Aller Anfang ist leicht.

5565136539_6661d64e54_zDie erste Arbeitswoche des Jahres liegt hinter mir. Eine intensive, schnelle Woche. Ich profitiere davon, dass ich „zwischen den Jahren“ ein bisschen auftanken und durchatmen konnte. Das macht den Anfang leicht(er).

Denn: die erste Arbeitswoche hatte es in sich:

Montag: Kiez-AG für die Flüchtlingsunterkunft Ostpreußendamm und Planungsrunde für das neue Projekt „Jugendwohnen Kladow„;

Dienstag: Bau- und Antragsplanung mit Architekten und unserer Bereichsleitung für unseren geplanten Kita-Neubau in Marienfelde, dann Übergabe der Jugendwohneinrichtung in Kladow an das Stadtteilzentrum Steglitz durch den Verwalter, abends mit unserer Band „Telte“ unplugged in der Notunterkunft Kiriat-Bialik, die wir seit November betreiben.

Mittwoch und Donnerstag: Mampel in Frankfurt/M.;  unser Jugendwohnprojekt  in Kladow nimmt – nach nur einer Woche Vorbereitungszeit – seinen Betrieb auf, die ersten unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten ziehen ein….

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Neue Nachbarn in Steglitz sind herzlich willkommen

#umdenken

#umdenken

Tausende Menschen fliehen vor Krieg und Gewalt aus ihren Heimatländern und suchen Zuflucht in Deutschland . Berlin steht vor der grossen Herausforderung, jeden Monat rund 1.500 neue Flüchtlinge aufzunehmen.

Im Oktober hat der Senat beschlossen berlinweit sechs sog. „Containerdörfer“ zu errichten, zwei davon in Steglitz-Zehlendorf: Am Osteweg  entsteht eine Unterkunft für 340 Bewohner, am Ostpreußendamm 108 wird für 300 neue Nachbarn geplant.
Die Berliner Stadtteilzentren sind vom Senat beauftragt, die Entstehung und Etwicklung einer „Willkommenskultur“ rund um die geplanten Standorte zu unterstützen. Am Osteweg tut dies der Mittelhof aus Zehlendorf, am Ostpreußendamm das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. .
Im Rahmen dieser Aufgabe organisieren die Stadtteilzentren auch Anwohnerinformationsveranstaltungen. Die erste Veranstaltung dieser Art  hat am Montag im OSZ an der Lippstädter Straße stattgefunden. Die „Stadtandnachrichten“ haben ausführlich berichtet:

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In (Weiter-) Bildung zu investieren zahlt sich immer aus….

GF-Tagebuch #32

Die Geschichte kennt Ihr vielleicht: Die zwei Geschäftsführer eines Unternehmens sitzen mittags zusammen und diskutieren das Jahresbudget für  Weiterbildungsmaßnahmen für die Belegschaft. Der eine sagt: „Wir geben soviel Geld aus für Weiterbildung…. .Stell Dir mal vor,  die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bilden sich auf unsere Kosten fort….. und dann gehen sie zur Konkurrenz.“ Der andere überlegt kurz und entgegnet: „Stell Dir mal  vor, wir geben kein Geld für Fort- und Weiterbildung unserer Leute aus….. – und dann bleiben sie.“

© JiSign - Fotolia.com

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Diese kleine Geschichte veranschaulicht ganz gut, wie mit dem Thema Qualifizierung und Weiterbildung in Unternehmen umgegangen werden muss. Wir müssen Investitionen in das Wissen und das Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Investition in die Zukunft des Unternehmens, als wesentlichen strategischen Beitrag zur Existenzsicherung der Organisation, betrachten. Wenn wir unsere Organisationen auf „der Höhe der Zeit“ halten wollen, müssen wir dafür sorgen, dass die in der Organisation tätigen Menschen immer auch auf „der Höhe der Zeit“  sind, was ihre Kenntnisse, Fertigkeiten, Wissen und Umsetzungs-Know-How angeht. Wir müssen dafür sorgen, dass die Organisation bzw. das Unternehmen konkurrenz- und marktfähig bleibt. Das Unternehmen muss jederzeit in der Lage sein, auf sich verändernde Markt- und Rahmenbedingungen und auf wechselnde  Nutzer- und Kundenwünsche einzugehen und es muss in der Lage sein, dem Bedarf entsprechend angemessen zu reagieren. D.h. es muss in der Lage sein, seine Produkte und Angebote, seine Projekte und Lösungsvorschläge immer weiter zu verbessern und anzupassen. Neue Techniken und fachliche  Erkenntnisse müssen in diesen Verbesserungs- und Anpassungsprozess ebenso einfliessen wie die Ergebnisse der Markt- und Konkurrenzbeobachtung. All dies können nur gut aus- und fortgebildete Leute leisten. Wenn wir in diese notwendigen Kompetenzen nicht investieren, werden wir recht schnell „weg vom Fenster“ sein. Ehemals große „Global-Player“ zeigen uns, was passiert, wenn wir den Anschluss verlieren und das Unternehmen nicht in die  Anpassungs- und Innovationsfähigkeit seiner Mitarbeitenden investiert. Anschauliches Beispiel: Ehemalige Weltmarktführer wie „Blackberry“ und „Nokia“ taumeln angeschlagen dem Abgrund entgegen…. Aber auch im sozialwirtschaftlichen Bereich ist eine interessante Dynamik zu beobachten: Große, traditionsreiche Verbände verlieren an Attraktivität und Einfluss. Im Kampf um die hoch-qualifizierten und hoch-engagierten Fachkräfte ziehen sie immer häufiger „den Kürzeren“;  junge, innovative und professionell aufgestellte kleine soziale Unternehmen ziehen gute Fachkräfte an und verstehen es, sie an sich zu binden.

