Ideen, die verändern – Soziale Innovationen mit social impact start und SAP

Video der Woche #13

Heute geht es in dem Video der Woche um ein spezielles Mentoringprogramm für Social Entrepreneurs. „Mit einer Geschäftsidee möchten sogenannte Social Entrepreneurs gesellschaftliche Probleme unserer Zeit auf unternehmerische Weise lösen: Zusammen mit dem Partner der gemeinnützigen social impact Gmbh unterstützt SAP mit dem social impact start Programm diese Sozialunternehmer bei ihrer Existenzgründung. Das Programm bietet eine Unterstützungsstruktur mit Stipendien, regionalen Büros (Arbeitsplatz, Coaching, Netzwerk etc.) und Mentoring durch SAP Mentoren.
Bekommt am Beispiel von Ecotastic und vier Mentoren von SAP einen Einblick, was hierbei passieren kann.“

Nachahmer erwünscht!

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Immer montags  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!

Act for Impact

Act for Impact lautet das neue Förderprogramm für Gründer mit Verantwortung. Das von der Vodafone Stiftung Deutschland und der Social Entrepreneurship Akademie initiierte Programm richtet sich an Gründerinnen und Gründer, die im Bereich Bildung und Integration mit dem Fokus auf Deutschland tätig sind.
Neben der Aufnahme in die Gründerförderung der Social Entrepreneurship Akademie wird ein Preisgeld in Höhe von 50.000 EUR an die Gewinner vergeben. Der durch ein öffentliches Voting auf Facebook bestimme Publikumspreis ist mit 10.000 EUR dotiert. Bis Mitte Mai können sich Gründerteams für die Zulassung zum Facebook Voting hier bewerben. Das Voting selbst beginnt Ende Mai.
Zudem werden von der Vodafone Stiftung Deutschland und der Social Entrepreneurship Akademie unabhängig von dem Facebook Voting fünf Finalisten bestimmt. Diese präsentieren sich und ihre Gründungsidee beim Finale am 4. Juli 2012 einer hochkarätigen Jury vor über 200 Gästen. Das überzeugendste Gründungsvorhaben wird von der Jury zum Gewinner des mit 40.000 EUR dotierten Förderpreises gekürt.

…………………….. direkt zur Seite der Social Entreprenuership Academy geht’s H I E R

Geld verdienen mit sozialem Engagement

IMG_2127Jeannette Hagen hat einen neuen Beitrag auf  blog.garageberlin.de veröffentlicht. In dem Artikel setzt sie sich mit der Frage auseinander, was einen „social entrepreneur“ ausmacht und warum die Gesellschaft noch immer die Nase rümpft, wenn soziale Unternehmer und die Beschäftigten in sozialen Organisationen und Unternehmen eine angemessene und leistungsgerechte Bezahlung einfordern.

Ich empfehle dringend die Lektüre des Beitrages und freue mich auf Eure Rückmeldungen und Einschätzungen: Was denkt Ihr, wenn Ihr den Begriff „social entrepreneurship“ hört? Zukunftsmodell zur Lösung neuer sozialer Fragen oder eine vorübergehende Modeerscheinung……?

Hier geht’s zum Artikel auf (in?) dem Blog der .garage berlin…..

Wir brauchen Sozial-Manager….. wenn sie gut sind!

Auch im sozialen Bereich arbeiten Manager.Viele von ihnen nennen sich nicht so, weil sich „Sozialmanager“ immer noch ein bisschen wie „gewollt und nicht gekonnt“ anhört. Aber sie arbeiten wie Manager, denken wie Manager. Sind für Ergbnisse verantwortlich – wie Manager…. Ich erspare mir und Euch an dieser Stelle eine Diskussion der Unterschiede zwischen Managern und Unternehmern…. Das werde ich demnächst mal nachholen. An dieser Stelle sei lediglich darauf hingewiesen, dass das was ich über Sozialmanager sage, hier auch für Sozialunternehmer („social entrepreneurs“) gilt.

Eine Frage, die mich seit einiger Zeit immer mal wieder beschäftigt, ist die nach der Wirksamkeit und Produktivität von Menschen, die soziale Unternehmen leiten. Wie kommt es, dass es unter den „Sozialfuzzis“ einige gibt, die sehr gute Ergebnisse erzielen, erfolgreich sind, deren Organisationen wachsen und wichtige Impulse für Innovation, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit setzen – während andere (unter gleichen oder ähnlichen Rahmenbedingungen arbeitend ) regelmäßig mit Krisen umzugehen haben, Mißerfolge produzieren, ums Überleben kämpfen müssen?

Ich vermute, dass Manager der ersten Kategorie bestimmte Verhaltensweisen und Arbeitstechniken beherrschen, die Manager der zweiten Kategorie nicht kennen – oder zumindest nicht anwenden.

