Geschäftsführertagebuch: Wer, wenn nicht wir?

Mampel mit D. Segina (l.) und H. Kleebank (r.) in Kladow

Mampel mit D. Segina (l.) und H. Kleebank (r.) in Kladow

Das „Flüchtlingsthema“ war in der zurückliegenden Woche wieder bestimmend. Mehrere Sitzungen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas befassen, ein Treffen beim DPW mit der Staatssekretärin aus der Senatskanzlei, an dem ich als Vertreter des Vorstandes des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit teilgenommen habe, ein Treffen mit dem Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und dem Integrationsbeaufragten des Bezirks, Danilo Segina,  in unserem Projekt „Jugendwohnen Kladow“, Sitzung mit der „Trägerkooperation umF“ und und und…….

Der Fachtag am Freitag im Steglitzer Rathaus zum Thema „Steuerung in der Jugendhilfe“, bei dem auch das von Jugendamt Steglitz-Zehlendorf, FAMOS, Mittelhof und Stadtteilzentrum Steglitz e.V.  aufgelegte Modellprojekt „Sozialräumliche Leistungen – SRL“ vorgestellt wurde,  passte nicht so ganz in diese Woche – aber auch hier war das Thema „Arbeit mit Geflüchteten“ zwischen den Zeilen und in Pausengesprächen präsent.

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Geschäftsführer-Tagebuch: die Sache mit der Kohle….

IMG_4370Ich habe immer noch keinen Weg gefunden, souverän mit dem Thema „Geld“ umzugehen. Geld ist für mich ein sehr emotional besetztes Thema. Wenn es knapp wird, werde ich schnell unsicher und ängstlich. Wenn es uns finanziell gut geht, werde ich manchmal „euphorisch“ und möchte, dass alle im Verein von der guten Entwicklung profitieren. Dazwischen gibt es dann Phasen – häufig auch recht lange -, bei denen wir auf „hohem Niveau“ von der Hand in den Mund leben: Wir können alles bezahlen und uns etwas leisten, aber es bleibt wenig übrig für „Rücklagen“ und größere Investitionen.

Zu meinen Hauptaufgaben als Geschäftsführer gehört es Entscheidungen zu treffen, die Auswirkungen auf die finanzielle bzw. wirtschaftliche Situation der Organisation haben. Das, was weitläufig als das „unternehmerische Risiko“ bezeichnet wird, ist deshalb mitunter schwer zu kalkulieren, da unternehmerische Entscheidungen (auch sozial-unternehmerische) oft auf Annahmen und Prognosen beruhen. Und Prognosen sind mithin dann eine schwierige Angelegenheit, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen ;-).

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Commitment ist alles

Pfeil von einem Kompass zeigt in Richtung Mission

(c) fotolia.com

Wenn ich  die zurückliegende Woche unter ein „Motto“ stellen sollte, dann würde ich mich für den Satz „Commitment ist alles“ entscheiden.

Mit insgesamt 24 Terminen – Mitarbeiter-gesprächen, Planungsmeetings und Sitzungen – waren die 5 Arbeitstage recht gut gefüllt. Interessanterweise ging es in fast allen Gesprächen und Meetings um wichtige Grundlagen der vor uns liegenden Arbeit: Stellen-  und Aufgabenbeschreibungen müssen entweder neu entwickelt oder angepasst und neu verhandelt werden, da sich die Schwerpunkte unserer Arbeit – und damit die Anforderungen an jeden einzelnen von uns – verändern; unser Projekt „StadtteilZeitung“ soll neu aufgestellt und neu ausgerichtet werden; neue Standorte, die entstehen wollen geplant, neue Projektideen mit Leben erfüllt werden; für unsere Notunterkunft (und alle weiteren Unterkünfte, die noch kommen werden) wollen wir hauseigene Qualitäts- und Leistungsstandards entwickeln und festlegen; in bezirklichen Gremien und Arbeitsgruppen bereiten wir uns auf große Herausforderungen und neue Themen vor, die unseren Arbeitsalltag in diesem Jahr massiv beeinflussen werden – u.a. dem zu erwartendem stärkeren Zuzug von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in unseren Bezirk. Kurzum: Wir planen, organisieren, koordinieren und reflektieren unsere Vorhaben, Verpflichtungen und die Umsetzung unserer Ideen.

