die richtigen Leute an der richtigen Stelle

Think Outside The Box Torn Paper

Ja. Ich gebe es zu. Ich tue mich manchmal schwer mit Personalentscheidungen. Zu oft habe ich nicht auf meinen „Bauch“ gehört und innere Kompromisse gemacht, die ich lieber nicht hätte machen sollen. Mitunter sind dann nervige Querelen und überflüssige Auseinandersetzungen die Folge. Braucht kein Mensch sowas. Und trotzdem mitunter unvermeidbar…..

Häufiger – zum Glück – ist es aber genau umgekehrt: Man stellt Leute ein, die „formal“ nicht die beste Qualifikation mitbringen – aber offensichtlich für eine Aufgabe brennen. Man macht Arbeitsverträge mit Leuten, die „objektiv“ nicht alle Anforderungen für die Stelle erfüllen – aber ein besonderes Leuchten in den Augen haben. Man gibt Leuten eine Chance, die tendenziell eigentlich eher nicht in Frage kommen…….

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Bitte um eine Spende für ein Ferienprojekt des Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

Liebe Leserin, lieber Leser!

fb_3Die Sommerferien haben begonnen und alle Kinder freuen sich auf die schulfreie Zeit. Für zahlreiche Kids heißt das Urlaub und vielleicht auch raus aus der Stadt und mit der Familie Richtung Sonne.

Für viele Kinder aus dem sozialen Brennpunkt Lichterfelde Süd bietet sich diese Möglichkeit leider nicht. Für einige Familien lässt die finanzielle Situation keinen Familienurlaub zu oder Mama und Papa müssen arbeiten. Für alle Kinder und in den gesamten sechs Wochen Ferien bieten wir im KiJuNa wie in den vergangenen Jahren ein abwechslungsreiches Ferienprogramm an.

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Fundraiser/in gesucht!

Für ein ambitioniertes Flüchtlingsprojekt der .garage berlin (in Kooperation mit dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V.​) suchen wir aktuell eine/n ambitionierte/n Fundraiser/in mit Erfahrung und Kenntnissen in der Akquise von Stiftungsmitteln, Unternehmenskooperationen und EU-Fördermitteln. Für weitere Informationen und Kontaktaufnahme bitte Mail an mail@thomas-mampel.de.

Ich freue mich auch, wenn Ihr diesen Beitrag teilt und/oder an Interessierte weiterleitet. Danke!

Danke für diese imposante Ansage gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit!

Während ich hier in Binz an der Ostsee eine Woche Urlaub mache, haben die Kolleginnen und Kollegen des Stadtteilzentrum Steglitz am Samstag eine imposante Demonstration gegen „Pro Deutschland“ auf die Beine gestellt. Zusammen mit dem Willkommensbündnis und vielen politischen Gruppen und Parteien mobilisierten die KollegInnen rund 500 Bürgerinnen und Bürger, um gegen eine unverschämte rechtsextreme Provokation Flagge zu zeigen: die Nazis wollten genau vor der Notunterkunft Lippstädter Strasse gegen Flüchtlinge und Asylbewerber demonstrieren. Die rund 10-15 Nazis sind aber nicht mal in die Nähe der Halle gekommen, weil sich engagierte Bürgerinnen und Bürger schützend vor die Sporthalle stellten, in der zwischenzeitlich bis zu 250 Flüchtlinge untergebracht waren.

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Quarter-Review: Blick zurück nach vorn……

© Coloures-pic - Fotolia.com

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Schwuppdiwupp ist das erste Quartal des Jahres schon wieder vorbei. Hatte ich nicht gerade erst Weihnachten und Silvester gefeiert? Habe ich nicht noch bis vor kurzem, allen ein „schönes neues Jahr“ gewünscht? War das Jahr nicht eben noch frisch und unverbraucht und voller neuer Pläne und Ziele?

Es geht rasant voran. Das erste Quartal 2015 ist Geschichte – Zeit für ein „Quarter-Review“. Alles nochmal Revue passieren lassen, Jobs und Aufgaben (aus-) sortieren, Kompass neu ausrichten. Strategien und Pläne überdenken und neu formulieren bzw. schärfen. Fokussierung ist angesagt. Ostern ist ein guter Zeitpunkt für einen „Neuanfang“, für meine persönlich „Auferstehung“.  Denn: Das erste Quartal hat mir ganz schön viel abverlangt und mich zeitweise an meine Grenzen geführt. Sichtbares Zeichen für die LeserInnen dieses Blogs: Es gab relativ wenig Beiträge – mir fehlte schlichtweg die Zeit und die Energie…….

Was waren die Themen der ersten 3 Monate – und wie gehts weiter?

