Stadtteilzentrum 4.0

IMG_4585Im August 2016 wird das Internet 25 Jahre alt. Wow. Happy Birthday Internet. Du hast mein Leben verändert. Und das ist gut so!  Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine ersten „Gehversuche“ im World Wide Web aussahen: Über die Telefonleitung mit einem pfeifenden Modem in ein schneckenlangsames Netz eingewählt, wurden mit  dem Netscape Browser  mehr oder weniger hässliche Internetseiten aufgerufen. Nur wenige Unternehmen und Organisationen aus dem sozialwirtschaftlichen Bereich waren dort vertreten – unser Verein hatte damals als erste Berliner Nachbarschaftseinrichtung eine richtige Homepage. Damals ahnten wohl nur die wenigsten, welche revolutionären Veränderungen das Internet für uns alle mit sich bringen würde. Ein Veränderungsprozess begann, der von der Dramatik und den Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens vergleichbar ist mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Nur alles viel schneller. Und sicher ist, dass diese Entwicklung noch lange nicht vorbei ist. Ganz im Gegenteil: Wir stehen erst am Anfang einer Zeitenwende, einer Epoche, die von Digitalisierung und weltweiter Vernetzung geprägt ist. Manchmal beneide ich meine Enkelkinder, für die viele Dinge selbstverständlicher Alltag sein werden, die ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen kann.

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Soziale Arbeit – jenseits des Klischees

Es gibt eine Wirklichkeit jenseits aller lustigen Witze über Sozialarbeiter und Sozialpädagogen: Sie zählen mittlerweile zu den gefragtesten Akademikern und gestalten in einem erheblichem Umfang soziale Wirklichkeit in unserem Land. Trotzdem hält sich das Klischee von Sandalen, Strickpulli und stundenlangen Laberrunden.

Im Rahmen der Blogparade #nichtwiedudenkst räumt Blogger und Sozialarbeiterkollege Hendrik Epe mit ein paar Vorurteilen auf. Sollte man lesen. Vor allem wenn man selbst Sozialarbeiter/in ist…….

H I E R >>>> gehts zum Artikel >>>>  Soziale Arbeit #nichtwiedudenkst

5 Tipps, wie Du den Überblick über Deine Jobs und Projekte behältst

© burnhead - Fotolia.com

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Sozialschaffende sind nicht unbedingt dafür bekannt, sich mit Selbstorganisations- bzw. Selbstmanagement-Methoden zu befassen. Selbst in Leitungsfunktionen finden sich viele SozialarbeiterInnen und PädagogInnen, die ganz idealistisch das Richtige wollen – aber durch ihr chaotisches Tun und Handeln häufig Schaden anrichten: Am Projekt. An der Organisation. An den Mitarbeitenden. An sich selbst. Häufig haben wir es hier mit hochgradig engagierten und ehrenwerten Kolleginnen und Kollegen zu tun, die – leider sehr häufig – in der Hoffnung und Annahme vor sich hinwurschteln, dass „das alles schon irgendwie klappen wird, solange man das richtige will….“  Ressourcen, Zeit, Geld und Nerven aller Beteiligten werden strapaziert und verschwendet. Häufig scheitern Führungskräfte im Sozialbereich, weil sie ein paar grundlegende Selbstmanagement- und Produktivitätsregeln nicht kennen oder nicht beachten…. Aber – und jetzt kommt eine gute Nachricht! – das muss nicht sein!

5 Methoden, die entscheiden sind für Erfolg oder Mißerfolg in Deiner Leitungstätigkeit

In den letzten Tagen habe ich darüber nachgedacht, welche Produktivtätsmethoden und „Tricks“ für mich persönlich die wichtigsten sind. Ich habe fünf definiert, die meiner Meinung nach ganz wesentlich über Erfolg oder Mißerfolg in der Leitungstätigkeit entscheiden:

1. Alle (!) Informationen ein einem (!) Ort sammeln

Jeden Tag strömen Unmengen von Informationen auf uns ein – viele verbunden mit einer Aufforderung oder dem Auftrag etwas zu tun, aktiv zu werden. Während ich meine Mails sichte, klingelt das Telefon oder eine Kollegin schiebt  mir einen Zettel rein. Danach gehts in die Sitzung und anschliessend noch ein Mitarbeitergespräch…. zwischen den Terminen noch schnell eine SMS gelesen und dann wieder ins Büro….. Sehr schnell verliert man hier den Überblick – viele KollegInnen verlieren sich in „Post-Its“ oder Schmierzetteln oder versuchen sich die vielen Punkte zu merken. Dieses System ist fehleranfällig und zum scheitern verurteilt.