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Aller Anfang ist leicht.

5565136539_6661d64e54_zDie erste Arbeitswoche des Jahres liegt hinter mir. Eine intensive, schnelle Woche. Ich profitiere davon, dass ich „zwischen den Jahren“ ein bisschen auftanken und durchatmen konnte. Das macht den Anfang leicht(er).

Denn: die erste Arbeitswoche hatte es in sich:

Montag: Kiez-AG für die Flüchtlingsunterkunft Ostpreußendamm und Planungsrunde für das neue Projekt „Jugendwohnen Kladow„;

Dienstag: Bau- und Antragsplanung mit Architekten und unserer Bereichsleitung für unseren geplanten Kita-Neubau in Marienfelde, dann Übergabe der Jugendwohneinrichtung in Kladow an das Stadtteilzentrum Steglitz durch den Verwalter, abends mit unserer Band „Telte“ unplugged in der Notunterkunft Kiriat-Bialik, die wir seit November betreiben.

Mittwoch und Donnerstag: Mampel in Frankfurt/M.;  unser Jugendwohnprojekt  in Kladow nimmt – nach nur einer Woche Vorbereitungszeit – seinen Betrieb auf, die ersten unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten ziehen ein….

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Ihr könnt mich mal…..

unterstützen, bitte.

Ich bitte die blöde und möglicherweise irreführende Überschrift zu entschuldigen. Ich wollte unbedingt Eure Aufmerksamkeit gewinnen. Scheint geklappt zu haben 🙂

Am Freitag bin ich eingeladen in die HWR. Der großartige Prof. Dr. Sven Ripsas hat mich eingeladen in sein Seminar zum Thema „Social Entrepreneurship“. In Interviewform wollen wir uns diesem „Phänomen“ nähern und Beispiele und Fragen aus dem sozialunternehmerischen Alltag diskutieren. Ich werde über diese Veranstaltung berichten….

Heute – ich weiss: sehr kurzfristig – möchte ich Euch um ein paar „Stichworte“ bitten:

  • Was verbindet Ihr mit dem Begriff „Social Entrepreneurship“?
  • Passen Social Entrepreneurship und „klassische Sozialwirtschaft“ zusammen – oder nicht? Warum?
  • Was würdet Ihr StudentInnen mit auf den Weg geben, die sich sozialunternehmerisch engagieren wollen?

Ein paar knackige Kommentare zu diesen 3 Punkten wären klasse. DANKE!

Quarter-Review: Blick zurück nach vorn……

© Coloures-pic - Fotolia.com

© Coloures-pic – Fotolia.com

Schwuppdiwupp ist das erste Quartal des Jahres schon wieder vorbei. Hatte ich nicht gerade erst Weihnachten und Silvester gefeiert? Habe ich nicht noch bis vor kurzem, allen ein „schönes neues Jahr“ gewünscht? War das Jahr nicht eben noch frisch und unverbraucht und voller neuer Pläne und Ziele?

Es geht rasant voran. Das erste Quartal 2015 ist Geschichte – Zeit für ein „Quarter-Review“. Alles nochmal Revue passieren lassen, Jobs und Aufgaben (aus-) sortieren, Kompass neu ausrichten. Strategien und Pläne überdenken und neu formulieren bzw. schärfen. Fokussierung ist angesagt. Ostern ist ein guter Zeitpunkt für einen „Neuanfang“, für meine persönlich „Auferstehung“.  Denn: Das erste Quartal hat mir ganz schön viel abverlangt und mich zeitweise an meine Grenzen geführt. Sichtbares Zeichen für die LeserInnen dieses Blogs: Es gab relativ wenig Beiträge – mir fehlte schlichtweg die Zeit und die Energie…….