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volles Wochenende = tolles Wochenende

GF-Tagebuch #27

Heute und morgen wieder volles Programm in Steglitz –  ich kann Euch einen Abstecher in den schönsten Bezirk Berlins nur wärmstens empfehlen….

10530845_10152297484533871_3335654746854843726_nAm Samstag nachmittag in der Bechstein-GS großes Kiezfest mit viel Open-Air-Musik… Schülerbands von der Grundschule bis zur Oberstufe…. einige davon kenne ich – absolut sehens- und hörenswert! Maßgeblich organisiert von den Kollegen des Stadtteilzentrums….. !

Heute und morgen findet dann auch noch das große Fest „100-Jahre-Stadtpark Steglitz e.V.“ statt. Auch hier gibts (musikalisch) einiges auf die Ohren und zahlreiche Steglitzer Projekte präsentieren an Infoständen und mit verschiedenen Aktionen  sich und ihre Arbeit. Mit dabei natürlich auch Kolleginnen und Kollegen vom Stadtteilzentrum Steglitz und von jungundjetzt e.V.(….und „Sohnemann“ und sein Team machen  an diesem Wochenende das komplette Catering (Essen- und Getränke) für die zweitägige Veranstaltung – und ist gespannt auf diese neue Erfahrung der Massenversorgung bei einem Fest 😉 )

Allen, die heute und morgen so engagiert ackern ein ganz dicken Dank – und ich drück die Daumen, dass das Wetter hält und die Besuchermassen strömen……. Ihr habts verdient, nach einer intensiven Phase der Vorbereitung und Organisation.

 

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Seit November 2013 schreibe ich wöchentlich an meinem “Geschäftsführer-Tagebuch”. Warum ich das tue, könnt Ihr lesen, wenn Ihr H I E R klickt. Ich freue mich, wenn Ihr die Beiträge interessant findet und Ihr sie über Eure Kanäle (Facebook, Twitter  und Co.) teilt und verbreitet!

 

Besuch aus Graz

GF-Tagebuch #23

Anlässlich des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages (DJHT), der vom 3.-5. Juni 2014 auf dem Berliner Messegelände stattfand, war eine kleine Delegation aus  Graz zu Besuch in Steglitz-Zehlendorf. Ein Gegenbesuch, nach dem im Oktober 2012 und im Februar 2014 Kolleginnen und Kollegen aus unserem Bezirk die zweitgrößte Stadt Österreichs besucht haben. (H I E R  ein Link zum damaligen Bericht…)

KollegInnen aus Graz im KiJuNa

KollegInnen aus Graz im KiJuNa

Graz ist für uns besonders (aber nicht nur) aus einem Grund interessant: Graz hat sich als erste Stadt in Österreich dazu entschlossen, das Fachkonzept der Sozialraumorientierung in der Kinder- und Jugendhilfe umzusetzen und geht damit einen neuen Weg in der sozialen Arbeit. Seit dem Jahr 2010 gibt es die Sozialraumorientierung in der Kinder- und Jugendhilfe als Pilotprojekt in Graz. Verbunden wurde die Einführung der Sozialraumorientierung in Graz mit der Einführung eines sog. Sozialraumbudgets: Der Fokus der Finanzierung liegt nun auf Zielerreichung bzw. Fallbeendigung und nicht mehr auf Länge und Anzahl der erbrachten Hilfen. Die Erfolge sind vorzeigbar – die Kosten für sog. „Hilfen zur Erziehung“ konnten deutlich reduziert werden – und das bei i.d.R.  besseren, weil passgenaueren Leistungen für die Betroffenen.

Wenngleich die Einführung eines klassischen Sozialraumbudgets in Berlin aus verschiedenen – insbesondere rechtlichen – Gründen noch „Zukunftsmusik“ ist, wird doch in verschiedenen Bezirken und auch auf Landesebene geschaut, wie man durch Umsteuerung und eine sozialräumliche Ausrichtung der Finanzierung der Jugendhilfe zu besseren UND weniger kostenintensiven  Angeboten kommen kann. Die Region B des Bezirks Steglitz-Zehlendorf startet am 1.7.2014 mit den ersten Angeboten und Aktivitäten im Rahmen eines Modellprojekts „Sozialräumliche Leistungen (SRL)“.

