bye bye facebook…..

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Gestern habe ich – nach einer relativ langen Ambivalenzphase – mein persönliches facebook-Profil zum Löschen angemeldet. Irgendwann Mitte Januar  sollte es dann tatsachlich verschwunden sein. An sich ist das keine große Sache – und doch beschäftigt mich dieser Schritt merkwürdigerweise auf der emotionalen Ebene. Ist das Trauer? Ist das Angst, nicht mehr gesehen zu werden? Die Befürchtung, meine „Freunde“ könnten mich vergessen? Ja. Alles das. Und natürlich noch einiges mehr.

Facebook hat mich in meinen Social-Media-Anfangszeiten aufs Schwerste begeistert. Ich konnte mit vielen Leuten in Kontakt bleiben, die sich im Laufe der Zeit physisch und psychisch entfernt hatten. Ich habe alte Freund*innen aus Schul- und Jugendjahren wiedergefunden. Ich habe tolle neue Leute kennengelernt (teilweise in der Folge dann auch im „echten Leben“). Ich habe eine Plattform gefunden, die es mir ermöglichte meine innere „Rampensau“, mein Geltungsdrang und mein Bedürfnis nach Anerkennung hemmungslos auszuleben. Egal, was ich gerade gemacht habe – langweilige Hausarbeit, Treffen mit Leuten, arbeiten am Schreibtisch, einnicken in Sitzungen, Standspaziergänge im Urlaub – meine facebook-Kumpel*innen waren immer dabei und über fast jeden Schritt bestens informiert. Und es gab sooooooviele anerkennende Likes, Kommentare, Wertschätzung. Erst viel später habe ich begonnen zu verstehen, dass meine Bedürfnisse nach „gesehen werden“, nach Gemeinschaft, nach freundschaftlicher Verbundenheit zwar vollkommen in Ordnung sind – aber von facebook nicht erfüllt werden können. Im Gegenteil.

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Bloggen geht auch anders…

Bloggen ist voll im Trend – selbst sprachlich eher durchschnittlich begabte Menschen wie ich, können mit relativ geringem Aufwand alles in die Welt pusten und zur Diskussion stellen, was sie wollen und was ihnen in den Sinn kommt.  Dass Blogs auch in der Welt der Unternehmen eine immer wichtigere Rolle spielen, kommt  in dem Beitrag über „Corporate Blogs“ von Jochen Mai sehr gut rüber. Eine Menge an Anregungen und Futter auch für die Öffentlichkeitsarbeit von Stadtteilzentrum und .garage…..

Blogs kann man aber auch ganz anders machen. Andrea Morgenstern z.B. betreibt einen Videoblog. Sie redet und redet und redet vor laufender Kamera über Akne, gesunde Ernährung als Religionsersatz, über Au-Pair Erfahrungen in Marbella und (deshalb bin ich auf ihrem Blog gelandet) über ihre Motive und Erfahrungen zum Studium der Sozialen Arbeit. Das macht sie so gut, dass bei youtube bereits 18.640 Menschen Ihren Videoblog abonniert haben. Ich bin Nummer 18.641 – und ich vermute, da werden noch einige folgen…..

Social Media und Zeitmanagement

Was haben diese beiden Themen miteinander zu tun?  Vielleicht mehr als man auf den ersten Blick denkt:  „Social Media Engagement ist ja schön und gut. Man kann mit Kunden chatten, in Blogs das eigene Produkt bewerben oder sich Experten Status erschreiben. Aber woher nehme ich die Zeit? Wie plane ich meinen Ressourcen für online Marketing über die Website und Social Media Kanäle?“

Drumrum_12Diese Fragen stellen sich viele Führungskräfte und Chefs kleinerer und mittlerer Unternehmen. Gerade sie können in der Regel nicht auf die Dienstleistung einer PR- oder Kommunikationsabteilung zurückgreifen – sondern müssen auch in diesem Bereich häufig noch selbst „Hand anlegen“. Wie Social Media – Strategien gerade für kleinere Unternehmen (egal ob aus dem Non-Profit- oder aus dem For-Profit-Sektor) funktionieren können, darüber diskutiere ich heute Abend (Dienstag, 3.12., 18.00 Uhr) mit dem .garage-Zeitmanagementexperten  Sven Dönni in der .garage berlin.   Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Online-Dienstag“ wird moderiert von Guido Neumann.

Der Eintritt ist frei.

(Foto: F.Ringwald)

NGO´s messen Social-Media-Effekte

Auch gemeinnützige Organisationen sind mittlerweile sehr aktiv im Web 2.0 unterwegs. Facebook, Twitter, XING und Co. bieten vielfältigste Möglichkeiten für virales Marketing. Egal ob Mitgliedergewinnung oder Spendenakquise: Netzwerkaktivitäten sind fester Bestandteil der Marketingstrategie vieler Organisationen der Sozialwirtschaft, aus Politik, Kultur und Verwaltung.

Ein interessantes Benchmarking-Tool ist pluragraph.de . Die Plattform misst anhand klarer Indikatoren („Likes“ bei Facebook, Follower eines Twitter-Profils, Anzahl der Listungen in Google+-Kreisen u.a.) wie stark die Organisationen in den verschiedenen Netzwerken wahrgenommen werden und erlaubt den Vergleich mit anderen Organisationen (Ranking). Die Charts sind öffentlich und für jeden sichtbar.  Das Angebot ist kostenlos, die Organisationen können sich unkompliziert selbst registrieren und dann sofort auf alle Funktionen zugreifen.

Gegründet wurde pluragraph.de von den Social-Media-Experten Jona Hölderle, Niels Richter und Martin Fuchs .