Helden

Die aktuelle Ausgabe des Magazins „Im Mittelpunkt“ des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. beschäftigt sich mit dem Thema „Helden des Alltags“. Die Ausgabe könnt Ihr in den nächsten Tagen hier runterladen – und mein Vorwort jetzt schon mal hier lesen:

„Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
nach dem wir entschieden hatten, das Thema „Helden“ zum Schwerpunkt dieser Ausgabe unseres Magazins zu machen, haben wir einige Menschen gefragt, was sie mit dem Begriff verbinden würden. Sehr viele Menschen meldeten zurück, dass für sie dieser Begriff heute keine Relevanz mehr hat – zu sehr wird „Heldentum“ noch immer in Verbindung gebracht mit „großen“ Schlachten und Kämpfen, mit kriegerischer Auseinandersetzung und zweifelhaftem Ruhm im Kampf um zweifelhafte Ideale.
Aber es gab auch ganz andere Rückmeldungen – v.a bei unserer Umfrage auf Facebook! Immer wieder wurden hier Alleinerziehende genannt – was mich persönlich freut, denn es erweitert den Begriff des / der Helden/Heldin doch sehr um eine alltagstaugliche Sicht: Held*innen des Alltags sind jene Menschen, die fernab öffentlicher Wahrnehmung und Würdigung ihre wichtigen „Jobs“ erledigen. Wichtig, weil von Ihnen oftmals das Wohlergehen anderer Menschen abhängt, manchmal sogar deren Leben. Wichtig, weil diese Held*innen für sozialen und kulturellen Zusammenhalt und damit für das Funktionieren unserer Gesellschaft sorgen. Wichtig, weil ohne sie das Leben für viele von uns schwieriger oder gar unmöglich wäre.

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wir müssen mal reden……

Screenshot 2019-04-12 15.33.35In meinem letzten Beitrag zum Thema „Reinventing SzS“ hatte ich bereits angekündigt, dass es zukünftig einen Podcast geben wird, in dem wir den „Reinventing“-Prozess im Stadtteilzentrum Steglitz e.V. plaudernd begleiten!

Die erste Folge ist nun produziert und online. Ihr könnt Sie H I E R hören (externer Link). Kristoffer Baumann und ich sind der Meinung, dass die Premiere gar nicht soooo schlecht geworden ist 🙂

Für freuen uns über Eure Rückmeldungen, Kritik und Vorschläge für Schwerpunkte in weiteren Folgen!

Sozialräumliche Kooperation zwischen Öffentlichen und Freien Trägern

Foto: Uwe Lamm, contact gGmbH

Uwe Lamm (contact –  Jugendhilfe und Bildung gGmbH)  im Gespräch mit Prof. Hinte und Reinhard Hoffmann

Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe hat sich als fachlicher Standard bundesweit (bzw. im deutschsprachigen Raum) durchgesetzt. Denn es macht Sinn, den Menschen ganzheitlich in seiner Lebenswelt (den Sozialraum) zu betrachten statt seine Biographie in die Logik jugendamtlichen Abteilungsdenkens zu zwingen. Prof. Wolfgang Hinte (Mitglied des Bundesvorstandes des vska – Fachverband für Nachbarschaftsarbeit) gilt als einer der Vordenker der Sozialraumorientierung und hat auch der Entwicklung in Berlin wichtige Impulse gegeben. Unter anderem hat er das Modellprojekt „Sozialräumliche Leistungen“ im Bezirk Steglitz-Zehlendorf (ein Kooperationsprojekt von Stadtteilzentrum Steglitz e.V. , Mittelhof e.V. und der FSD-Famos gGmbH ) fachlich begleitet. Das Projekt wurde am 31.12.2018  beendet und trotz beeindruckender Erfolge nicht in die Regelfinanzierung übernommen. Reinhard Hoffmann scheidet nach 25 Jahren Dienstzeit Ende 2018 aus dem Amt. Als Jugendhilfeplaner des Bezirks Steglitz-Zehlendorf hat er maßgeblich dazu beigetragen, die bezirkliche Jugendhilfe zu modernisieren und zu professionalisieren. Uwe Lamm, Geschäftsführer der contact – Jugendhilfe und Bildung gGmbH bespricht im Interview mit beiden die Gelingensbedingungen und Fallstricke sozialräumlicher Arbeitsweisen und Kooperationen zwischen dem öffentlichen Träger und frei-gemeinnützigen Träger der Jugendhilfe.