Was waren die Themen der ersten 3 Monate – und wie gehts weiter?

„Unser infrastrukturelles Herz“

In unserer neuen Geschäftsstelle in Lichterfelde-Ost sind wir gut angekommen. Ende des Jahres hier eingezogen, hatten wir die Hoffnung, dass sich unser „Headquarter“ schnell zum „infrastruktuerellen Herz“ des Stadtteilzentrum Steglitz entwickeln würde. Unsere Hoffnung wurde erfüllt: Die internen  Abläufe sind spürbar effizienter und effektiver geworden, Kolleginnen und Kollegen aus den Aussenstellen nutzen die Möglichkeiten, die die neuen Räume bieten, intensiv: Zusammenarbeit und interne Kommunikation haben einen gewaltigen Schub erfahren. Das stimmt mich sehr hoffnungsvoll für die weitere Entwicklung unseres kleinen, sympathischen Vereins.

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Social Franchise: discovering hands stellt Konzept beim .andersberater Netzwerkabend vor

Logo_andersberater_color_web-200x89Am Freitag, den 10.4. um 18.00 Uhr begrüßen wir Stefan Wilhelm von discovering hands® beim Netzwerkabend der .andersberater in Berlin-Friedenau.

„discovering hands® setzt den überlegenen Tastsinn blinder und sehbehinderter Menschen zur Verbesserung der Tastdiagnostik im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung ein. Dieses innovative Konzept schafft nicht nur ein höheres Maß an Sicherheit für die Erkennung von Brustveränderungen, sondern ermöglicht Frauen eine angenehme Untersuchungssituation mit einem Höchstmaß an Zuwendung und Zeiteinsatz.“

Stefan Wilhelm, bei discovering hands® zuständiger Leiter für MTU-Rekrutierung, Stakeholder Management und International Relations stellt das Sozialunternehmen und seine aktuellen Social-Franchise-Aktivitäten vor, die das Projekt jetzt bis nach Südamerika bringen! Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Gesprächen und Austausch bei Bier, Wasser und Wein.

Ort: garage berln, Holsteinische Strasse 39-42, 12161 Berlin-Friedenau.

Der Eintritt ist frei.

Stefan Wilhelm bietet zur Vertiefung einen .andersberater-Wokshop an: „Transfer einer guten Idee: Social-Franchise-Stratiegien am Bespiel von discovering hands®“. Der Workshop findet am Montag, den 27.4. von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr – ebenfalls in den Räumen der .garage berlin, Holsteinische Strasse 39-42 in 12161 Berlin-Friedenau. Die Kosten für den Workshop betragen € 199.-.

Anmeldung: http://www.andersberater.de / mampel@andersberater.de

Alles dreht sich, alles bewegt sich…….und dann noch eine Umfrage.

Wieder ist ein Monat vorbei, die Wochen verrennen. Kaum bist Du Montag früh im Büro angekommen, ist auch schon wieder Freitag nachmittag…… Ich habe im Moment so viel zu tun, dass ich es kaum schaffe, mich angemessen um diesen kleinen Blog zu kümmern. Schlimm sowas 😉

aus den "7 Wegen"

aus den „7 Wegen“

Aber das ist „jammern auf hohem Niveau“. Denn: die meisten Dinge, die ich mache, sind ziemlich interessant. Diese Woche zum Beispiel hatte ich die Gelegenheit zu einem Treffen mit dem wunderbaren Christian Müller. Ein ausgesprochen angenehmer Mensch, mit dem ich erste Ideen für Podcast-Projekte für das Stadtteilzentrum Steglitz, die .garage berlin und die .andersberater ausgetauscht habe. Diese Begegnung war ausgesprochen inspirierend und gehört auf jeden Fall zu den Höhepunkten des Monats. Schon bald werdet Ihr hier und an anderer Stelle mehr über unser neues Vorhaben lesen und vor allem hören 🙂 (Bitte beachtet hierzu auch die kleine Umfrage am Ende dieses Beitrages!)

