen Büchern geht es mir genau so. Dabei ist es (mir zumindest)  vollkommen egal, ob die Werke von berühmten „Stars“ der Kunstszene  oder von unbekannten Künstlern und Kreativen geschaffen wurden. Was mich anspricht ist Authentizität und Gefühl. Das Kunst-Werk bringt etwas in mir zum klingen, stösst auf Resonanz, macht das Gefühl des Künstlers greifbar. Ich darf an der Welt des anderen teilhaben. Diese Einladung, die Welt durch die Augen eines anderen Menschen sehen zu dürfen ist ein wunderbares Geschenk.

Einladung_KMdG_14-Juni-2014_web-212x300Und: Jeder Mensch kann etwas – und deshalb kann auch jeder Mensch ein Künstler sein. Ich bewundere Kinder, die manchmal mit entwaffnender Klarheit malen und be – zeichnen können, was in ihrer Welt gerade wichtig ist. Ich lese gerne Blogs von Menschen, die was zu sagen haben – und die es schaffen, mit wunderbaren Worten die Geschichte(n) des Lebens für alle Zeit festzuhalten. Ich höre gern zu, wenn Menschen zusammen kommen und Musik machen, singen und das Leben feiern.

Jeder Mensch – egal wie alt und was er noch sonst so treibt – hat das Zeug zum Künstler.
In der nächsten  Ausgabe der StadtteilZeitung des Stadtteilzentrum Steglitz  lest Ihr  über verschiedene Aspekte dieses Themas – und Ihr  lernt  sehr verschiedene Menschen kennen, die sich in und mit ihrer Kunst ausdrücken. Einige von ihnen könnt  Ihr  in den Einrichtungen unseres Vereins treffen – in Mal- und Kreativgruppen oder im „Bandraum“ bei der Probe oder auf der Probebühne unserer Musicalgruppe in der Jugendeinrichtung – andere wirken „nur“ im privaten Rahmen und werden selten sichtbar.

All diesen Menschen wollen wir beim „Kunstmarkt der Generationen“ am 14. Juni im Park hinter dem Gutshaus Lichterfelde einen Rahmen und eine Plattform geben. An über 80 Ständen werdet Ihr  Kunst geniessen und begreifen können. Die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit der teilnehmenden Künstler ist ein Garant dafür, dass für jede/n etwas dabei ist.

Ich würde mich freuen, den einen oder die andere am 14.6. dort zu treffen – ganz sicher auch ein sehr attraktives Ziel für Berlinbesucher, die an diesem Wochenende mal einen andere Seite der Hauptstadt entdecken wollen… . Weitere Infos gibt es H I E R …. (bitte klicken!)

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Seit November 2013 schreibe ich wöchentlich an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter  und Co.) teilt und verbreitet!