Das gegenseitige Interesse zwischen uns und den BesucherInnen aus Graz war vor diesem Hintergrund natürlich groß. Das Besuchsprogramm spiegelt das wieder: Besuch in der „Villa Folke Bernadotte“ und dem „Nachbarschaftshaus Lilienthal“ der KollegInnen des Mittelhof e.V., Besuch des RSD der Region und fachlicher Austausch mit dem Regionalleiter  in der Beethovenstraße, Besuch im „KiJuNa“ des Stadtteilzentrum Steglitz und im „kieztreff“ – einem Familien- und Nachbarschaftszentrum, das seit 10 Jahren von Stadteilzentrum Steglitz und FAMOS e.V. Berlin gemeinsam betrieben wird.

Der Austausch war hochgradig interessant. Erfahrungen in der sozialräumlichen Arbeit wurden ausgetauscht, Besonderheiten aus den jeweiligen Städten bwz. Regionen hervorgehoben und Ideen transferiert. Die KollegInnen, die alle für den Träger a:pfl (alternative: pflegefamilie GmbH) tätig sind , bedankten sich für die Gastfreundschaft und stellten abschließend fest: „Wir werden den Kontakt weiter ausbauen und den Internationalen Fachaustausch Österreich-Deutschland pflegen.“

Weitere Informationen zum Thema Sozialraumorientierung in Graz findet Ihr hier:

www.graz.at/cms/ziel/4194118/DE/

Informationen und einen   Link zum Modellprojekt Steglitz-Zehlendotf findet Ihr hier:

 www.srl-projekt.de

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Auf gute Nachbarschaft!

Nachbarschaftsvereine und Stadtteilzentren sind wichtige Anlaufstellen im Kiez.

Schon im Jahr 1944, ein Jahr vor Kriegsende, machten sich Vertreter der alliierten Siegermächte Gedanken darüber, wie man eine wohnortnahe Struktur der Versorgung der Bevölkerung verbinden kann mit Programmen zur demokratischen Umerziehung und kultureller Bildung der Menschen im kriegszerstörten Berlin. Heraus kam der „Alliierte Nachbarschaftsheimplan“. In der Tradition der englischen und amerikanischen Settlement-Bewegung „verordnete“ man den Berlinerinnen und Berlinern (im Westteil der Stadt) ein Konzept von Nachbarschaftsarbeit, das – vielfältig modernisiert und dem Wandel der Zeiten angepasst – im Kern noch heute funktioniert. Die Grundgedanken der Settlement – Bewegung spielten auch 1995 eine große Rolle, als der Nachbarschaftsverein Lankwitz e.V. (der heutige Verein Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ) gegründet  wurde: Hilfe zur Selbsthilfe, Raum für Begegnung und Kommunikation im Kiez, professionelle Beratung in schwierigen Lebenssituation, konkrete Hilfen für Menschen in Not und das Angebot bedarfsgerechter sozialer Dienstleistungen und kultureller und politischer Bildungsarbeit. Ausgehend von einem kleinen Treffpunkt der Lankwitzer Wedellstraße entwickelte der  Verein seitdem vielfältige Aktivitäten in allen klassischen Arbeitsfeldern der Stadteil-, Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit. Die Bilanz der letzten 16 Jahre kann sich wahrlich sehen lassen: Rund 100 Mitarbeitende in rund 20 Projekten des  Stadtteilzentrum Steglitz e.V.  betreuen Kinder in Kitas und Schulhorten, realisieren Angebote der offenen Jugendfreizeit- und –bildungsarbeit, kooperieren mit Schulen bei der Umsetzung schulbezogener Jugendhilfeangebote und bieten Raum und Möglichkeiten für Begegnung, bürgerschaftliches Engagement und nachbarschaftliches Miteinander in unseren Nachbarschaftshäusern. Wir engagieren uns in der Stadtteilkonferenz in Lankwitz-Ost ebenso wie beim Runden Tisch in Lichterfelde-Süd, wir mischen uns ein und stehen an der Seite derer, die Unterstützung, Hilfe und / oder Beistand brauchen. Wir tun dies, weil wir glauben, dass viele „kleine Leute“ die Welt verändern können, wenn Sie vor Ihrer Haustür – also  in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft – anfangen, die Dinge in die Hand zu nehmen und die Bedingungen im Kiez so (mit-) zu gestalten, wie sie sein sollen. Wir wollen einen  Kiez, eine Nachbarschaft, einen Stadtteil in dem alle Menschen friedlich miteinander leben können, in dem gegenseitiger Respekt und Wertschätzung für den und das Andere(n)  die Begegnung und die Kommunikation bestimmen und in dem niemand „draussen bleiben“ muss, weil er wegen seiner sozialen oder kulturellen Herkunft ausgegrenzt wird. „Steglitz –Zehlendorf  für Alle“. Ein dickes Brett, aber wir bohren weiter!  Machen Sie mit?