Jugendeinrichtungen sind (auch) Bildungseinrichtungen #VielfaltJA

ctrnqycwcaelsciVom 26.-28.9.  tagt in Dortmund der bundesweite Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016. Unter dem Titel „Potenziale erkennen – Zukunft gestalten“ tauschen sich Fachkräfte aus ganz Deutschland über verschiedene Aspekte und Facetten dieses spannenden Bereichs innerhalb der Jugendhilfe aus. Der PARITÄTische Berlin begleitet den Kongress noch bis zum 2.10. mit einem „social-media-Marathon“ in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #VielfaltJA.

Selbstverständlich beteilige ich mich zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Kinder- und Jugendarbeit des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. an dieser Aktion. Denn: Wir wollen, dass einer breiten Öffentlichkeit bekannter und bewusster wird, was Kinder- und Jugendarbeit alles ist, wie vielfältig dieser Arbeitsbereich ist und wieviele wichtige Aufgaben und Funktionen Jugendarbeit für die Gesellschaft übernimmt. Jugendarbeit ist weit mehr als die pädagogische Begleitung von Kickerturnieren und Discoveranstaltungen (wenngleich auch die ihren Wert haben)….. Einrichtungen der Jugendarbeit sind  auch wichtige Bildungseinrichtungen geworden.

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Stadtteilzentrum 4.0

IMG_4585Im August 2016 wird das Internet 25 Jahre alt. Wow. Happy Birthday Internet. Du hast mein Leben verändert. Und das ist gut so!  Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine ersten „Gehversuche“ im World Wide Web aussahen: Über die Telefonleitung mit einem pfeifenden Modem in ein schneckenlangsames Netz eingewählt, wurden mit  dem Netscape Browser  mehr oder weniger hässliche Internetseiten aufgerufen. Nur wenige Unternehmen und Organisationen aus dem sozialwirtschaftlichen Bereich waren dort vertreten – unser Verein hatte damals als erste Berliner Nachbarschaftseinrichtung eine richtige Homepage. Damals ahnten wohl nur die wenigsten, welche revolutionären Veränderungen das Internet für uns alle mit sich bringen würde. Ein Veränderungsprozess begann, der von der Dramatik und den Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens vergleichbar ist mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Nur alles viel schneller. Und sicher ist, dass diese Entwicklung noch lange nicht vorbei ist. Ganz im Gegenteil: Wir stehen erst am Anfang einer Zeitenwende, einer Epoche, die von Digitalisierung und weltweiter Vernetzung geprägt ist. Manchmal beneide ich meine Enkelkinder, für die viele Dinge selbstverständlicher Alltag sein werden, die ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen kann.

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Wie bewertet man Fachlichkeit?

Pfeil zeigt in Richtung Mission

© Fotolia

In der AG Qualität unseres Vereins formulieren wir gerade neue inhaltliche Standards unserer Arbeit. Wir gehen dabei von den Kernaussagen unseres Leitbildes aus und versuchen dann Antworten auf die Frage „Woran erkennt man im Alltag unserer Arbeit, dass der Satz XY aus dem Leitbild bei uns ernst genommen und umgesetzt wird?“.

Eine intensive und anregende Diskussion ergab sich zum Punkt „Fachlichkeit“. Unser Leitbild sagt zu Fachlichkeit: „Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist mit dem Engagement, der Professionalität und der Fachlichkeit seiner haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein geschätzter und zuverlässiger Partner – für Menschen und Organisationen – im Bezirk.“. 

Hieraus ergeben sich in der Qualitätsdiskussion mindestens drei Fragen:

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4 Schritte vor…

Das war wieder eine rasante Woche. Volles Programm und in ein paar Angelegenheiten wieder den einen oder anderen großen Schritt vorwärts gekommen:

  • Unser Antrag für den Ausbau (eigentlich fast ein kompletter Neubau) einer neuen Kita unseres Vereins in Alt-Marienfelde ist in dieser Woche komplett fertig gestellt und an die (hoffentlich) fördernden Stellen rausgeschickt worden. Jetzt bitte Daumen drücken – wenn alles klappt, gibt es im Laufe des Jahres in Marienfelde 60 neue Kitaplätze. Kann die Ecke gut gebrauchen!
  • Unsere Weiterbildungsmaßnahme „Flüchtlingshelfer/in“ scheint genau den Nerv der Zeit zu treffen. Wir starten am 1.2. mit dem ersten Kurs – und habe jetzt schon Anmeldungen für die zweite Ausbildungsgruppe, die am 7.3. startet. (weitere Infos findet Ihr hier: garagelernhaus.de/fluechtlingshelfer – könnt Ihr bitte gerne teilen. Danke!)
  • Zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege e.V. (B.A.H.) bieten wir einen gemeinsamen Lehrgang „Fachwirt/in im Sozial-/Gesundheitswesen“ an. Zusammen mit der B.A.H. haben wir ein Angebot entwickelt, dass sich speziell an Leitungskräfte und Pflegedienstleitungen in ambulanten Pflegediensten richtet. Unsere gemeinsame Presseinformation findest Du hier: garagelernhaus.de/kooperation-mit-der-bundesarbeitsgemeinschaft-hauskrankenpflege-e-v – Wir freuen uns, dass der Kurs im Frühjahr 2016 startet!
  • Unser neues „Baby“ – ein Jugendwohnprojekt für unbegleitete, minderjährige Geflüchtete in Berlin-Spandau, läuft gut an….. Die Finanzierung scheint in „trockenen Tüchern“, die Perspektive ist prächtig: so wie es scheint, können wir an diesem Standort eine langfristige Perspektive entwickeln.