Dann habe ich mich in dieser Woche sehr gefreut über eine gelungene Anwohnerinformationsveranstaltung zum Thema „Flüchtlingsunterkünfte in Lichterfelde Süd“. Auch wenn der „Star-Gast“ des Abends, Senator Mario Czaja, leider kurzfristig absagen musste, weil Berlin gerade ein akutes „Masern-Problem“ hat, war es eine sehr gute Veranstaltung. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger diskutierten mit Staatsekretär Gerstle, Bezirksbürgermeister Kopp, der Wahlkreisabgeordneten Seibeld, dem Lageso-Chef Allert und vielen weiteren Vertretern aus Politik und Verwaltung über die aktuellen Entwicklungen im Kiez. Was mich – wie schon im Dezember – wieder besonders gefreut hat: Die Diskussion war ausgesprochen sachlich und getragen von einem deutlich wahrnehmbaren Gefühl der Solidarität mit den Flüchtlingen. Nicht mal ansatzweise gab es irgendwelche fremden- oder ausländerfeindlichen Äußerungen. Es ist ein gutes Gefühl, in einem solchen Umfeld arbeiten und leben zu dürfen.

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Neue Nachbarn in Steglitz sind herzlich willkommen

#umdenken

#umdenken

Tausende Menschen fliehen vor Krieg und Gewalt aus ihren Heimatländern und suchen Zuflucht in Deutschland . Berlin steht vor der grossen Herausforderung, jeden Monat rund 1.500 neue Flüchtlinge aufzunehmen.

Im Oktober hat der Senat beschlossen berlinweit sechs sog. „Containerdörfer“ zu errichten, zwei davon in Steglitz-Zehlendorf: Am Osteweg  entsteht eine Unterkunft für 340 Bewohner, am Ostpreußendamm 108 wird für 300 neue Nachbarn geplant.
Die Berliner Stadtteilzentren sind vom Senat beauftragt, die Entstehung und Etwicklung einer „Willkommenskultur“ rund um die geplanten Standorte zu unterstützen. Am Osteweg tut dies der Mittelhof aus Zehlendorf, am Ostpreußendamm das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. .
Im Rahmen dieser Aufgabe organisieren die Stadtteilzentren auch Anwohnerinformationsveranstaltungen. Die erste Veranstaltung dieser Art  hat am Montag im OSZ an der Lippstädter Straße stattgefunden. Die „Stadtandnachrichten“ haben ausführlich berichtet:

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Froh dabei zu sein…..

GF-Tagebuch #25

Manchmal sind die Dinge schwierig. Zäh. Anstrengend. Manchmal hat wohl jeder das Gefühl, dass sich die Dinge nicht in die richtige Richtung entwickeln. Dass man kämpfen muss, dass man viel Kraft aufbringen muss. Manchmal muss man viel Aufwand betreiben, damit die Dinge laufen. Manche Arbeitswoche (selbst im Stadtteilzentrum 😉 ) ist  nicht wirklich vergnügungssteuerpflichtig….. Das ist, wie es ist. Und nicht schlimm. Denn: Alles, was wir tun,  ist selbst gewählt. Eine Entscheidung, die jede/r in voller Verantwortung für sich selbst trifft.

Gestern im Auto habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie ich dieses „Spannungsverhältnis“ als Thema in diesem Blog verwurschteln kann Und dann lief im Radio ein Lied von Philipp Poisel. Diese Lied hat meine Gedanken zu diesem Thema perfekt auf den Punkt gebracht. Und deshalb heute ein Lied, statt eines Textes……:  Froh dabei zu sein!