„Unser infrastrukturelles Herz“

In unserer neuen Geschäftsstelle in Lichterfelde-Ost sind wir gut angekommen. Ende des Jahres hier eingezogen, hatten wir die Hoffnung, dass sich unser „Headquarter“ schnell zum „infrastruktuerellen Herz“ des Stadtteilzentrum Steglitz entwickeln würde. Unsere Hoffnung wurde erfüllt: Die internen  Abläufe sind spürbar effizienter und effektiver geworden, Kolleginnen und Kollegen aus den Aussenstellen nutzen die Möglichkeiten, die die neuen Räume bieten, intensiv: Zusammenarbeit und interne Kommunikation haben einen gewaltigen Schub erfahren. Das stimmt mich sehr hoffnungsvoll für die weitere Entwicklung unseres kleinen, sympathischen Vereins.

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Nur die Besten für den Sozialbereich von morgen!

Wie viel Wirtschaft verträgt die Soziale Arbeit?

Eine Stellenanzeige des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. hat im Dezember ungeahnte Reaktionen ausgelöst. „Wir nehmen nur die Besten“ war die Überschrift der Ausschreibung für die Position einer Kitaleitung – gefolgt von einer ausführlichen Beschreibung der Tätigkeit und der Bedingungen beim Träger.

aaedc875d4Klare Haltung des Stadtteilzentrums: „Bevor wir eine Stelle mit jemanden besetzen, der nicht hundertprozentig unsere Anforderungen erfüllt, lassen wir die Stelle lieber eine Weile  unbesetzt und teilen die Arbeit irgendwie anders auf. Wir wollen, dass die Leute, die wir einstellen gut zu uns passen, dass sie sich fachlich und menschlich auf hohem Niveau bewegen und dass sie ein gutes Aushängeschild für unseren Verein sind. Unsere Kunden sollen absolut begeistert von unseren Mitarbeitenden, unserem Verein, unserer Arbeit sein. Hundert Prozent Qualität. Und wer dann eingestellt wird, weiß, dass er nun zum Kreis der Besten gehört. Wir denken, dass wir – auch in Zeiten des Fachkräftemangels – keine Abstriche machen dürfen, wenn es um Qualität geht. Denn es geht um Menschen, um die wir uns zu kümmern haben.“

Allergisch gegen Wirtschaft und Wettbewerb?

Die Reaktionen in den Foren und sozialen Netzwerken waren überraschend, werfen aber ein interessantes Licht auf die Denk- und Sichtweise der im Sozialbereich Tätigen. Kritisiert wurde insbesondere, dass es im Sozialbereich keine messbaren Kriterien gibt, um festzulegen, wer zu den Besten gehört, es sei schwierig „Leistung bei prozessorientiertem Arbeiten zu messen“. Und eine typische – wenn auch in dieser Deutlichkeit unübertroffene –  Formulierung aus einem Diskussionsforum: „Wieder mal ein Beleg dafür, inwieweit der Sozialdarwinismus und Selektionsgedanken in die Gesellschaft verankert sind, was bereits mit der Kita beginnt und im hiesigen dreigliedrigen Schulsystem manifestiert wird. Selektion über alles und sich dann wundern, warum es kein ‚Team‘, kein Miteinander und nur noch Konkurrenz- und Anspruchsdenken gibt.“

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#steglitzhilft – Statusupdate KW 5

© frogarts - Fotolia.com

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In der Notunterkunft Lippstädter Strasse tobt nach wie vor das Leben. Zwar ist die Belegungszahl etwas gesunken (aktuell leben rund 200 Flüchtlinge in der Halle) – aber dennoch bleibt die Situation für die Menschen dort schwierig. Die Ausstattung der Halle – v.a. die sanitärtechnische Infrastruktur – stösst an ihre Grenzen.

Umso mehr freuen sich alle Beteiligten über das erfreulich große ehrenamtliche Engagement und die Unterstützung aus der Nachbarschaft. Eine stabile Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich über weitere Unterstützung sehr freut (siehe unten), organisiert neben der Spendenannahme und -ausgabe mittlerweile auch einige  Aktivitäten für die Flüchtlinge. Unter anderem wird ein stark nachgefragter Deutschkurs angeboten, Flüchtlinge werden bei Arzt- oder Behördengängen begleitet  und es fand ein erster „Ausflug“ in den „kieztreff“ des Stadtteilzentrum Steglitz in der Celsiusstrasse statt, wo die Stamm-Besucher der Einrichtung zusammen mit Ehrenamtlichen Kuchen, Tee und Kaffee mit rund 30 Flüchtlingen genossen haben, während die Kinder malten und spielten. Am Freitag kommt die Menschen aus der Sporthalle wieder in den „kieztreff“ – und dann wird gemeinsam gekocht und gegessen. Gelebte Nachbarschaft.

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Was tut das Stadtteilzentrum Steglitz für Integration und Toleranz?