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Commitment ist alles

Pfeil von einem Kompass zeigt in Richtung Mission

(c) fotolia.com

Wenn ich  die zurückliegende Woche unter ein „Motto“ stellen sollte, dann würde ich mich für den Satz „Commitment ist alles“ entscheiden.

Mit insgesamt 24 Terminen – Mitarbeiter-gesprächen, Planungsmeetings und Sitzungen – waren die 5 Arbeitstage recht gut gefüllt. Interessanterweise ging es in fast allen Gesprächen und Meetings um wichtige Grundlagen der vor uns liegenden Arbeit: Stellen-  und Aufgabenbeschreibungen müssen entweder neu entwickelt oder angepasst und neu verhandelt werden, da sich die Schwerpunkte unserer Arbeit – und damit die Anforderungen an jeden einzelnen von uns – verändern; unser Projekt „StadtteilZeitung“ soll neu aufgestellt und neu ausgerichtet werden; neue Standorte, die entstehen wollen geplant, neue Projektideen mit Leben erfüllt werden; für unsere Notunterkunft (und alle weiteren Unterkünfte, die noch kommen werden) wollen wir hauseigene Qualitäts- und Leistungsstandards entwickeln und festlegen; in bezirklichen Gremien und Arbeitsgruppen bereiten wir uns auf große Herausforderungen und neue Themen vor, die unseren Arbeitsalltag in diesem Jahr massiv beeinflussen werden – u.a. dem zu erwartendem stärkeren Zuzug von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in unseren Bezirk. Kurzum: Wir planen, organisieren, koordinieren und reflektieren unsere Vorhaben, Verpflichtungen und die Umsetzung unserer Ideen.

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Aller Anfang ist leicht.

5565136539_6661d64e54_zDie erste Arbeitswoche des Jahres liegt hinter mir. Eine intensive, schnelle Woche. Ich profitiere davon, dass ich „zwischen den Jahren“ ein bisschen auftanken und durchatmen konnte. Das macht den Anfang leicht(er).

Denn: die erste Arbeitswoche hatte es in sich:

Montag: Kiez-AG für die Flüchtlingsunterkunft Ostpreußendamm und Planungsrunde für das neue Projekt „Jugendwohnen Kladow„;

Dienstag: Bau- und Antragsplanung mit Architekten und unserer Bereichsleitung für unseren geplanten Kita-Neubau in Marienfelde, dann Übergabe der Jugendwohneinrichtung in Kladow an das Stadtteilzentrum Steglitz durch den Verwalter, abends mit unserer Band „Telte“ unplugged in der Notunterkunft Kiriat-Bialik, die wir seit November betreiben.

Mittwoch und Donnerstag: Mampel in Frankfurt/M.;  unser Jugendwohnprojekt  in Kladow nimmt – nach nur einer Woche Vorbereitungszeit – seinen Betrieb auf, die ersten unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten ziehen ein….

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die richtigen Leute an der richtigen Stelle

Think Outside The Box Torn Paper

Ja. Ich gebe es zu. Ich tue mich manchmal schwer mit Personalentscheidungen. Zu oft habe ich nicht auf meinen „Bauch“ gehört und innere Kompromisse gemacht, die ich lieber nicht hätte machen sollen. Mitunter sind dann nervige Querelen und überflüssige Auseinandersetzungen die Folge. Braucht kein Mensch sowas. Und trotzdem mitunter unvermeidbar…..

Häufiger – zum Glück – ist es aber genau umgekehrt: Man stellt Leute ein, die „formal“ nicht die beste Qualifikation mitbringen – aber offensichtlich für eine Aufgabe brennen. Man macht Arbeitsverträge mit Leuten, die „objektiv“ nicht alle Anforderungen für die Stelle erfüllen – aber ein besonderes Leuchten in den Augen haben. Man gibt Leuten eine Chance, die tendenziell eigentlich eher nicht in Frage kommen…….

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