Vier wesentliche Unterschiede habe ich beobachtet (aber es gibt ganz sicher  einige mehr…..):

1. Wirksame SozialmanagerInnen formulieren Ziele – für sich selbst und zusammen mit ihren MitarbeiterInnen für die gesamte Organisation!

Attraktive und herausfordernde Ziele setzen kreative und produktive Energie frei. Diese Energie hilft schwierige Phasen zu überstehen. Große Ziele bieten Orientierung in diesen Phasen – wie der Leuchtturm am rettenden Ufer, der bei rauher See die Richtung anzeigt. Große Ziele leiten sich aus einer gemeinsamen Vision ab. Meistens findet sich diese Vision in einem gemeinsamen Leitbild wieder. Ein Lieblingsspruch: „Alles, was Du Dir vorstellen kannst, kannst Du auch erreichen.“

Weniger erfolgreiche Manager formulieren keine Ziele. Sie lassen sich von den Alltagsanforderungen lenken, denen sie sich meist wehrlos ausgesetzt sehen. Ihr Lieblingsspruch (frei nach Helmut Schmidt): „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“

2. Erfolgreiche SozialmanagerInnen haben ein (Selbst-) Organisationssystem…… – und setzen es konsequent um!

Wer seine Zeit sinnvoll zu nutzen weiss, erzielt bessere Ergebnisse. Eigentlich klar. Erfolgreiche Menschen handeln entsprechend. Weniger erfolgreiche nicht. Erfolgreiche Menschen können sich auf wichtige Aufgaben und Projekte fokussieren. Sie kennen den Unterschied zwischen dringend und wichtig. Sie richten ihre Arbeitsweise und -organisation nach diesen Prioritäten aus. Erfolgreiche Menschen kümmern sich um die wichtigen Dinge, weniger erfolgreiche um die dringenden…….Ein Lieblingszitat der Erfolgreichen: „Der Schlüssel liegt nicht darin, Prioritäten für das zu setzen, was auf Deinem  Terminplan steht, sondern darin, Termine für Deine  Prioritäten festzusetzen.“ (Stephen R. Covey)

3. Erfolgreiche SozialmanagerInnen beherrschen ihre Werkzeuge und setzen sie sinnvoll und zweckgerichtet ein.

Rechner, Tablet-PC, Smartphone, Planbuch, Kalender, Aufgaben- und Projektlisten…. Jedes dieser Werkzeuge entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn es für die jeweilige Aufgabe entsprechend angemessen und sinnvoll  eingesetzt wird. In der beruflichen Praxis sind mir viele LeiterInnen sozialer Einrichtungen begegnet, die versuchen, ihr Projekt oder ihre Organisation mit unzueichenden Werkzeugen (alte Rechner mit überalterter Software, Post-It-Zetteln oder auseinderbröselnden „Chinakladden“) zu steuern.
Erfolgreiche Menschen setzen die verschiedenen Werkzeuge mit nahezu spielerischer Leichtigkeit ein…. Sie sind vernetzt mit MitarbeiterInnen und wichtigen Kooperationspartnern, halten sich über den Stand der Dinge immer auf dem Laufenden und sind immer dann kommunikationsbereit, wenn Kommunikation gefragt und notwendig ist. Sie wissen, wann welche Jobs zu erledigen sind und können sicherstellen, dass die hierfür benötigten Ressourcen dann auch zur Verfügung stehen. Erfolgreiche Menschen halten Ordnung. Nicht weil sie „zwanghaft“ oder „unkreativ“ sind – sondern weil sie keine Zeit mit suchen verschwenden wollen.

Ein Zitat, das sie mögen: „Wer als einziges Werkzeug den Hammer kennt – für den ist jedes Problem ein Nagel.“

4. Erfolgreiche Menschen können rechnen.

Es ist unglaublich, wie viele ManagerInnen sozialer Einrichtungen sich den betriebwirtschaftlichen Anforderungen und Fragestellungen, die ihr Job mit sich bringt, verweigern. Fast schon zu banal…. dennoch muss es hier erwähnt werden: Wer die Verantwortung für die Finanzen einer Organisation trägt, sollte mit Zahlen umgehen können. Erfolgreiche SozialmanagerInnen wissen das und bilden sich entsprechend fort (denn allzu oft kommt dieser Part in der Ausbildung sozialer Berufe absolut zu kurz). Sie machen sich schlau und entwickeln neben fachlicher Kompetenz auch ein fundiertes Know-How im kaufmännischen Bereich.

Sie wissen: Geld ist nur ein Problem, wenn man es nicht hat.

Welche Beobachtungen macht Ihr? Mit welchem „ManagerInnen-Typ“ seid Ihr in Euren Projekten und Organisationen konfrontiert? Und welche weiteren Unterschiede zwischen erfolgreichen und erfolglosen Führungspersönlichkeiten habt Ihr in der Praxis beobachten können?