– Eine kurze Bestandsaufnahme –

fb_3Seit 1995 ist der gemeinnützige Verein Stadtteilzentrum Steglitz e.V. im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf aktiv. Gegründet unter dem Namen „Nachbarschaftsverein Lankwitz“ entwickelte sich der Verein von einer kleinen ehrenamtlichen Selbsthilfe- und Nachbarschaftsinitiative beständig weiter zu einem leistungsstarken Träger der sozialraum- und gemeinwesenorientierten Kinder-, Jugend- und Familienarbeit mit rund 170 festangestellten und rund 50 freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Viele ehrenamtlich Tätige unterstützen die Arbeit der Projekte und Einrichtungen – Kindertagesstätten, Schulkooperationen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Nachbarschafts- und Seniorenzentren – auf vielfältige Weise.

Seit viele Jahren engagiert sich der Verein auch für die Integration von Menschen mit Migrationhintergrund vor allem in den beiden sozialen Brennpunkten des Bezirks („Thermometer-Siedlung“ und „Belß-/Lüdeckesiedlung“): Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist Initiator und Moderator der „Stadtteilkonferenz Lankwitz-Ost“, des Runden Tisches im Gutshaus Lichterfelde und des „Runden Tisches Lichterfelde-Süd“, Mitarbeitende des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. arbeiten aktiv mit im Präventionsbeirat des Bezirks und engagieren sich in weiteren Gremien.

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„Soziale Verantwortung“? – 140 Zeichen reichen nicht…..

© Stauke - Fotolia.com

© Stauke – Fotolia.com

Vor ein paar Tagen haben die Kollegen von responti auf Twitter die Frage gestellt, was für uns „soziale Verantwortung“ bedeuten würde. Ich habe geantwortet: „meinen bestmöglichen Beitrag für eine gerechte und solidarische Gesellschaft zu leisten…“  Twitter lässt nur Nachrichten mit 140 Zeichen zu – es versteht sich daher von selbst, dass die Beiträge dort eher oberflächlich und schlagwortartig daher kommen….. Aber zum Glück, kann ich meine Gedanken ja in meinem eigenen kleinen Blog etwas ausführlicher erläutern 😉

Was bedeutet „Soziale Verantwortung“  für mich konkret?

  • Ich engagiere mich für Menschen, die schlechtere Startbedingungen haben als andere, damit auch sie die Chance haben, das Beste aus ihren Talenten, Ressourcen und Möglichkeiten zu machen.
  • Wenn es Menschen schlecht geht und sie Mangel leiden, frage ich nie, woher sie kommen und wohin sie wollen. Auch die „Schuldfrage“ stellt sich nicht. Wer Hilfe und Solidarität braucht, muss Hilfe und Solidarität bekommen.
  • Ich streite politisch gegen Ungerechtigkeit und Armut. Ich bin Mitglied der SPD – für mich (!) die richtige Heimat für Menschen, die sich für eine solidarische und gerechte Gesellschaft engagieren möchten. Ich habe aber auch hohen Respekt vor (fast) allen anderen Meinungen und vor Menschen, die sich in ehrenwerter Absicht für eine bessere Welt engagieren  – auch und gerade wenn sie dies in einer anderen (demokratischen) Partei oder Initiative tun. Viele Wege führen zum Ziel. Wir brauchen eine „Koalition der guten Leute“. Manche der fortschrittlichsten und engagiertesten Mitmenschen, die ich kenne, sind in der CDU. Das finde ich gut.

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Alles anders als geplant … und gerade deshalb: Auf ein neues…. !

Statt eines Jahresrückblicks.

Eigentlich sollte die Zeit „zwischen den Jahren“ eine ganz ruhige und entspannte sein. Viel lesen, ein bisschen was mit meinen Leuten unternehmen, am Blog schrauben, ein paar Ideen fürs neue (Arbeits-) Jahr bearbeiten und vor allem: Viel entspannen. Und einen persönlichen Jahresrückblick wollte ich hier veröffentlichen. Ist alles nichts geworden, alles ist anders gekommen.

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Foto: Optimisten für Deutschland

Diejenigen unter Euch, die hier ab und zu reingucken, haben mitbekommen, dass wir einen Tag vor Weihnachten mit der Info überrascht wurden, dass hier bei uns im Kiez eine Sporthalle als Notunterkunft für 200 Flüchtlinge eingerichtet wird. Ich hatte H I E R, H I E R , H I E R und an anderer Stelle über unser Willkommensprojekt #steglitzhilft geschrieben. Die freien Tage waren fortan mit viel Aktivität gut gefüllt. Am 1. Weihnachtsfeiertag und an den den folgenden Tagen haben wir Kleidung und dringend benötigte Sachspenden eingesammelt und in der Sporthalle an Flüchtlinge ausgegeben. Tagsüber war ich mehr am telefonieren und mailen, als an manchen „normalen Bürotagen“. Meine Frau noch mehr.  Abstimmung mit der Integrationsbeauftragten des Bezirks, die auch als Verbindungsfrau zum Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf fungierte, Telefonate mit Kooperationspartnern, Helfern und Menschen, die was spenden wollten. Berichte schreiben für den Blog des Stadtteilzentrums und für unsere Facebook-Seite, damit alle auf dem aktuellen Stand sind. Wir waren fast rund um die Uhr im Einsatz.

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