Allein sein

szs_mittelpunkt_1-2018_Cover-722x1024Das Magazin „Im Mittelpunkt“ des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. hat sich diesmal dem Schwerpunktthema „Allein sein“ gewidmet. Hier mein Vorwort zu dieser Ausgabe:

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Alleinsein“ ist das Thema dieser Ausgabe unseres Magazins „Im Mittelpunkt“.

Ein schwieriges Thema. Allein sein ist eine ambivalente Angelegenheit: Auf der einen Seite braucht jeder Mensch Zeiten, in der nur an sich denken und nur für sich sein kann, um zu sich und zur Ruhe kommen. Wenn ich allein bin, ordnen sich meine Gedanken, ich kann mich gehen lassen und komme so allmählich bei mir an. Und dann bin ich wieder fit für Gemeinschaft, Austausch und Kommunikation mit anderen. Bereit für die Arbeit mit Menschen.

Problematisch wird die Sache, wenn man unfreiwillig allein ist. Dann fühlen sich Menschen oft einsam und verlassen. So geht es vielen Menschen, die ihren Partner verloren haben. So geht es sehr vielen alten Menschen, die keinen Zugang mehr zu gesellschaftlichem und kulturellem Leben finden. So geht es vielen armen Menschen, für die es finanziell nicht möglich ist abends mit Freunden, was essen oder trinken oder mal ins Kino zu gehen und Einladungen zu solchen Verabredungen immer ablehnen müssen. Viele Menschen, die aus Krieg und Not zu uns geflüchtet sind, leiden unter Einsamkeit, weil sie ihre Familien zurücklassen mussten und nun nicht nachholen dürfen.

Einsamkeit ist bitter. Einsamkeit macht bitter. Aber: Einsamkeit kann überwunden werden. Wir können aktiv die Gesellschaft anderer Menschen suchen. Auch wenn wir kein Geld haben, auch wenn wir in unserer Mobilität eingeschränkt sind, auch wenn wir hier in dieser Stadt kaum jemanden kennen.

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Vorstandswahlen beim VskA: Bin nicht dabei – und irgendwie doch…..

jahrestagung stadtteilarbeitAm 25. September findet in Frankfurt / Main am Rande der bundesweiten Jahrestagung Stadtteilarbeit 2014 die ordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit statt. Auf der Tagesordnung stehen u.a. die Wahlen zum Vorstand des Bundesverbandes.

Was der Verband für sozial-kulturelle Arbeit macht könnt Ihr Euch H I E R anschauen.

Ich selbst würde gern,  kann aber nicht dabei sein. Das ist besonders deshalb misslich, da ich  für eine Vorstandsposition kandidiere – ich  möchte mich gern auch auf Bundesebene für die Interessen und die fachliche Weiterentwicklung der Arbeit der Nachbarschaftsheime, der Bürgerhäuser und der Stadtteil- und Familienzentren engagieren. Darüber hinaus möchte ich mich für eine Öffnung des Verbandes für neue Initiativen, neue Akteure und neue Projekte einsetzen, die zum Teil mit ganz anderen – für uns manchmal noch ungewohnten –  Organisations- und Arbeitsformen an der Lösung gesellschaftlicher und / oder sozialer Probleme arbeiten. Viele gute Leute habe ich zum Beispiel beim Emergent Berlin 2014 kennengelernt, einige sehr engagierte und aktive Menschen erlebe ich bei uns in der .garage berlin mit interessanten Gründungsideen und Lösungsvorschlägen für Themen, die auch uns Nachbarschafts- und Stadtteilzentren sehr bewegen. Eine noch stärkere Öffnung unseres Verbandes könnte sich auch darin bemerkbar machen, dass wir noch offensiver und aktiver werden in den Sozialen Netzwerken und im SocialMedia – Bereich insgesamt. Vor allem auch um die Kommunikation mit unseren Zielgruppen über diese Kanäle möchte ich mich im Falle meiner Wahl besonders  kümmern. (Wer meine „SocialMedia-Aktivitäten“ verfolgt, wird mir sicher bestätigen, dass ich es ganz gut hinkriege, Themen aus dem sozialen bzw. sozialwirtschaftlichen Bereich ansprechend aufzubereiten und angemessen viral zu verbreiten ;-))

Meine Vorstellung auf der Mitgliederversammlung erfolgt in Absprache mit dem Vorsitzenden des Verbandes mittels eines Bewrbungsvideos. Ich bin gespannt, was Ihr zu dem Film sagt. ich finde ihn sehr gelungen…. 🙂

Ich würde mich a.) über ein Feedback und b.) über kräftiges „Daumen drücken“ am 25.09. sehr freuen!

 

Stadtteilagenten sind unter uns…..

Video der Woche #15

Der heutige Film ist unter künstlerischen und /oder ästhetischen Gesichtspunkten ganz sicher kein Meisterwerk. Ich finde ihn trotzdem sehenswert, weil sich  hier KollegInnen mal mit einer ganz anderen Haltung und mit klarer / professioneller Dienstleistungsmentalität an das sonst häufig eher spröde  daher kommende Thema „Stadtteilarbeit“ heran wagen, das dann gern auch oft aus einer „Defizitperspektive“ heraus betrachtet wird…..

Die Macher nennen sich die „Stadtteilagenten“. Auf ihrer Seite heisst es: „Wir sind Ihre kompetente Lösung für die Arbeit in Ihrem Quartier. Wir bieten Ihnen Beratungen in Bereichen der Stadtteilentwicklung, der Bürgerpartizipation und der Integration an. Ebenfalls stehen wir gerne für Sie bereit, direkte Stadtteilarbeit für Sie, mit Ihnen und den Bürgern zu leisten. Denn nur die Zusammenarbeit aller sozialen, ökonomischen und ökologischen Akteure ist die Basis einer guten, integrierten Stadtentwicklung.
(…)  Durch die enge Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern werden gezielte Projekte und Maßnahmen entwickelt, sie gemeinsam initiiert, begleitet und analysiert. Wir stehen Ihnen in allen Bereichen für die Entwicklung Ihres Stadtteils zur Verfügung.“

Weitere Infos: www.stadtteilagenten.de

 

 

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Immer montags  stelle ich Euch ein Video vor, in dem spezielle Aspekte meines “Kernthemas” Sozialwirtschaft / Sozialarbeit / Social Entrepreneurship vorgestellt, beleuchtet und / oder diskutiert werden. Und hin und wieder empfehle ich auch Dinge, die andere Bereiche unseres Arbeitslebens berühren. Anregungen und Tipps nehme ich gerne entgegen.

Ich freu mich sehr, wenn Ihr diesen Beitrag  (und weitere meiner Beiträge) über Eure Kanäle teilt & weiterleitet. Vielen Dank!