Mein Tipp: Alles aufschreiben und idealerweise an einem Ort sammeln. Je nachdem wie Ihr arbeitet, ist das ein (!) zentrales Notizbuch, das ihr immer (!) dabei habt und in das ihr alles hineinschreibt oder ein elektronisches Gerät mit einem entsprechend geeigneten Programm, das Euch hilft, alles zentral an einem Ort festzuhalten…. (bei mir ist das mein iPhone/iPad mit meiner Lieblingsproduktivitätsapp Evernote).

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Gründen im Sozialen Bereich: (D)ein Unternehmen für eine bessere Welt

eine Seminarempfehlung der .andersberater …. 


Logo_andersberater_color_web-200x89Die Anforderungen einer Unternehmensgründung im Sozialen Bereich werfen besondere Fragen auf. Thomas Mampel ist selbst Sozialunternehmer und arbeitet seit über 20 Jahren erfolgreich im Sozialbereich. In seinem Workshop am 14.03. und 15.03.2015 werden die Kriterien und Rahmenbedingungen einer Gründung im Sozialbereich aufgegriffen und geklärt.

INHALTE

Vereinsgründung / alternative Organisationsformen

  • formale Vorraussetzungen der Vereinsgründung;
  • Überblick in die Bestimmungen des Vereinsrechts;
  • Anforderungen an die Satzung;
  • Eintragung in das Vereinsregister
  • Die gemeinnützige GmbH / UG, sonstige Organisationsformen (insbesondere die eingetragene Genossenschaft /Überblick)
  • Grundlagen der Gemeinnützigkeit (Abgabenordnung);
  • freiberufliche Tätigkeit

Finanzierung

  • Finanzierungsarten
  • wichtige Stiftungen und deren Fördervoraussetzungen
  • Stiftungsdatenbanken;
  • Förderinstrumente des SGB II
  • Fundraising, Sponsoring;
  • EU-Finanzierung (Logik, Beispiele)
  • Verwendungsnachweis / Anforderungen an die Buchhaltung;

Konzeptentwicklung

  • Bausteine eines Konzeptes

Öffentlichkeitsarbeit

  • suche nach „geeigneten“ Medien für das Projekt (Faltblätter, Broschüren, Internet…);
  • social networks / social media
  • Verfassen von Presseerklärungen /-informationen

Wichtige Kooperationspartner

  • Vorstellung der Ziele und Aufgaben der Wohlfahrtsverbände und wichtiger Dach-und Fachverbände;
  • Netzwerke
  • Ziele und Aufgaben von Servicegesellschaften

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Für die Abschaffung des Plans, der sowieso nie stimmte!

Ich bin heute über ein schönes Zitat des leider in diesem Jahr verstorbenen Kollegen Georg Zinner gestolpert, das ich Euch nicht vorenthalten will und das sicher zur Diskussion anregt:

„Soziale Arbeit ist mehr als das Eintreten für die sogenannten sozial Benachteiligten (eine Floskel, hinter der sich oft genug nur die Legitimation für Untätigkeit und eigene Phantasielosigkeit verbirgt). Und dieses „mehr“ ist nichts anderes, als die in den Menschen vorhandenen Fähigkeiten zur Geltung kommen zu lassen, sie eben nicht eigenen Denkschablonen und Vorurteilen unterzuordnen, sie nicht den Gebräuchen und Denkmustern der eigenen Institution einzupassen, sondern sie zu respektieren und mit den Menschen nach ihren originalen (eigenen) Ausdrucksfähigkeiten und gesellschaftlichen Beteiliungsmöglichkeiten zu suchen. Es ist so etwas wie die Erschaffung der freien Marktwirtschaft in der sozialen Arbeit und die Abschaffung des Plans, der sowieso nie stimmte.“

georg-zinnerGeorg Zinner, 1995, in dem Essay „Warum ich (k)ein Geschäftsführer beim Theater der Erfahrungen sein möchte“

Existenzgründung in der Sozialen Arbeit – selbständig im gemeinnützigen Bereich

Seminar am 30./31. Mai in Berlin

Auch im gemeinnützigen Bereich nimmt die Zahl derer zu, die sich mit einer guten Idee selbständig machen wollen. Und auch im Non-Profit-Bereich will eine Gründung gut vorbereitet und geplant sein.

© Trueffelpix - Fotolia.com

© Trueffelpix – Fotolia.com

In einem anderthalbtägigen Seminar (Freitag 15- 18 Uhr, Samstag 10 – 17 Uhr) lernt Ihr  die wichtigsten Grundlagen der Vereinsgründung (nach wie vor ist der Verein die Standard-Organisationsform im sozialen Bereich) und alternativer Organisationsformen und die wichtigsten Finanzierungsquellen und –grundlagen kennen. Darüber hinaus werden grundsätzliche Kenntnisse der Konzeptentwicklung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Kooperationsmöglichkeiten (Wohlfahrtsverbände, Dach- und Fachverbände, Servicegesellschaften) vermittelt.

 

Das Seminar findet in den Räumen der .garage berlin in Berlin-Friedenau statt.

Dozent: Thomas Mampel (Dipl.-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge, Mitgründer und Geschäftsführer des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. geschäftsführender Gesellschafter der .garage berlin GmbH, Vorstand bei Computerbildung e.V. und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Genossenschaft youth collaboration eG.

Im Preis enthalten sind sämtliche Seminarunterlagen, Pausengetränke und je Teilnehmer(in) ein Exemplar des Buches „Das Prinzip .garage“ von Jeannette Hagen und mir (mit einem Extra-Kapitel zum Thema Gründungen im Sozialen Bereich)

Der Preis für das Seminar beträgt € 150.- pro Person und ist nach Erhalt der Anmeldebestätigung fällig.

Wenn Ihr weitere Informationen wünscht oder Euch anmelden wollt, füllt bitte dieses Kontaktformular aus – ich melde mich umgehend bei Euch!

 

Das erwartet Euch:

Themenblock 1: Vereinsgründung / alternative Organisationsformen

–        formale Vorraussetzungen der Vereinsgründung;

–        Überblick in die Bestimmungen des Vereinsrechts;

–        Anforderungen an die Satzung;

–        Eintragung in das Vereinsregister

–        Die gemeinnützige GmbH, sonstige Organisationsformen (gAG, eG., etc) (Überblick)

–        Grundlagen der Gemeinnützigkeit (Abgabenordnung);

–        freiberufliche Tätigkeit

Themenblock 2: Finanzierung

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Video der Woche #9: „Es is, wie es is“

Da ich in dieser Woche von Dienstag bis Donnerstag in Graz / Österreich sein  werde, um mir spezielle Aspekte der Organisation und Finanzierung sozialraumorientierter Jugendhilfe anzusehen habe ich heute ein Video ausgesucht, das an der FH Graz, Studiengang Soziale Arbeit,  entstanden ist. Ich empfehle Euch, dieses Video unbedingt anzusehen: „Ein kurzer Videoclip, der soziale Probleme und den allzu häufigen Umgang mit jenen, in bildlichen Metaphern thematisiert.“

Eindrucksvoll, bedrückend. Druckvoll….. Leider hat dieser Film erst rund 130 Aufrufe – er hat tausendmal mehr verdient!!

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Immer montags  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!

Werbung für ein tolles Blog

Der Fachkräftemangel im Sozialbereich nimmt dramatische Züge an. Unsere Branche ist für viele junge Leute nicht sehr interessant. Schlechte Verdienst- und Karriereperspektiven und ein schwieriges und belastendes Tätigkeitsfeld werden beklagt. Dass es aber auch eine andere Seite gibt, will das Online-Projekt blog.soziale-berufe.com beweisen und durch authentische Berichte darlegen.

Die Macher*innen (alles Azubis) selbst über ihre Seite: „In diesem Blog schreiben Auszubildende aus sozialen und pflegerischen Berufen über ihren Ausbildungsalltag und ihr Interesse an der “Arbeit mit Menschen”. Unser Ziel ist es, Schülern in der Berufsorientierungsphase einen authentischen Einblick in die Welt der sozialen und pflegerischen Berufe zu ermöglichen. Dadurch hoffen wir, euch die Berufswahl leichter zu machen!“

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Ich bin schwer begeistert und hoffe, dass Ihr diesen Link / diese Werbung für eine tolles Blog heftigst teilt. Denn: Soziale Berufe kann nicht jeder – aber die, die es können, die müssen wir erreichen – und begeistern!